Xiaomi und IKEA geben strategische Partnerschaft bekannt

Der chinesische Tech-Riese Xiaomi und der schwedische Einrichtungskonzern IKEA haben eine strategische Kooperation für Smart-Home-Produkte angekündigt. Dazu soll auch die Nutzung von Xiaomis IoT-Plattform (Internet of Things, sprich Vernetzung von virtuellen oder physischen Gegenständen miteinander) zählen. Die smarte IKEA-Beleuchtung soll sich damit ab Dezember steuern lassen. Ein guter Schritt für beide Parteien?

Xiaomi IKEA Partnerschaft

Xiaomi & IKEA: Eine gewinnbringende Kooperation?

Xiaomi vermarktet bereits zahlreiche Smart-Home-Produkte. Darunter finden sich etwa Nachtlichter, Überwachungskameras oder gar Toilettensitze. Meist geschieht das unter dem Label Mijia, hin und wieder aber auch unter anderen Namen wie etwa Yeelight. Gesteuert werden die smarten Geräte über die bereits erwähnte IoT-Plattform und die Mi Home App. Über 132 Millionen smarte Geräte sind laut dem chinesischen Konzern bereits vernetzt. Auf Xiaomis Entwicklerkonferenz „MIDC 2018 AIoT“ wurde dann ein weiterer Schritt mit der Kooperation bekannt gegeben.

Xiaomi IKEA Partnerschaft MIDC Entwicklerkonferenz

Laut der gemeinsamen Ankündigung beider Hersteller wird die gesamte Smart-Home-Beleuchtung aus IKEAs Produktsortiment mit der Sprachsteuerung der Mi Home App, Mijia App und der Xiao AI kompatibel sein. Davon profitieren aber zunächst nur die Chinesen ab Dezember. Wann man auch im englisch- oder deutschsprachigen Raum von den smarten IKEA-Produkten in diesem Zusammenhang profitiert, ist noch nicht klar.

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Ausblick

Bereits jetzt lassen sich die Lampen des schwedischen Einrichtungsriesens mit dem Google Assistant, Amazons Alexa oder auch dem Homekit steuern. Sicherlich werden auf die Beleuchtungsgeräte noch viele weitere smarte Gadgets folgen, etwa Rolladen, Steckdosen oder auch Lautsprecher. Für IKEA ist die Kooperation mit Xiaomi die erste Zusammenarbeit mit einem chinesischen Technologieunternehmen in diesem Bereich.

Natürlich hat man als Fan der chinesischen Marke hier auch schnell den Gedanken, dass es Xiaomi-Produkte bei IKEA geben könnte. Das ist zwar möglich, allerdings nicht besonders wahrscheinlich. So hat IKEA natürlich ein vorrangiges Interesse daran, ihre eigenen Produkte zu verkaufen, die sich in vielen Punkten ja mit den Xiaomi-Produkten im Smart-Home-Bereich decken.

Was sagt ihr zu der Kooperation: Spannende Entwicklung oder lässt euch das kalt?

Tim

Mich interessiert Technik, die uns die Arbeit im Haushalt abnimmt - ob beim Staubsaugen oder Fensterputzen. So konnte ich bereits über 50 Saugroboter testen, bei mir dreht aktuell (unter anderem) der 360 S6 seine Runden.

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28 Kommentare

  1. Profilbild von ppp

    Allein fürs Marketing ein kluger Zug, ein guter Türöffner zur Internationalisierung.

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  2. Profilbild von Kaykay

    Hmmmm, ob ich dann Teil werde von Chinas Punkte System Vergabe? Wenn ich nachts das Licht an mache, gibbet wohl Minus.
    Lässt mich kalt…
    IKEA langweilig, Xiaomi kalt
    Sry :/

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    • Profilbild von peterpan17

      @Kaykay was meinst du mit Punktevergabe?

