Test

SoundPEATS Air3 Pro wireless In-Ear Kopfhörer für 59,99€

Mit den SoundPEATS Air3 Pro bringt der Hersteller eine In-Ear-Version der beliebten SoundPEATS Air3 halb In-Ear Kopfhörer. Auch dieser kommt mit Qualcomm-Prozessor und Annehmlichkeiten wie aktiver Geräuschunterdrückung.

Soundpeats Air3 Pro in Case

  • SoundPEATS Air3 Pro wireless In-Ear Kopfhörer

Technische Daten

NameSoundPEATS Air3 Pro
Treiber12 mm dynamischer Treiber
Frequenzbereich20-20.000Hz
Impedanz
KonnektivitätBluetooth 5.2
Akkukapazität280 mAh in Ladebox; 40 mAh pro Hörer
Gewicht4,5g pro Hörer; mit Ladebox 36,8g
Maße
IP SchutzklasseIPX4
Empfindlichkeit
Bluetooth-ProfilAVRCP, A2DP, HFP, HSP
Audio-CodecaptX Adaptive, aptX, SBC, AAC

Verpackung und Lieferumfang

Die SoundPEATS Air3 Pro kommen in einem SoundPEATS typischen Karton. In dessen Inneren findet man, neben den Kopfhörern selbst, eine Bedienungsanleitung, ein USB-C Ladekabel und insgesamt drei Paar Ohrpolster.

SoundPEATS Air3 Pro Lieferumfang

Design und Verarbeitung

Das Design der SoundPEATS Air3 Pro, die im Gegensatz zu den Air3 halb In-Ears nur in Schwarz erhältlich sind, sieht dem halb In-Ear tatsächlich ähnlich. Man könnte sich nun denken: „Hä, Tim, es ist doch logisch, dass eine Pro-Version einer normalen Version ähnlich sieht??“ Da muss ich euch leider enttäuschen, ein aktuelles Beispiel wären die Redmi Buds 4 und Redmi Buds 4 Pro von Xiaomi. Heißen zwar ähnlich, haben optisch und auch technisch aber nicht wirklich etwas gemein.

SoundPEATS Air3 Pro Hoerer 1

Die Hörer mit Stab-Design haben eine recht moderne Stablänge, kürzer als die der AirPods der ersten Generation. Dabei wiegen sie 4,5g das Stück und sind auch schwerer als die normalen SoundPEATS Air3. Inklusive des Ladecases kommt man auf ein Gewicht von 36,8g, perfekt für unterwegs!

SoundPEATS Air3 Pro Hoererinnenseite

Als Material verwendet SoundPEATS einen leichten Kunststoff. Dieser ist gut verarbeitet und weist keinerlei Produktions- oder Materialschwächen auf. So gefallen mir die Hörer optisch insgesamt gut, sie sehen dank der kürzeren Stäbe moderner aus, als die Soundcore Life P3 oder auch Huawei FreeBuds 4i, die wir in diesem Preisbereich gerne empfehlen.

Sound der SoundPEATS Air3 Pro

Die SoundPEATS Air3 Pro sind mit einem 12 mm dynamischen Treiber ausgestattet. Im Durchmesser also 2 mm kleiner, als die der halb In-Ear Variante.

Klanglich sind die SoundPEATS Air3 Pro sehr solide. Obwohl die Membran mit 12 mm eher überdurchschnittlich groß ist, für einen normalen In-Ear, ist die Bassbetonung gar nicht so dominant, auch wenn Bass schon stark betont ist. Der Mittelton klingt für mein Empfinden insgesamt gut. Er ist in den unteren Frequenzen allerdings etwas unnatürlich bassig und nicht ganz so neutral wie beispielsweise bei den Samsung Galaxy Buds 2. Der Hochton ist für diese Preisklasse in Ordnung. Von hochauflösendem Klang kann man hier nicht sprechen, allerdings gefällt mir die Gesamtabstimmung.

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Es gibt kein „Frequenzloch“, wo einige Hersteller oftmals versuchen den Anschein zu wahren, als könnte der Kopfhörer im Hochton mehr, indem einzelne Bereiche stark betont sind, andere wiederum gar nicht. Das ist hier nicht der Fall, so klingen die SoundPEATS Air3 Pro insgesamt rund abgestimmt und sollten mit ihrer klanglichen Leistung wohl rund 90% der Kopfhörernutzer völlig zufriedenstellen!

