Test Proscenic D550 Saugroboter mit Laser-Raumvermessung im Test

Testet man Modelle wie den Anker eufy RoboVac 30C oder Amarey A900, hat man nach über 50 getesteten Saugrobotern schon beim Anschauen eine Vorahnung, wie das Modell im Test abschneiden wird. Auf den Test des Proscenic D550 habe ich mich persönlich sehr gefreut – und wusste nicht, was mich erwartet.

Proscenic D550 Saugroboter Performance

Proscenic ist ein taiwanesischer Hersteller im Smart-Home-Bereich, der (aus deutscher Sicht) praktischerweise seine Modelle überwiegend über Amazon vertreibt. Der Hauptsitz ist aber Shenzhen, China. Nach eigenen Angaben verfolgt das Unternehmen das „intelligente Reinigen“ bereits seit 20 Jahren. Wir konnten vor dem D550 bereits den 790T testen, der mit großen Funktionsumfang glänzen konnte.

Technische Daten: Vergleich zum Roborock S6

Wir möchten euch einen transparenten Überblick über die Modellvielfalt geben und zeigen, wo welches Modell von technischer Seite einzuordnen ist. So gehen wir bei neuen Testmodellen die Rangliste von oben herunter und schauen, mit welchem Topmodell sich ein neues Testgerät vergleichen lässt. Der Roborock S6 ist aktuell das Maß aller Dinge. Aufgrund der großen Funktionsvielfalt muss sich das Flaggschiff von Proscenic entsprechend auch mit dem aktuell besten Saugroboter messen.

Proscenic D550

Proscenic D550 Saugroboter Produktbild

Roborock S6/T6

Roborock s6 Saugroboter Modell

Saugkraft1800 pa2000 pa
NavigationLaser-RaumvermessungLaser-Raumvermessung
AppProscenicHome (Android, iOS)Xiaomi Home (Android, iOS)
Lautstärke72 dB (auf höchster Saugstufe)58 dB (auf höchster Saugstufe)
Akku3200 mAh5200 mAh
Staubkammer/Wassertank0,42 l/ 0,13 l0,48 l/ 0,16 l
Ladezeit3 h3 h
Arbeitszeit130 Min.150 Min.
Gewicht3,5 kg3,6 kg
Maße32,0 x 30,0 x 9,5 cm35,3 x 35,0 x 9,65 cm
Steigungen15°, bis 2 cm25°, über 2 cm mit größeren Reifen
CE-Kennzeichenjaja (nur S6, nicht T6)
Features
  • Laser-Raumvermessung
  • Mapping mit Kartenspeicherung
  • No-Go-Zonen und Zoned Cleanup
  • Raumeinteilung
  • Wischfunktion
  • Sprachsteuerung via Amazon Alexa
  • Teppicherkennung (erhöht Saugkraft)
  • Laser-Raumvermessung
  • Mapping mit Speicherung mehrerer Karten
  • No-Go-Zonen und Zoned Cleanup
  • Raumeinteilung (Einzel- und Mehrraumreinigung)
  • Wischfunktion
  • Sprachsteuerung via Xiaomi AI Speaker
  • Teppicherkennung (erhöht Saugkraft)

Das technische Datenblatt sagt natürlich keinen Sieger aus dem Duell zwischen den beiden hervor, es wird aber deutlich: Allzu groß sind die Unterschiede auf dem Papier nicht. Interessant ist auch, dass beide in unterschiedlichen Formen daherkommen. Der S6 kostet aktuell ~100€ mehr als der D550.

Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung ist im Vergleich zu anderen Modellen sehr klein und aufgeräumt gehalten. So kann man den Saugroboter gut transportieren oder für Extraschichten zu Freunden transportieren.

Proscenic D550 Saugroboter Verpackung
Die Verpackung ist sehr aufgeräumt.

Im Lieferumfang findet sich außer dem Saugroboter:

  • 0,13 l kleiner Wassertank mit bereits angebrachtem Mikrofasertuch
  • ein zusätzlicher Bürstenkopf
  • Fernbedienung (ohne zwei AAA-Batterien)
  • zusätzliches Mikrofasertuch
  • zusätzlicher HEPA-Filter
  • Reinigungspinsel
  • Bedienungsanleitung (auch Deutsch und Englisch) und Quick Start Guide
Proscenic D550 Saugroboter Lieferumfang
Der Lieferumfang ist trotz des kleinen Kartons üppig.