    • Profilbild von weitergedacht

      Kaykay: Hmmmm, ob ich dann Teil werde von Chinas Punkte System Vergabe? Wenn ich nachts das Licht an mache, gibbet wohl Minus.
      Lässt mich kalt…
      IKEA langweilig, Xiaomi kalt
      Sry :/

      Und auch wenn du ein Eintrag im Sozialsystem Chinas hast, Konsequenzen hat es nur IN China. Genau so wie dir die SCHUFA hierzulande den Handyvertrag fürs eigene Kind verbietet kann dir die chinesische Regierung verbieten lokal in China Bus zu fahren.
      Sie könnte auch Exportsperre an dich setzen, das würden sie aber garantiert nicht tun, weil das ihre eigene Wirtschaft schwächt…
      Ich heiße das Sozialkreditsystem nicht gut, allerdings hat es außerhalb von China kaum bis gar keine Konsequenz… Klar, China hat die Macht dich von der Welt abzuschotten, aber das ist genau so unverhältnismäßig wie wenn ein Polizist dich für das nicht-blinken an abknickender Vorfahrt für einige Monate ins Gefängnis einbuchtet…
      Auch mit Sozialpunktsystem gibt es weiterhin Verhältnismäßigkeitsprinzip, auch in China – dann aber anderen Kulturansichten folgend.

  3. Profilbild von Privacy_expectations
    Privacy_expectations

    Hm, bei der insbesondere in China weit verbreiteten Gewohnheit, per App an Daten abzugreifen, was nur geht, bringt mich diese Kooperation eher in eine größere Distanz zu IKEA.
    Nach meinem (begrenzten) Kenntnisstand war deren (IKEAs) smarte Beleuchtung recht gut in Sachen Security und Privatsphäre unterwegs. Hier würde ich durch Xiaomi eher Rückschritte erwarten.
    Und ich weiß natürlich, dass auch viele andere Big Player gerne Daten sammeln. Tatsächlich vermeide ich nach Möglichkeit auch deren Nähe.

  4. Profilbild von misterdata

    Leute, setzt die Aluhüte ab, ist doch schön wenn wir demnächst den geilen China Scheiß nicht mehr im Reich der Mitte bestellen müssen, sondern beim Schweden um die Ecke mit entsprechender Garantie und so weiter. Bin dafür! ( okay, das Prickeln, ob die Sendung über den Zoll läuft, bleibt natürlich auf der Strecke 🙂 )

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  5. Profilbild von Xyclope

    Was sie alle Angst vorm Datensammeln haben aber gleichzeitig das Internet, Instagram, Whattsapp, Payback, Netflix, Amazon usw nutzen.
    BTW ich finds super, besonders weil man dadurch eine Vielzahl an Möglichkeiten geboten bekommt sein Sachen zu vernetzen. Und wenn einer seinen Staubsauger oder den Lichtschalter weiter manuell nutzen möchte – kann man ja. Leben und Leben lassen.

    • Profilbild von Wrong, my dear Xyclope
      Wrong, my dear Xyclope

      Falsch. Ich nutze kein Instagram, Whatapp, Netflix.
      Ich achte tatsächlich in vielen Fällen auf Datensparsamkeit, und ich lebe noch in einem gut funktionierenden sozialen Gefüge. Ich habe sogar echte Freunde, die ich anfassen kann (-;

  6. Profilbild von Eddi

    Das finde ich prima. Ich habe das Xiaomi Smart Home bereits mit mehreren Sensoren und Aktoren am laufen und das ein oder andere Teil ist gerade auf dem Weg von China zu mir.

    Kommentarbild von Eddi
  7. Profilbild von kein schöner Land
    kein schöner Land

    Muss ja niemand die Xiaomi App nutzen um die smarte Elektronik von Ikea zu nutzen.

    Am schönsten ist derjenige hier der andere Aluhut Träger nennt aber zu doof war sich den Artikel durchzulesen und nun meint er bekäme bei Ikea xiaomi Produkte.

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  8. Profilbild von Frickelmaster

    Naja, ob man die jeweils angebotenen Clouds einsetzt und damit der Datenschnüffelei Tür und Tor öffnet, ist jedem selbst überlassen. Ich nutze sowohl diverse Xiaomi- als auch Ikea Tradfri-Komponenten in meinem Smarthome, allerdings mit einem CC2531-Stick (Zigbee) am ioBroker ohne Cloud. Das Zeug bleibt – hoffentlich 🙂 – nur in meinem LAN und wandert nicht in irgendwelche fremden Netze. Das Xiaomi-Gateway kann man nur sinnvoll nutzen, wenn man es mit der chinesischen Cloud verbindet – und da weiss man nicht, was mit den Daten geschieht. Zudem fällt diese Cloud regelmässig aus und die Komponenten sind nicht nutzbar. Daher hab ich das Gateway wieder verkauft.

    Prinzipiell ist es mir aber egal, ob Xiaomi und Ikea kooperieren. Die IoT-Komponenten mit Ausnahme der Gateways sind absolut OK, aber nur wenn man sie ohne Cloud nutzt.

