News Xiaomi Mi Robot 1C Saugroboter gelauncht

Mittlerweile bringt Xiaomi neue Haushaltsgehilfen in einem Zyklus auf den Markt, der sich schon fast mit dem Rhythmus an Smartphone-Neuerscheinungen vergleichen lässt. In diesem Jahr waren es bereits zwei Saugroboter, ein Wischroboter und ein Fensterputzroboter. Jetzt wurde der Mi Robot 1C gelauncht. Was hat es mit dem neuen Modell auf sich – und braucht man wirklich einen weiteren Xiaomi Saugroboter?

Xiaomi Mi Robot 1C Saugroboter Performance

Technische Daten: Vergleich mit Mi Robot 1S

Um einen Überblick über alle bisher erschienenen Xiaomi-Saugroboter zu erhalten, schaut in unseren Übersichtsartikel.

Mi Robot 1C

Xiaomi Mi Robot 1C Saugroboter Produktbild

Mi Robot 1S

Xiaomi Mi Robot 1S Saugroboter

Saugkraft2500 pa2000 pa
NavigationDual-Gyrosensor mit TOF-SensorLaser-Raumvermessung mit TOF-Sensor
AppXiaomi Home (Android, iOS)Xiaomi Home (Android, iOS)
Lautstärkek. A.50-65 dB (je nach Saugstufe)
Akku2400 mAh5200 mAh
Staubkammer/
Wassertank
k. A./ 0,2 l elektrischer Tank0,42 l/ keine Wischfunktion
Arbeitszeit2 h2,5 h
Gewicht3,6 kg3,8 kg
Maße35,3 x 35,5 x 8,15 cm34,5 x 34,5 x 9,6 cm
Steigungen15°, bis zu 2 cm15°, bis zu 2 cm
Features
  • Wischfunktion mit einstellbarer Wassermenge
  • Mapping
  • Sprachsteuerung via Xiaomi AI Speaker
  • Raumeinteilung (Einzel- und Mehrraumreinigung)
  • Kartenspeicherung
  • Mapping
  • Sprachsteuerung via Xiaomi AI Speaker

Xiaomi Mi Robot 1C: Flach, wischend, hohe Saugkraft

Was nicht nur Xiaomi-Fans oder Saugroboter-Experten auf den ersten Blick bemerken: Der Mi Robot 1C ist im Vergleich zu den vorherigen Modellen des Herstellers besonders flach. Mit einer Höhe von 8,1 cm passt er unter die meisten Möbelstücke, auch weil sich auf der Oberseite des Roboters kein LDS (Laserdistanzsensor) befindet. Zudem bringt er mit 2500 pa den aktuellen Höchstwert an Saugkraft mit, wodurch er sich voraussichtlich auch gut für die Reinigung auf Teppichen eignet.

Xiaomi Mi Robot 1C Saugroboter Maße
Mit einer Höhe von 8,1 cm passt der Roboter unter die meisten Möbel.

Wer über eine Neuanschaffung eines Saugroboters nachdenkt, der stellt sich oft die Frage, ob es ein Hybridmodell aus Saugen und Wischen werden soll. Xiaomi verbaut daher im 1C einen elektrischen Wassertank, bei dem sich über die uns wohlbekannte Xiaomi Home App regeln lässt, welche Wassermenge vom Tank auf dem Mikrofaser-Wischtuch landen soll. Ob der Wassertank dabei auch vibrieren und somit Druck auf den Boden ausüben kann, ist unklar.

Xiaomi Mi Robot 1C Saugroboter Wassertank
Das zweite Xiaomi-Modell mit Wischfunktion.

Wie schon angemerkt: Der Mi Robot 1C verfügt nicht über eine Laser-Raumvermessung, was das aktuelle Nonplusultra an Navigationsmethoden darstellt. Wie aber findet sich der Roboter dann zurecht in den vier Wänden? Und wie ist es möglich, dass er trotzdem die Live-Mapping-Funktion mit No-Go-Zonen mitbringt?