Der D550 arbeitet wie die Xiaomi-Modelle mit nur einem Bürstenkopf, entsprechend findet sich im Lieferumfang auch nur einer als Ersatz. Liebe Chinesen, in letzter Zeit hat das doch so gut geklappt. Legt doch bitte immer Batterien zur Fernbedienung bei, danke.

Die Ladestation des Proscenic D550

Was für die Dame die kleine „Clutch„, ist für den Saugroboter-Tester diese kleine Ladestation. Die erste einklappbare Ladestation, die ich bisher sehen durfte! Einen tieferen Sinn dahinter gibt es nicht, ist vielleicht nur für mich cool. Aber wenigstens ist diese nicht die übliche China-Plastikkonstruktion, die ich sonst immer im Karton finde und am liebsten gegen die Wand werfen würde.

Proscenic D550 Saugroboter Ladestation Design
Das Design der Ladestation ist besser als sonst (auch nicht überragend).
Proscenic D550 Saugroboter Ladestation zusammenklappen
Zudem lässt sich die Station einfach zusammenklappen. Sinnlos, aber cool!

Nach einer Ladezeit von 3 h ist der Saugroboter einsatzbereit für eine Arbeitszeit von 130 Min. Aufgrund der Laser-Raumvermessung und somit guten Navigation in den vier Wänden ist der Roboter schneller durch mit den Räumlichkeiten, entsprechend kann man den D550 getrost auf einer Wohnfläche von über 150 m² einsetzen.

Proscenic D550 Saugroboter an Ladestation
Nach einer Ladezeit von 3 h ist der Saugroboter einsatzbereit für eine Arbeitszeit von 130 Min.

Wie immer bei Saugrobotern mit App-Steuerung muss sich der Roboter an der Ladestation befinden, wenn man Firmware-Updates herunterladen möchte. Hier gilt es noch etwas abzuwarten, wie gut die Update-Politik von Proscenic ist. Bugfixes (Behebung von Problemen) ist immer sehr gern gesehen, Xiaomi etwa packt auf seine Modelle auch gerne mal komplett neue Features.

Design und Verarbeitung

In Sachen Design gehen die Meinungen zu dem 32,0 x 30,0 x 9,5 cm kleinen Saugroboter etwas auseinander. Klar, Design ist Geschmackssache. Persönlich finde ich den Roboter optisch ansprechend, auch weil er etwas kleiner und anders anders geformt ist als die meisten runden Helfer. Mit einer Höhe von 9,5 cm ist er durch den oben verbauten Laserturm aber dennoch nicht für die Reinigung unter jedem Möbelstück geeignet. Vor dem Kauf bitte nachmessen, ob er darunter passt, wo er drunter soll.

Proscenic D550 Saugroboter Höhe Maße
Uh, das wird knapp! Bei einer Höhe von 9,5 cm sollte man vorher bei den Möbeln mal nachmessen.

Um nochmal auf das Design zurückzukommen: Nach einigen geschossenen Fotos von dem Saugroboter musste ich vor meinen Kollegen zugeben: Es ist nicht unbedingt leicht, ein schickes Foto von dem Roboter zu machen. Vielleicht ist das Design doch eher nur mein Ding. Gewicht liegt bei 3,5 kg, kann man also auch problemlos mal hochheben.

Proscenic D550 Saugroboter Design
Hmm. Also ich find ihn hübsch. Oder wenigstens nicht hässlich. Und er hat eine angenehme Stimme.

Die Verarbeitung dagegen ist in Ordnung, der verwendete Kunststoff könnte allerdings hochwertiger sein. Mittelmaß.

Die Staubkammer

Mit einer potenziellen Füllmenge von 0,42 l ist die Staubkammer unter der Klappe nicht besonders groß, aber reicht für die meisten Aufgaben aus. Dies hängt natürlich auch immer vom jeweiligen Verschmutzungsgrad in der Wohnung ab.

Proscenic D550 Saugroboter Klappe
Unter der Klappe auf der Oberseite findet sich neben dem An-/Aus-Knopf auch die Staubkammer.

Ab einer Wohnungsgröße von über 120 m² wird man die Staubkammer in den meisten Fällen während eines Reinigungsvorgangs leeren müssen. Wer also mehr Fläche hat, sollte sich überlegen, sich nach einem anderen Modell umzusehen.

