Ulefone Armor 7: starkes Outdoor-Smartphone im Unboxing

Das Ulefone Armor 7 stellt den neusten Eintrag in die 2016 gestartete Outdoor-Reihe des Herstellers dar. Mit dem Helio P90 Prozessor dürfte es sich außerdem um eins der aktuell leistungsstärksten Outdoor-Smartphones handeln. Das lässt sich Ulefone mit über 300€ allerdings auch gut bezahlen. Unsere ersten Eindrücke haben wir im Video festgehalten:

Youtube Video Preview
Display6,3″ IPS LCD, FullHD+ (1080 x 2340p), 409 PPI
ProzessorMediaTek Helio P90 @ 2,2 & 2,0 GHz
GrafikchipPowerVR GM9446 @ 970 MHz
Arbeitsspeicher8 GB LPDDR4X
Interner Speicher128 GB (microSD bis 256 GB)
Hauptkamera48 MP Samsung S5KGM1 f/1.7, 16 MP Nachtkamera f/2.0, 8 MP Telekamera f/2.4 mit 4 LEDs
Frontkamera16 MP mit f/2.0 Blende in Waterdrop Notch
Akku5.500 mAh mit 15 Watt PumpExpress & 10W kabelloses Laden
KonnektivitätWLAN ac, Bluetooth 5, LTE Band 20, GPS/GLONASS/BDS/Galileo, Hybrid-SIM, USB-C
FeaturesFingerabdrucksensor seitlich, Smart Button, NFC, Benachrichtigungs-LED, IP68/IP69K-Rating
BetriebssystemAndroid 9.0, August 2019
Abmessungen / Gewicht165,85 x 81 x 13,55 mm / 290 g

Ein Outdoor-Smartphone, das sich nicht versteckt

Nachdem das Ulefone Armor 6(E) oder auch das Vernee V2 Pro eher versuchten etwas modischer auszusehen, setzt das Armor 7 wieder komplett auf ein klassisches schwarzes Design. Bei einem Gewicht von stolzen 290 Gramm und Maßen von 165,85 x 81 x 13,55 mm würde es aber auch mit einem aktuell angesagten farbigen Design à la Armor 5 seine Outdoor-DNA nicht verstecken können. Daher ist das Design meiner Meinung nach stimmig und passt zu so einem „Werkzeug“ von Smartphone.

Ulefone armor 7

Die Verarbeitung ist, wie wir in unserem Hands-On feststellen konnten, sehr gut. Alles sitzt fest, die Tasten wackeln nicht und die Hartgummi- und Metallseiten sorgen für Schutz bei Stürzen. Außerdem ist das Armor 7 nach IP68- und IP69K-Standard vor Staub, Wasser (30 Min. in 1,5 m) und Wasser mit hohem Druck geschützt. Diesmal versteckt sich der USB-C-Anschluss auch nicht hinter einer Gummikappe, sondern liegt frei wie bei jedem normalen Smartphone. Der Wasserschutz wird dadurch nicht beeinflusst, man muss den Anschluss vor dem Laden nur vollständig trocknen lassen. Hier hat man das Ulefone mal ein paar Runden in der Waschmaschine drehen lassen, was es überlebte.

Beim Display handelt es sich um ein normales und solides IPS LCD mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln (19,5:9). In Kombination mit der Größe von 6,3 Zoll kommt das Armor 7 auf eine minimalst überdurchschnittliche Pixeldichte von 409 PPI. Die Ränder fallen leider etwas größer aus und auch die Waterdrop-Notch ist größer als die meisten ihrer Art. Für ein Outdoor-Smartphone sind die Ränder aber schon fast klein. Eine Schutzfolie ist direkt vorinstalliert und für besseren Schutz liegt auch ein Panzerglas bei.

Helio P90 & Triple-Kamera

Im Inneren des Armor 7 werkelt der Helio P90. Dieser ist nach dem G90T aus dem Redmi Note 8 Pro der aktuell stärkste Prozessor aus dem Hause MediaTek. Der Octa Core arbeitet mit zwei Kernen mit 2,2 GHz und sechs Kernen mit 2,0 GHz. Die Leistung ist aktuell am besten mit dem Snapdragon 710 aus dem Mi 9 Lite vergleichbar, man muss hier also absolut keine Angst vor schlechter Performance haben. Auch im Ersteindruck lief alles flüssig und ohne Ruckler und auch starkes Multitasking ist dank den 8 GB Arbeitsspeicher möglich. Der Massenspeicher liegt bei 128 GB, kann aber per microSD um bis zu 256 GB erweitert werden.

Bei der Kamera setzt man auf den 48 MP Sensor S5KGM1 von Samsung, welcher auch im Redmi Note 8(T) arbeitet. Dementsprechend sollten die Fotos für ein Outdoor-Smartphone in Ordnung sein, Ulefone hat aber einfach nicht die Softwareoptimierung wie Xiaomi und kann nicht ganz so viel aus der Kamera herausholen. Die zweite Kamera soll mit 16 MP eine spezielle Nachtkamera sein, im ersten Test war der Unterschied zur Hauptkamera aber kaum erkennbar. Mit der kleineren Blendenöffnung von f/2.0 gegenüber der f/1.7 großen Blende der Hauptkamera ist das auch nicht wirklich überraschend. Die dritte Kamera ist für einen zweifachen optischen Zoom zuständig, hier hätte ich mir gerade für Landschaftsaufnahmen eher eine Ultraweitwinkelkamera gewünscht.

