Puppyoo R6 Saugroboter mit LDS und 4 h Arbeitszeit

Hand aufs Herz: Den chinesischen Hersteller Puppyoo haben wir bislang als Hersteller verbesserten Plastikmülls kennengelernt. Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo lässt sich nun ein Saugroboter finanzieren, der den Xiaomi-Modellen optisch sehr ähnlich sieht – und einen gigantischen Akku verbaut haben soll. Wir stellen euch den Puppyoo R6 Saugroboter vor.

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Technische Daten

Jedes neue Modell mit Laser-Navigation muss den Vergleich mit dem aktuellen Platzhirsch Roborock S6 erdulden. Und siehe da: Zumindest nach den Angaben auf Indiegogo schneidet der Roboter gar nicht mal so schlecht ab.

Puppyoo R6

Puppyoo R6 Saugroboter

Roborock S6/T6

Roborock s6 Saugroboter Modell

Saugkraft2000 pa2000 pa
NavigationLaser-RaumvermessungLaser-Raumvermessung
Appvorhanden, aber keine genaue AngabeXiaomi Home (Android, iOS)
Lautstärke65 dB58 dB (auf höchster Saugstufe)
Akku6400 mAh5200 mAh
Staubkammer/Wassertankk. A.0,48 l/ 0,16 l
Ladezeit5 h3 h
Arbeitszeit4 h2,5 h
Gewicht3,5 kg3,6 kg
Maße34,0 x 10,5 cm35,3 x 35,0 x 9,65 cm
Steigungenk. A.25°, über 2 cm
Features
  • Laser-Raumvermessung
  • Wischfunktion
  • Mapping
  • Sprachsteuerung via Alexa und Google Home
  • Teppicherkenunng (erhöht Saugkraft)
  • Laser-Raumvermessung
  • Raumeinteilung (Einzel- und Mehrraumreinigung)
  • Wischfunktion
  • Mapping mit Kartenspeicherung
  • Sprachsteuerung via Xiaomi AI Speaker
  • Teppicherkenunng (erhöht Saugkraft)

Puppyoo gibt nicht auf

Rein optisch erinnert der R6 aufgrund des Laserdistanzsensors (LDS) und seiner Klappe auf der Oberseite sehr an den 360 S6. Allerdings schaffen es selbst die hochpolierten Werbebilder nicht, den Roboter komplett hochwertig aussehen zu lassen. Hier wurde vermutlich nicht der hochwertigste Kunststoff verwendet, wie wir es auch schon beim WP615 Saugroboter und WP536 Akkustaubsauger im Test gesehen haben. Man kann natürlich sagen: „hey ist doch egal, Hauptsache es saugt“. Aber für 336€ erwartet man dann doch etwas mehr Qualität. Vielleicht wurden die Bilder auch nicht gut aufgenommen, eventuell sind wir von dem Hersteller einfach nur schon etwas zuviel schwache Verarbeitung gewohnt.

Puppyoo R6 Saugroboter Werbefehler
So ganz richtig sieht das in der Werbung hier auch nicht aus.

Im Gegensatz zu den Xiaomi- und Roborock-Modellen arbeitet der Roboter mit zwei Bürstenköpfen. Komplett um sich und seine 34,0 cm Durchmesser herum hat der Roboter einen Gummi-Bumper, wodurch Hindernisse wie Möbelstücke weniger bis keine Kratzer mitnehmen sollten. Im Idealfall kommt es durch die Raumvermessung dazu aber gar nicht erst.

Durch die vier Wände navigiert der Puppyoo R6 via Laserdistanzsensor, wodurch er Hindernisse in den meisten Fällen problemfrei erkennen sollte. Durch einen zusätzlich verbauten SLAM-Algorithmus ist er auch in der Lage, in der App eine visuelle Karte der Räumlichkeiten darzustellen (Mapping). Diese lässt sich darüber hinaus mit No-Go-Zonen versehen, ergo Bereichen, die der Roboter nicht abfahren soll.

Puppyoo R6 Saugroboter No-Go-Zonen
Mit No-Go-Zonen kann man Bereiche für den Roboter unzugänglich machen.

Mitsamt der Sprachsteuerung via Alexa („Alexa, starte den Roboter“) und Google Home sowie der automatischen Teppicherkenunng (erhöht Saugkraft) hat man das aktuelle Standardpaket, das neue Saugroboter als Minimum mitbringen sollten. Denkbar oder wünschenswert wäre beispielsweise noch die Raumeinteilung oder Etagenspeicherung. Also rein von Software-Seite nichts Beeindruckendes zu finden, aber auch nicht schlecht.

Puppyoo R6 Saugroboter App-Steuerung
Via App lassen sich die üblichen App-Befehle durchführen.

Riesiger Akku, lange Arbeitszeit

Das Alleinstellungsmerkmal des Puppyoo R6 ist der 6400 mAh große Akku, der dem Roboter eine maximale Arbeitszeit von 4 h ermöglicht. Noch kein von uns getestetes Modell konnte eine derart lange Arbeitszeit aufweisen. In Kombination mit einer zuverlässigen Navigation via LDS ist der Roboter damit auch für große Häuser geeignet. Natürlich hängt das auch von der Kompliziertheit der Gegebenheiten in den vier Wänden ab.

Puppyoo R6 Saugroboter Absturzsensoren
Die Absturzsensoren schützen davor, dass der Roboter die Treppe runterfällt.

Wichtig wäre noch zu wissen, wie groß die Staubkammer ist, da sonst auch ein gigantisch großer Akku in unserer Abwesenheit nicht unbedingt sinnvoll ist. Wenn wir aber da sind, meldet sich der Puppyoo R6 per Sprache (evtl. auch per Push), dass seine Staubkammer voll ist. So kann man diese manuell leeren und den Roboter weiterfahren lassen. Das funktioniert aber leider auch nur, wenn man während der Arbeit des Roboters zuhause ist – obwohl Saugroboter ja arbeiten sollen, während wir unterwegs sind.

Puppyoo R6 Saugroboter Messe-Team
Puppyoos Messe-Team scheint sehr happy mit dem neuen Modell zu sein.

Die starke Akkuleistung muss sich natürlich noch in der Praxis beweisen, das Gleiche gilt für die weiteren Funktionen und Saugkraft. Unser erster Eindruck: Vielleicht hat sich Puppyoo diesmal etwas mehr Mühe in der Produktion gegeben, wir glauben aber eher nicht daran. Preislich scheint das Modell mit diesem Funktionsumfang aber weitestgehend in Ordnung zu sein.

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Warum beeinflusst das in keinster Weise unser Testurteil?
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Tim

Mich interessiert Technik, die uns die Arbeit im Haushalt abnimmt - ob beim Staubsaugen oder Fensterputzen. So konnte ich bereits über 50 Saugroboter testen, bei mir dreht aktuell (unter anderem) der 360 S6 seine Runden.

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Kommentare (1)

  • Profilbild von linea
    04.10.19 um 22:36

    linea

    Klingt gut aber das mit der Kamera ist etwas unheimlich. Ist die echt sinnvoll? Ich schätze man muss auch wieder seine Telefonnummer angeben oder?

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