Xiaomi Mi Robot 1C Saugroboter virtuelle Wände
Auch ohne LDS lassen sich No-Go-Zonen in der App einzeichnen; also Bereiche, die der Roboter nicht abfahren soll.

Navigation und Arbeitsweise

Der Mi Robot 1C navigiert in erster Linie via Dual-Gyrosensor in Kombination mit einem VSLAM-Algorithmus (Visual Simultaneous Localization and Mapping), wodurch das Erstellen einer visuellen Karte möglich ist. Das System kennen wir bereits von den Xiaowa-Modellen, die von Roborock auf den Markt gebracht wurden. Da Roborock die Xiaomi-Roboter produziert, wird man sich an der damals verwendeten Technologie orientiert haben. Die Kartendarstellung auf den gezeigten App-Bildern stärkt diese Vermutung:

Xiaomi Mi Robot 1C Saugroboter App Mapping
Das Mapping ist nicht so akkurat wie mit Laser, kann aber auch ausreichen.

Die schwarze Linse auf der Oberseite kennen wir bereits vom Mi Robot 1S. Dabei handelt es sich um einen TOF-Sensor (Time-of-flight). Mit diesem optischen Sensor erfasst der Mi Robot 1S Türen und Durchgänge deutlich genauer und kann sich in den vier Wänden noch besser orientieren. Technisch betrachtet misst der Saugroboter mit dem TOF Distanzen mit einem Laufzeitverfahren (Geschwindigkeit + Entfernung). Optische Sensoren sind Geräte, die mittels Licht Gegenstände erfassen und sind nicht zu verwechseln mit Kameras.

Wer also bei Wörtern wie „Linse“ oder „optischer Sensor“ Panik bekommt, dem sei gesagt: Der Roboter nimmt keine Fotos, Videos oder Vergleichbares auf.

Xiaomi Mi Robot 1C Saugroboter Navigation
Die schwarze Linse auf der Oberseite kennen wir bereits vom Mi Robot 1S.

Mittels den an der Seite des Roboters verbaute Wandsensoren weiß dieser, was sich neben ihm befindet und versteht entsprechend, wann und wie weit er sich drehen kann, ohne anzudocken. Kollisionssensoren verhindern frontale Zusammenstöße und Abstürze von Höhen, wie etwa von Treppenstufen. Im Inneren des Roboters arbeitet ein CortexTM-A7 Quad-Core Chip. In puncto Hindernisüberwindung soll bei 2,0 cm Schluss sein, was aber ein solider Wert ist.

Ausblick und Einschätzung

Der Preis für das neue Hybridmodell lag beim Launch in China bei nur 1299 Yuan (umgerechnet 164,32€), der Preis in den China-Shops wird vermutlich etwas höher ausfallen. Zwar ist der Roboter bei Geekbuying bereits im Pre-Sale, der dort angegebene Preis wird aber in nächster Zeit noch sinken. Die Shops möchten neue Modelle in erster Linie immer so schnell wie möglich listen, auch den bei Geekbuying angegebenen Versand im November darf man anzweifeln.

Xiaomi Mi Robot 1C Saugroboter Steigungen
Ein Modell, auf das der Markt gewartet hat? Der Preis macht hier die Musik.

Sehr häufig lese ich in den Kommentaren oder in unserer Saugroboter-Community, dass ein großes Interesse an flachen Modellen besteht, allerdings soll das nicht zulasten der Navigation gehen. Beim Mi Robot 1C könnte man letzteres vermuten, andererseits war der optische Sensor beim Mi Robot 1S durchaus ansprechend. Praktischerweise drückt das Fehlen eines LDS den Preis ordentlich in die Tiefe, für 200€ bekommt man hier einiges an verbauter Technik. Und wie man es von Xiaomi kennt, hat sich das Unternehmen etwas bei diesem Schritt gedacht, außerdem darf man eine vorbildliche Verarbeitung erwarten.