Proscenic D550 Saugroboter Staubkammer entnehmen
Ein HEPA-Filter filtert den Dreck und Staub vor dem Eintreffen in die Kammer.

Navigation und Arbeitsweise

Zwar nicht zu vergleichen mit der mystischen Melodie, die der Narwal Saugroboter beim Anschalten von sich gibt, dafür aber mit einer deutlich weniger gelangweilten Frauenstimme meldet sich der Roboter beim Anschalten. Die durchaus angenehme Frauenstimme kann man aber auch in der App muten.

Der Proscenic D550 navigiert via Laserdistanz-Sensor (LDS) durch die vier Wände. Hierbei vermisst er die Räumlichkeiten und erkennt jedes Hindernis frühzeitig. Die gescannten Räume zeichnet er mithilfe des obligatorischen SLAM-Algorithmus (SLAM= Simultaneous Localization and Mapping) als Karte in der App ein. Dazu später mehr.

Proscenic D550 Saugroboter Hinderniserkennung
Die Hinderniserkennung des Saugroboters via LDS funktioniert sehr gut.

Das Grundprinzip in der Arbeitsweise ist die Z-Shaped-Reinigung, der Roboter fährt in geraden Bahnen, bis er auf ein Hindernis trifft und macht um 180° kehrt. Darauf sucht er die gerade Linie wieder. Mithilfe seiner D-Form kommt er auch in den vielen Testfahrten deutlich besser in die Ecken. Hindernisse dockt er nur ganz leicht an, bremst vorher aber deutlich ab. Entsprechend „sieh“ er, was ihn vor sich erwartet.

Proscenic D550 Saugroboter D-Form
Mit seiner D-Form kommt der Proscenic D550 gut in die Ecken und an Wände.

Allgemein muss man die Arbeitsweise loben: Der Proscenic D550 ist ein wirklich intelligentes kleines Kerlchen. Er fährt Wände äußerst sorgfältig ab, bedient sich dabei eines flotten Arbeitstempos und erhöht seine Saugkraft je nach Bedarf und Untergrund (etwa Teppich) selbstständig. Kein Bereich wird ausgelassen, auch keiner mehrmals abgefahren, es sei denn, er muss nochmal an einer Stelle vorbei um zu einer anderen zu gelangen.

Proscenic D550 Saugroboter Narwal Saugroboter
Im direkten Standoff mit dem Narwal gibt sich der Proscenic D550 in der Navigation keine Blöße.

Auch das autonome Wiederfinden der Ladestation ist dank der guten Orientierung kein Problem und erledigt der Roboter in einem Antritt. Mit all diesen guten Eigenschaften kann man den Saugroboter bedenkenlos arbeiten lassen, während man unterwegs ist. Nur bei Glastüren ist er manchmal etwas unsicher, dockt diese aber auch nur leicht an. Also alles so, wie es bei einem runden Helferlein sein sollte.

Das klingt alles zu positiv um wahr sein, ein echter Nachteil findet sich dann aber doch: Die Lautstärke, mit der er arbeitet.

Betriebslautstärke des D550

Selbst auf „Silence“ eingestellt (in der App möglich), kommt der D550 auf eine Betriebslautstärke von 58 dB. Wer schon einmal einen Saugroboter-Test von mir gelesen hat, weiß: Wir Menschen unterhalten uns miteinander in einer Lautstärke von durchschnittlich 60 dB. Im Standard-Modus sind es dann schon 65 dB, auf der höchsten Saugstufe (die man ja am liebsten nutzt), sind es ganze 72 dB. Nebenher entspannt ne Runde dösen? Niemals.

Proscenic D550 Saugroboter Perspektive
Der D550 ist mit 72 dB deutlich zu laut.

Die Werte wurden mittels eines Schallpegelmessgeräts direkt am Gebläse hinten am Roboter ermittelt. Somit muss man nochmal ein paar dB abziehen, die Werte sind dennoch zu hoch.

Steuerung via Fernbedienung

Das Herzstück des Saugroboters ist die App-Steuerung, klar. Wer die App aus Datenschutz- oder anderen Gedanken nicht verwenden möchte, findet im Lieferumfang auch eine Fernbedienung. Persönlich finde ich Fernbedienungen nur aus diesem Aspekt interessant, optisch kommt die Fernbedienung wieder aus den 90ern. Schwach, Optik zählt auch etwas aus meiner Sicht. Macht einfach mehr Spaß, wenn etwas gut aussieht, was man in der Hand hält. Gilt ja auch bei Smartphones.