Aktive Geräuschunterdrückung

In Sachen ANC greift SoundPEATS hier auf die im Bluetooth-Chip integrierte Technik von Qualcomm zurück. Den QCC3046 kennen wir beispielsweise auch von den Earfun Air S In-Ears. SoundPEATS verspricht eine Geräuschreduzierung von 35 dB und damit kein Hexenwerk. Bei den aktuellen Flagship-Modellen ist in den technischen Daten heute oft von einer Geräuschreduzierung von bis zu 52 dB die Rede.

Im Test werden Hintergrundgeräusche spürbar gedämpfter, ganz schwinden tun sie allerdings nicht. Auch macht es hier wie immer einen Unterschied, ob man es mit tiefen, gleichbleibenden Störgeräuschen oder mit hochfrequenten, in der Frequenz stark schwankenden Geräuschen zu tun hat.

Bei ersteren ist der ANC-Effekt deutlich spürbar, bei zweiteren ist es eher eine leichte Dämpfung. Somit ist der Effekt des ANCs für einen Kopfhörer dieser Preisklasse meiner Erfahrung nach aber in Ordnung und das, was man erwarten kann und darf. Natürlich gibt es auch einen Awareness Modus, mit dem Umgebungsgeräusche etwas verstärkt an den Kopfhörer weitergegeben werden.

Headset & Tragekomfort

Das Headset der SoundPEATS Air3 Pro ist mit cVc 8.0 Geräuschunterdrückung ausgestattet. Monotone Hintergrundgeräusche werden dadurch gut ausgeblendet, wirklicher Lärm kommt aber trotzdem durch. So ist das Headset auf jeden Fall für Telefonate in Innenräumen geeignet. Direkt an einer Hauptstraße würde ich aber lediglich kurze Telefonate mit den SoundPEATS Air3 Pro führen wollen. Leider sind auch Windgeräusche ein Thema, sowohl beim Telefonieren, als auch bei eingeschaltetem ANC sind diese bei starkem Wind vorhanden.

SoundPEATS Air3 Pro Tragekomfort

Der Tragekomfort ist für mein Empfinden mit mittleren Ohrpolstern gut. Dabei sind die Hörer mit einem Gewicht von 4,5 g etwa durchschnittlich schwer. Auch wenn die SoundPEATS Air3 Pro keine dezidierten Sportkopfhörer sind, bleiben die Hörer im Test – zumindest in meinem Fall – da, wo sie hingehören.

Bedienung

Wie üblich sind auch die SoundPEATS Air3 Pro mit Touchsensoren auf den Hörerrückseiten ausgestattet. Dabei werden insgesamt vier unterschiedliche Gesten unterstützt – sehr gut!

Geste:1x berühren2x berühren3x berühren1,5 Sek. berühren
Rechter HörerLautstärke erhöhenPlay/Pause; Anruf annehmen/beendenSprachassistent startennächster Titel
Linker HörerLautstärke verringernPlay/Pause; Anruf annehmen/beendenGame ModusANC Modi wechsel

Im Test funktionieren alle Gesten zuverlässig und tun das, was sie sollen. Lediglich die Auswahl des vorherigen Titels ist mit den SoundPEATS Air3 Pro nicht möglich. Da es keine App-Steuerung für die Air3 Pro gibt, ist es auch nicht möglich, die Funktionen zu individualisieren.

Qualcomm Bluetooth-Chip

Wie so oft setzt SoundPEATS auch bei den Air3 Pro auf einen Bluetooth-Chipsatz aus dem Hause Qualcomm. Der QCC3046 übernimmt dabei nicht nur die Bluetooth-Verbindung zwischen Handy und Kopfhörer, sondern ist gleichzeitig auch das gesamte „Gehirn“ des In-Ears, das auch für ANC und Geräuschunterdrückung bei Telefonaten zuständig ist.

SoundPEATS Air3 Pro Bluetooth Chip

Der Chip unterstützt neben den AAC- und SBC-Standard-Codecs auch den aptX- und aptX-Adaptive-Codec. Zudem gibt es dank des Bluetooth-Chips auch einen Gaming-Modus, der die Latenz, auf Kosten der Audio-Qualität, auf 60ms reduziert.

Die Bluetooth-Reichweite ist im Test gut. Auf freier Fläche bleibt sie auf eine Distanz von gut 15 Metern stabil. In geschlossenen Räumen ist es wie immer weniger, in Abhängigkeit davon, wie massiv die zu überwindenden Hindernisse sind.

Akkus & Laufzeit

Als einer der wenigen Hersteller trifft SoundPEATS noch Aussagen zu genauen Akkukapazitäten. Die Hörer sind jeweils mit einem 40 mAh Akku ausgestattet, dazu kommt ein 240 mAh Akku in der Ladebox.