  9. Profilbild von schaumi

    @Eddi habe ich auch seit über einem Jahr im Einsatz und bin absolut begeistert. Funktioniert sehr zuverlässig und stabil.

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  10. Profilbild von Jronin

    Ist doch nur für den chinesischen Markt interessant um Ikea ins chinesische smarthome zu integrieren.

    Bei uns hat sich das doch durch Alexa und Google Home erledigt und man kann Hersteller übergreifend sein samrtes Zuhause steuern.

  11. Profilbild von schaumi

    Dem Gateway kann via Router den Zugang zum Internet verweigert werden. Im Intranet (im Haus) funktionieren alle Komponenten dennoch weiter. Logischerweise ist dann der Zugriff von aussen nicht mehr möglich. Somit ist das System komplett gegen aussen geschlossen und keine Daten gehen nach China.

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  12. Profilbild von schaumi

    @Frickelmaster interessant deine Lösung. Diese Möglichkeit kannte ich bisher nicht. Habe eben ein Tutorial bei YouTube angeschaut wie das zu bauen ist

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    • Profilbild von Eddi

      Die kompatibilität zum ioBroker war einer der kaufgründe. Irgendwann werde ich diesen Schritt wohl auch tun, einer meiner Kollegen hat ihn bereits mit einigen Sonoff Komponenten am laufen.
      Aber erst will ich mal ein wenig mit dem Xiaomi Gateway spielen. Einfache Und/Oder Verknüpfungen, Zeiten und Push Nachrichten aufs Handy gehen damit recht einfach zu realisieren.
      Und von mir aus sollen die Chinesen ruhig wissen, wann ich mein Licht ein und aus schalte, was wollen die damit anfangen ?
      Sobald die Xiaomi Steckdosenadapter da sind, werde ich mal einen auseinander nehmen und in eine vorhandene Deckenleuchte einbauen. Und bevor jetzt gleich Aufschreie kommen, ich bin Energieelektroniker und übe den Beruf seit über 30 Jahren aus….ich weiss also was ich tue.

  13. Profilbild von schaumi

    @Eddi: habe da auch wenig Bedenken bz. der Verbindung über den China Server. Die mi home APP ist inzwischen wirklich gut geworden und bietet eine Menge Funktionen. Und inzwischen ist sie auch einigermassen gut übersetzt.

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  14. Profilbild von warfar

    Wenn ikea, also ein unternehmen das seinen hauptsitz in europa hat, mit einem chinesischen smart home anbieter zusammenarbeiten will, kann man auch vielleicht davon ausgehen, das sich ikea im puncto datensicherheit absichern müsste. Sonst würden daten von einzelnen haushalten über schweden nach china versendet werden. Und umgekehrt. Ich denke mal die werden sich schon was dabei denken.

  15. Profilbild von Beppi

    Sowohl die Xiaomi als auch IKEA Produkte lassen sich über iobroker ohne Internetverbindung und ohne Cloud steuern.

  16. Profilbild von Stefan

    Dann muss man also demnächst seinen Staubsauger aus Einzelteilen nach Bauanleitung zusammenbauen.

  17. Profilbild von Mathias

    Finde ich sehr gut! Habe alle lichter vom Ikea die sich super mit Alexa steuern lassen und wenn:)

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  18. Profilbild von Chuwi

    Habe 48 Dinge von Xiaomi – jetzt noch starke Sachen von Ikea 🙂 Hoffentlich stützt es den Aktienkurs.

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  19. Profilbild von Zunami

    @warfar: Ja Ja, hätte man von den VW-Verbrechern oder Deutsche Bank-Verbrechern auch meinen können. Entweder Bayer Vorstand

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  20. Profilbild von Zunami

    Entweder die Intelligenz der Bayer-Vorstände liegt weit unter dem von Schweinen, oder sie selbst sind Schweine, oder die haben mit dem Monsanto Deal mächtig abgesahnt, wie einst die Manager von Mannesmann bei der Übernahme durch Vodafone. Vielleicht haben die Bayer-Vorstände ider auch nur einer sogar ein paar Leute in der EU-Kommission erpresst oder geschmiert. Das sind jetzt zwar alles Aufzeichnungen eines Traumes eines Freundes due er mir zukommen hat lassen- doch wer weiß! Und die Wahrheit kommt wie bei vielen Dingen nicht, nicht so bald oder in 100Jahren ans Licht. Ohne Whisleblower geht das jedenfalls nicht.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.

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