Proscenic D550 Saugroboter Fernbedienung Design
Ob man damit einen Röhrenfernseher bedienen kann?

Damit ihr alle über die Fernbedienung drückbaren Tasten nachvollziehen könnt, habe ich euch diese wieder kurz visuell dargestellt:

Proscenic D550 Saugroboter Fernbedienung Funktionen
Die Fernbedienung samt Funktionen.

Über eine Entfernung von 8 m lässt sich der Roboter damit zuverlässig steuern. Viel mehr gibt es auch nicht zu sagen, schauen wir uns das „programmierbare Gehirn“ des Saugroboters an: Die App.

App-Steuerung über „Proscenic Home“

Die App ProscenicHome (Android, iOS) erfordert bei der Registrierung wie so oft eine Mailadresse. Da man die nach einmaliger Registrierung aber nie wieder benötigt (wenn man sein Passwort nicht vergisst), lässt sich hier auch eine Spam-/Wegwerf-Mailadresse verwenden.

Proscenic D550 Saugroboter App Registrierung
Via Wegwerf-Mailadresse registrieren, Passwort festlegen, ab dafür.

Die App ist in äußerst schwachem Deutsch gehalten, bis auf kleine Irritationen aber weitestgehend verständlich formuliert. Das Einbinden des Roboters in das WLAN (nur 2,4 GHz möglich!) geht flott und einfach.

Hinzuzufügendes Gerät (hier LDS D550) auswählen, Power- und Auflade-Button gleichzeitig 3 Sekunden gedrückt halten, WLAN-Passwort eingeben, das Roboter-eigene WLAN Netzwerk mit dem Smartphone auswählen, kurz warten, et voilà. Das Smartphone muss sich im selben WLAN befinden wie das, in das der Saugroboter eingebunden werden soll.

Proscenic D550 Saugroboter App Verbindung WLAN
Die Verbindung mit dem WLAN funktioniert simpel und schnell.
Proscenic D550 Saugroboter App Verbindung
Wie bei anderen Modellen lässt sich auch der Proscenic D550 nur mit 2,4-GHz-Netzwerken verbinden.

Interface und Bedienung der App

Nach der Einbindung ins WLAN und Verbindung mit der App kann es also losgehen.

Folgende Funktionen sind in der App wählbar:

  • Saugmodus/-kraft auswählen (Silence, Standard, Max Modus)
  • No-Go-Zonen und Bereichsreinigung auf der Karte einzeichnen
  • Spot-Modus (dreht größer werdende Kreise um sich selbst)
  • Reinigungsplan erstellen
  • Lokalisierung d. Roboters
  • Lautstärke der Sprache des Roboters festlegen
  • DND-Modus (Do not Disturb: Zeitraum festlegen, in dem Roboter nicht arbeiten soll)
  • Firmware-Updates durchführen
  • Beleuchtung der Buttons ein- und ausschalten
Proscenic D550 Saugroboter App Einstellungen
Links die Fernbedienung, mittig Einstellungen und rechts ist der Roboter wählbar.

Die Vielzahl an Funktionen kennen wir so nur von den Topmodellen, optisch ist das Interface vergleichbar mit dem des 360 S6. Hundertprozentig ausgereift wirkt die App nicht, ist allerdings eher eine Frage des Designs und der Sprache. Hin und wieder überlappen sich Schriften oder Wörter enden einfach auf Buttons. Die Funktionen dagegen tun alles, wie sie sollen.

Proscenic D550 Saugroboter App Interface
Links einzelne Design-Fehler, mittig das Interface und rechts die wählbaren Funktionen.

Mapping

Die Ladestation als Blitz-Symbol, den Saugroboter in Orange dargestellt, kann man live den Standort, Fahrtweg und alle damit verbundenen Messungen in der App nachvollziehen. Während des Reinigungsvorgangs kann man auch mit der Saugkraft variieren, den Roboter stoppen und erneut starten.

Proscenic D550 Saugroboter App Mapping
Das Mapping funktioniert so, wie es soll. Der Saugroboter erkennt nahezu jedes Hindernis und zeichnet es ein.