Wir halten euch auf dem Laufenden und werden uns so schnell wie möglich ein Testmodell sichern.

Was meint ihr: Schön, dass es das neue Modell gibt oder ist die große Produktvielfalt mittlerweile verwirrend und erschlagend?

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Warum beeinflusst das in keinster Weise unser Testurteil?
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Tim

Mich interessiert Technik, die uns die Arbeit im Haushalt abnimmt - ob beim Staubsaugen oder Fensterputzen. So konnte ich bereits über 50 Saugroboter testen, bei mir dreht aktuell (unter anderem) der 360 S6 seine Runden.

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Kommentare (7)

  • Profilbild von Sushi
    22.10.19 um 11:19

    Sushi

    Solange die app meine map nicht wieder um 45° dreht, wodurch die eingabe einer zonenreinigung zur herausforderung wird…

  • Profilbild von Waldfichtor
    22.10.19 um 13:03

    Waldfichtor

    Endlich einer, der meinen iLife v5s Pro ablösen könnte, bin gespannt 🙂

    • Profilbild von Tim
      22.10.19 um 13:31

      Tim CG-Team

      Hi Waldfichtor, ich werde den Artikel immer mal wieder ergänzen, wenn es Neuigkeiten gibt 🙂 Liebe Grüße Tim

  • Profilbild von Auweia!
    22.10.19 um 13:26

    Auweia!

    Das kann ich nicht nachvollziehen, dass ein Unternehmen, das in einem Segment schon aktiv ist, jede Entwicklung durch Croudfunding bezahlen lässt. Irgendwann muss man seine Gewinne auch mal in Innovation reinvestieren. Auf Dauer kann man die nicht einfach einstreichen und Innovation durch die Kunden bezahlen lassen. Das ist eine echte Frechheit. Coudfunding, das ist für Leute, die neue Ideen haben und einfach keine Kohle, um das produktionsreif zu bekommen. Aber doch nicht für gestandene Unternehmen!

  • Profilbild von linea
    22.10.19 um 16:03

    linea

    Danke für die Infos. Könnt ihr etwas über die Datensicherheit sagen? Gibt es eine Kamera und muss man seine Telefonnummer abgeben?

  • Profilbild von h3ik0
    28.10.19 um 06:15

    h3ik0

    Moin,

    als temporärer Bewohner Shanghais, habe ich das Gerät bereits am Wochenende bekommen und kann hier ein paar Ergänzungen hinzufügen.
    Der Staubbehälter ist mit 600ml etwas größer als der des Mi Robot Vacuum, leider ist dafür der Rahmen des Hepa Filters etwas kleiner, so dass die Filter zwischen den Geräten nicht tauschbar sind.
    Der Sauger hat die üblichen 4 Saugstufen. Mit der Stufe Normal hat er mein Appartement, laut Aufzeichnung 46m² Reinigungsfläche in 60min gesaugt und dabei 77% seines Akkus verbraucht. Die 2std Laufzeit sind nicht zu erreichen, vielleicht im Nachtmodus. Ich habe auch noch einen Mi Robot Vacuum, der die Reinigungsfläche mit 44m² angibt und dafür im Normalmodus 44min braucht.
    In der Mi HomeApp wird der Sauger als Mi Robot Vacuum Mop geführt. Die Saugerinfos sind sogar auf Deutsch (beim Anderen auf Englisch). Es gibt aber (noch) keine Einstellmöglichkeiten für den Wischer. Der Sauger erkennt zwar das er angesteckt ist und es wird auch Wasser ausgebracht, aber eben nicht einstellbar.
    Die Dockingstation in die kleinen Ausführung und lädt den Sauger über 2 Kontakte von unten. Stromversorgung von rechts. Der Sauger lädt nicht solange der Wischertank angebracht ist, fährt aber in die Station.

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