SoundPEATS Air3 Pro USB C AnschlussJPG

Im Test konnte ich bei gemischter Lautstärke von 50%-70% und eingeschaltetem ANC eine Laufzeit von rund 5 Stunden erreichen. Dabei können die Hörer in der Akkubox etwa dreimal erneut voll aufgeladen werden. Der Ladevorgang der Ladebox erfolgt via USB-C Kabel.

Fazit – durchweg gut

Mit den SoundPEATS Air3 Pro macht man aus meiner Sicht nichts falsch und investiert sein Geld in einen soliden Kopfhörer. Im Test hat mir vor allem die Passform, das gut abgestimmte Klangbild und die vielen Bedienmöglichkeiten via Touchgesten gefallen.

Dank Qualcomm-Chip hat man hier Vorteile durch den beliebten aptX-Codec, eine aktive Geräuschunterdrückung, die Umgebungsgeräusche etwas mindert und insgesamt eine stabile Bluetooth-Verbindung.

  • Qualcomm Bluetooth-Chip
  • aptX- und aptX Adaptive-Codec
  • viele Touch-Funktionen
  • Headset nichts für sehr laute Umgebungen
  • Keine Handy-App
  • keine Geste für vorherigen Titel

Einen wirklichen Kritikpunkt habe ich hier nicht. Möchte man aber nach der Nadel im Heuhaufen suchen, dann ist das Headset nicht das Beste für den Preis, hier können Freebuds 4i etwas mehr, zudem bieten mittlerweile auch in diesem Preisbereich einige Hersteller eine Handy-App, die hier fehlt. Aus meiner Sicht aber verschmerzbare Schwächen, die den SoundPEATS Air3 Pro nicht wirklich weniger attraktiv machen.

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Tim

Gadget-Nerd bei China-Gadgets seit 2015 und immer auf der Suche nach günstigen, hochwertigen Audio-Alternativen.

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Kommentare (6)

  • Profilbild von Daemonarch
    # 14.11.22 um 05:04

    Daemonarch

    Halb in-ear ist auch nur halber Spaß

  • Profilbild von Neelix1974
    # 14.11.22 um 08:47

    Neelix1974

    Na toll. Noch solche Silikon Stöpsel. Ich bin mit den normalen Air3 von der Form zufrieden. Nur die Telefon Funktion/Mikro Qualität ist enttäuschend.
    Hätte man da nicht einfach weiter entwickeln können 🙄

  • Profilbild von Matrose
    # 14.11.22 um 09:56

    Matrose

    Ich verstehe nicht was alle immer an Stöpseln so toll finden, ich finde das die alle keinen guten Klang haben…. da sind Kopfhörer tausendmal besser.

  • Profilbild von Gast
    # 14.11.22 um 10:35

    Anonymous

    Wenn ALLE Stöpsel so toll finden, hast du dir dann einmal die Frage gestellt, dass es an dir liegen könnte?

    Und ernsthaft, keiner sagt die sind besser als andere die auf´m Kopf kommen. Mithalten können aber doch schon einige und bedenke, das hier ist China-Ware, da kannst du natürlich keinen Vergleich zu Kopfhörern ob in, on, over, herstellen die in Preisen weit oberhalb von Apple oder Sony unterwegs sind.

    Stöpsel sind halt praktischer. Du kennst dieses gejammere der Typen hier mit Frauenhänden wenn das Smartphone schon zu groß ist, zu groß für Hände und es passt nicht in die Tasche ihrer Skinny Jeans. Was machen die dann mir richtigen Kopfhörern?

    Vom Klang gibt es bei vernünftigen, nicht was hier empfohlen wird, aber keine riesigen Unterschiede. Stöpsel ist halt für unterwegs praktischer, aber wenn nun auch die Maskenpflicht in der Bahn fällt, das gefummel mit Bügelkopfhörern und Maske ist schon ätzend.
    Aber im Winter machen die warme Ohren und im Sommer schwitzt man. Beides hat Vor-und Nachteile.

    • Profilbild von Matrose
      # 14.11.22 um 14:46

      Matrose

      Tja vielleicht bin ich auch zu anspruchsvoll, aber ich finde den Klang von Stöpseln einfach nicht gut.

  • Profilbild von Steffen
    # 14.11.22 um 15:57

    Steffen

    Es gibt eine App im Playstore sogar mit Firmware Update der Kopfhörer

    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.thirtydays.headset&hl=de

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