Die Fahrtlinie auf der Karte sieht ein bisschen aus wie Kindergekritzel (oder auch mein Gekritzel wenn ich mal zeichne), erfüllt aber absolut seinen Zweck. Alle Hindernisse werden zuverlässig und genau eingezeichnet, nach Erstellung der Karte kann man diese dann noch mit No-Go-Zonen spicken oder dem Roboter spezielle Bereiche vorgeben, die er bevorzugt abfahren soll.

Nahezu jeder hat Zuhause eine Ecke, in die der Roboter nicht fahren soll, etwa weil da sensible Möbel stehen oder viele Kabel herumliegen, die Saugroboter noch nicht zuverlässig erkennen können. Entsprechend ist das Einzeichnen von Sperrzonen besonders praktisch – allerdings auch keine neuartige Erfindung. Sollte sich aber im Software-Paket eines jeden guten Saugroboters finden lassen.

Proscenic D550 Saugroboter App Mapping Karte
Sieht sehr wuselig aus, hat aber System dahinter.

Wie sich auf den Screenshots schön erkennen lässt, teilt sich der Roboter die Räumlichkeiten in Bereiche ein, die er dann systematisch in geraden Bahnen abfährt. Das teils wuselig wirkende Kreuz und Quer auf den Screenshots hier war eine äußerst knifflige Situation unter einem Tisch mit sehr vielen Stühlen – die der D550 mit Bravour meistern konnte.

Die Wischfunktion

Wie immer meine Bitte an Saugroboter-Hersteller: Wenn ihr keine wirklich starke Wischfunktion produzieren könnt, macht doch einfach einen reinen, soliden Saugroboter. Das Wischen muss doch nicht sein, wenn es nicht genial ist. Naja, ihr kennt es aus anderen Testberichten: Der Saugroboter zieht einen Wischmopp, auf den Wasser tröpfelt, hinter sich her und fährt damit über den Boden.

So bereitet man die Wischfunktion vor:

Proscenic D550 Saugroboter Wischfunktion Unterseite anbringen
Wassertank mit Wasser füllen und auf der Unterseite mit Mikrofasertuch anbringen.
Proscenic D550 Saugroboter Wischfunktion
So sollte das dann aussehen.
Proscenic D550 Saugroboter Wischfunktion Unterseite
Das war es auch schon.

Entschuldigt meine mangelnde Euphorie für das Wischen bei Saugrobotern, aber ich wurde hier einfach zu oft enttäuscht. Ja, es entstehen keine Pfützen und oberflächlicher Schmutz wird auch aufgewischt. Für alles andere muss man aber selbst nachhelfen, da der Roboter nicht genügend Druck auf den Mopp ausüben kann.

Fazit: Proscenic D550 Saugroboter kaufen?

Ja, kann man machen ohne unglücklich zu werden. Wie erwähnt ist die Optik mindestens diskutabel, der verwendete Kunststoff nicht das Optimum und die Betriebslautstärke etwas hoch. Aber: Von technischer Seite bringt der Proscenic D550 alles mit, was man sich von einem Saugroboter erhoffen kann.

Problematisch ist die preisliche Einordnung, da man für ~390€ auch zum Roborock S50 greifen kann, der den Proscenic dann in einigen Punkten doch hinter sich lässt. Schade, läge der Preis um die 300€, wäre das eine andere Geschichte. Aber auch da hätte er mit dem 360 S5 oder 360 S6 seine Meister gefunden, diese gibt es allerdings nicht Prime-Versand oder Garantie.

Es ist auf dem Saugroboter-Markt mittlerweile sehr unübersichtlich geworden und so richtig will der Proscenic D550 im umkämpften Business seinen Platz nicht finden. Aber es lässt sich positiv festhalten: Proscenic ist als Hersteller auf dem richtigen Weg.

 

  • hohe Saugkraft
  • Navigation und Arbeitsweise vorbildlich
  • Preis
  • verarbeiteter Kunststoff könnte hochwertiger sein
  • hohe Betriebslautstärke
  • Optik des Roboters
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Warum beeinflusst das in keinster Weise unser Testurteil?
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Tim

Mich interessiert Technik, die uns die Arbeit im Haushalt abnimmt - ob beim Staubsaugen oder Fensterputzen. So konnte ich bereits über 50 Saugroboter testen, bei mir dreht aktuell (unter anderem) der 360 S6 seine Runden.