5.500 mAh Akku & kabelloses Laden

Als Outdoor-Smartphone braucht das Armor 7 natürlich einen ausdauernden Akku, welcher mit 5.500 mAh immerhin schon sehr groß ausfällt. Ulefone verspricht 25 Stunden Akkulaufzeit beim Telefonieren und eine Ladezeit von unter drei Stunden. Das könnte trotz der Größe durchaus schneller gehen, das beigelegte Ladegerät liefert jedoch nur 15 Watt. Dafür kann man das Handy auch mit 10 Watt kabellos laden, was besonders praktisch ist, sollte der USB-C-Anschluss noch nass sein.

Auch bei der Konnektivität hat man an alles gedacht: WLAN ac, Bluetooth 5, LTE Band 20, GPS/GLONASS/BDS/Galileo, Hybrid-SIM und NFC für Google Pay ist an Bord. Der Fingerabdrucksensor sitzt rechts an der Seite im Rahmen und Face Unlock ist über die 16 MP Frontkamera möglich. Nur bei der Software hängt man mit Android 9 Pie leider noch eine Version zurück und das Sicherheitsupdate könnte auch aktueller als August 2019 sein. Dafür verzichtet man auf Bloatware und installiert nur die nützliche OutDoor-Toolbox sowie alle gewöhnlichen Google-Dienste vor.

Starkes Outdoor-Smartphone zu stolzem Preis

Das Ulefone Armor 7 ist zusammen mit dem Doogee S95 Pro wohl das aktuell leistungsstärkste Outdoor-Smartphone aus China. Im ersten Eindruck konnte auch noch nichts wirklich negativ auffallen außer dem Preis. Denn mit 330€ ist das Armor 7 nicht günstig und allein von der Prozessor- und Kamera-Ausstattung eigentlich überteuert. Allerdings zahlt man hier natürlich vor allem für das gesamte Outdoor-Paket inklusive IP68/IP69K-Rating und robuster Verarbeitung. Für echte Outdoor-Fans oder -Arbeiter also sicherlich einen Blick wert, alle anderen schauen sich für das Geld lieber das Mi 9T Pro oder Realme X2 an.

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Alex

Begeistert von den stets innovativen Smartphones aus Fernost. Seit neuestem teste ich auch einige Wearables und bin oft für unseren YouTube Kanal vor der Kamera.

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Kommentare (7)

  • Profilbild von fuchs
    03.01.20 um 21:56

    fuchs

    Interessantes Teil, aber ich habe mir vor kurzem erst ein Blackview BV9800Pro zugelegt. Trotzdem werde ich dieses Ulefone mal im Hinterkopf abspeichern, falls mich das Blackview entäuschen sollte.

    • Profilbild von pauli
      03.01.20 um 23:49

      pauli

      nach dem baden haben sich kameras von innen beschlagen…..es gibt auch ein video bei youtube,leider auf russisch

    • Profilbild von pauli
      03.01.20 um 23:50

      pauli

      meinte ulefone armor7

  • Profilbild von weini
    04.01.20 um 00:15

    weini

    Habe das Armor 5 für meinen Vater bestellt und es ist das perfekte Arbeiterhandy für ihn – unkaputtbar

    Zum 7er – finde es gut dass die Reihe weiter lebt
    Was ihr testen solltet ist wie die Kamera mit einer anderen App funktioniert (Gcam, footej >> hat beim 5er einiges bewirkt)
    Wichtig wäre auch wie die Akkulaufzeit in bezug auf die Abstimmung der Software ist >> ist ja beim 5er schlecht gemacht.

    Das mit dem offenen usb-port finde ich gar nicht gut, wäre besser sie hätten noch einen Gummistopfen beigelegt

    Ulefone sollte auch aufpassen sich nicht zuverzetteln mit immer schwerer, mehr Funktionen und immer teurer – ich denke der Großteil die das Handy anspricht sind Arbeiter die ein gutes unkaputtbares Handy wollen ohne zuviele Extras.

    • Profilbild von pauli
      04.01.20 um 12:37

      pauli

      usb Deckel kann man bei ali oder ebay für paar cent kaufen 😉ich benutze magnet stecker für mein bv9600 pro ,ist genau so dicht

  • Profilbild von Gast
    04.01.20 um 11:23

    Anonymous

    Mit deutlich geringerer Leistung/Ausstattung aber auch niedrigerem Preis wäre das Ulefone ARMOR X6 einigen vielleicht eine Alternative. Aktuell für 54,23 € https://www.banggood.com/Ulefone-ARMOR-X6-IP68-IP69K-Waterproof-5_0-inch-4000mAh-2GB-16GB-MT6580-Quad-core-3G-Smartphone-p-1616242.html

  • Profilbild von DerHocker
    04.01.20 um 13:24

    DerHocker

    In der Inhaltsübersicht muss es "das sich nicht…" anstatt "dass" heißen.

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