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Kommentare (16)

  • Profilbild von Bummsfalera
    28.05.19 um 19:19

    Bummsfalera

    Mir gefällt er optisch sehr gut!

  • Profilbild von Mitschi01
    28.05.19 um 20:54

    Mitschi01

    Interessantes Gerät, werde den Hersteller zumindest weiter beachten … Konkurrenz ist immer gut.

    • Profilbild von Tim
      29.05.19 um 09:31

      Tim CG-Team

      Hi Mitschi01, absolut, ich freue mich auch immer, wenn nicht nur über Xiaomi geredet wird 😀

  • Profilbild von T78
    29.05.19 um 00:38

    T78

    Toller Bericht.

  • Profilbild von Birgit Fienemann
    29.05.19 um 03:23

    Birgit Fienemann

    Ich bin gespannt – ich denke, der Narwal wird das Ende der die Lappen nur unter sich mitzerrende Saugroboter sein…. Aber was das eigentliche Saugen angeht, da werde ich meinem Roborock wohl noch länger nicht abschwören 😉

    • Profilbild von Birgit Fienemann
      29.05.19 um 03:25

      Birgit Fienemann

      Es muss natürlich heißen "die Lappen nur unter sich mitzerrenden Saugroboter sein". Soviel Zeit muß sein 😉

      • Profilbild von Tim
        29.05.19 um 09:32

        Tim CG-Team

        Hi Birgit Fienemann, bin ich ganz deiner Meinung, wer einen Roboter zum Wischen sucht, wird aktuell beim Narwal fündig. Überlegst du denn, auf den neuen S6 aufzurüsten? Liebe Grüße Tim

  • Profilbild von Kelran
    29.05.19 um 09:36

    Kelran

    Welche Daten werden denn dank des Internet-Zwangs so an den Hersteller übertragen?

    BTW: Gerade Xiaomi übertragt bei den Smartphones fortlaufend Daten nach China, selbst falls man die restriktivsten Einstellungen gewählt hat.

    • Profilbild von Tim
      29.05.19 um 09:38

      Tim CG-Team

      Hi Kelran, man kann die Berechtigungen nach dem einmaligen Einbinden alle wieder entziehen und der Roboter funktioniert trotzdem. Wird wie bei anderen Herstellern auch sein allgemein. Liebe Grüße Tim

      • Profilbild von Kelran
        29.05.19 um 12:19

        Kelran

        Hi Tim,

        vielen Dank für die Antwort. Leider fehlen mir noch viele Infirmationen. Welche Berechtigungen? Den Zugriff auf das Adressbuch bsp.? Oder die Erlaubnis, eine präzise Karte der eigenen Wohnung (wegen SSID inkl. relativ genauer Adresse) auf fremde Server zu übertragen?

        Was bedeutet nachträglich entziehen? Welche Daten wurden denn dann bereits übertragen?

  • Profilbild von Peter
    29.05.19 um 20:02

    Peter

    Könntest du ein Video von der Fahrtweise des Saugroboters machen?

  • Profilbild von Nick Name
    24.10.19 um 17:52

    Nick Name

    Wie kommt er mit Teppichkanten zurecht? Hab einen Teppich an dem mein roborock v1 scheitert

  • Profilbild von Tim
    25.10.19 um 09:10

    Tim CG-Team

    Hi Nick Name, 1,5 cm und nicht zu dickflusig ist möglich, dadrüber wird es eng. Also wenn der V1 das nicht schafft, ist der hier auch überfordert. Liebe Grüße Tim

  • Profilbild von Roxy
    03.11.19 um 16:23

    Roxy

    Hallo!
    Wir sind selbst gerade auf der Suche nach einem Saugroboter mit Wischfunktion.
    Die Auswahl ist einfach viel zu groß!
    Daher bin ich sehr dankbar für die tollen Berichte hier!

    Eine Frage zu diesem Gerät: durch sein Design – das mir im Übrigen auch gut gefällt- kann er doch sicher auch die Ecken gut oder besser saugen, als die üblichen runden Modelle oder?

    Das ist was viele Käufer immer bemängeln und ist auch uns eine Überlegung wert.

    Ich bin gespannt auf die Antwort!
    Vielen Dank schon mal!

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