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Redmi Note 11 mit 4/128 GB für 149,90€ bei Amazon

Wer den Hammer-Deal zum Redmi Note 11 beim Prime Day verpasst hat, bekommt die 4/128 GB Version des Redmi Note 11 aktuell für 149,90€ bei Mi.com während der Xiaomi Urlaubstage!

Die Redmi Note-Reihe von Xiaomi dürfte die beliebteste in dem unübersichtlichen Smartphone-Portfolio sein. Nun geht es schon in die elfte Generation, in welcher gerade das Redmi Note 11 mal wieder durch ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen möchte. Schließlich liefert das Handy ein 90 Hz AMOLED Display. Ein Feature, das bis vor einem Jahr nur fast doppelt so teuren Smartphones vorbehalten war.

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Technische Details des Redmi Note 11

Display6,43″ AMOLED (2400 x 1080p), 90 Hz, Gorilla Glas 3
ProzessorQualcomm Snapdragon 680, Octa-Core @ 2,4 GHz
GrafikchipQualcomm Adreno 610 GPU
Arbeitsspeicher4/6 GB LPDDR4X
Interner Speicher64/128 GB UFS 2.2 (erweiterbar)
Hauptkamera50 MP  ƒ/1.9 Blende
8 MP Ultraweitwinkelkamera (118°)
2 MP Makrokamera
2 MP Portraitsensor
Frontkamera13 MP mit ƒ/2.4 Blende
Akku5.000 mAh, 33W Laden
KonnektivitätLTE Band 20, Bluetooth, IR, USB-C, 3,5 mm Klinke, GPS, NFC
FeaturesFingerabdrucksensor Seite, IP53-Rating
BetriebssystemMIUI 13 auf Basis von Android 11
Abmessungen / Gewicht159,87 x 73,87 x 8,09 mm/ 179g

Redmi Note 11 mit Ecken und Kanten

Im Mittelklasse-Bereich muss man sich designtechnisch nicht neu erfinden, Xiaomi macht es auf eine Art trotzdem. Wie schon die China-Version des Redmi Note 11 setzt man in dieser Generation nämlich auf ein kantiges Design, ähnlich wie bei den aktuellen iPhones. Damit setzt man sich von eigenen Modellen, aber auch von der Konkurrenz ab – interessant. Dabei sind 11 und 11S nicht mal ganz so kantig wie die Pro-Modelle, die dadurch noch mehr an die Apple-Geräte erinnern.

Redmi Note 11 Smartphone kantiges Design Verarbeitung

Dafür sieht es auf der Vorderseite vertraut aus. Mit 6,43″ Bildschirmdiagonale orientiert man sich direkt an dem Vorgänger, womit man auch kleiner als die Pro-Modelle mit 6,67″ ist. Dass die Punch-Hole-Frontkamera zentral an der Oberseite ihren Platz findet, war in vergangenen Tagen noch ein eindeutiger Indikator für die Zugehörigkeit in die Mittelklasse. Seit dem Xiaomi 12 ist das nicht mehr der Fall. Diese Zugehörigkeit lässt sich dafür durch den 6 mm dicken Bildschirmrand an der Unterseite festmachen.

Redmi Note 11 Smartphone Punch Hole Display

Die Dicke des Smartphones beläuft sich auf 8,09 mm, die Höhe liegt mit 159,87 mm sogar unter der 16 cm Grenze. Das Redmi Note 11 ist in drei Farben erhältlich: Grau (Graphite Gray), Blau (Twilight Blue) und Hellblau (Star Blue). Wir haben die graue Version bekommen, die schlicht und anfällig für Fingerabdrücke ist. Apropos Fingerabdruck: Der Fingerabdrucksensor sitzt an der rechten Seite und reagiert zuverlässig. Die Schnelligkeit könnte für meinen Geschmack noch direkter ausfallen.

Redmi Note 11 Smartphone Redmi Logo

Verarbeitung

Das Gewicht des Redmi Note 11 liegt bei 179 g, womit es gut in der Hand liegt. Dazu trägt der minimal kleinere Formfaktor ebenfalls bei, ist aber nicht ausschlaggebend. Das „neue“ kantige Design sorgt für ein genauso angenehmes Gefühl in der Hand wie die komplett abgerundeten Seiten, der Rahmen ist schließlich immer noch leicht nach außen gewölbt. Spaltmaße sind zwar sichtbar, aber Xiaomi ist hier ein angenehmer Übergang gelungen.

Redmi Note 11 Smartphone Kamera

Die Druckpunkte der Tasten an der rechten Seite sind gut gewählt, die Aussparungen für die Anschlüsse und Speaker sind sauber gefräst und das Kameramodul steht nur leicht aus dem Gehäuse heraus. Lustigerweise ist das Note 11 sogar nach einem IP53 Rating gegen Sprühwasser geschützt. So ein Rating hat nicht mal das Xiaomi 12 und Xiaomi 12 Pro als aktuelle Flagships, ein paar Regentropfen dürften dem Handy offiziell nichts anhaben.

SO ein Display gibt es für den Preis sonst nicht!

Das Highlight des Redmi Note 11 ist wohl der Bildschirm. Schon in der Vorgängergeneration wechselte Xiaomi von LCD auf AMOLED, zumindest bei drei der vier Modelle. Dass man in der China-Version wieder zurück zu LCD wechselte, machte uns bereits stutzig.

In der Global Version des Redmi Note 11 verarbeitet Xiaomi wieder ein AMOLED-Display mit einer Bildschirmdiagonale von 6,43″, wie im Vorgänger. Die Auflösung beträgt 2400 x 1080 Pixel, die Pixeldichte liegt somit bei 409 ppi, und die Helligkeit bei 700 nits in normaler Nutzung, es sind aber bis zu 1000 nits möglich. Die Besonderheit ist aber die Bildwiederholrate von 90 Hz und die Touch-Abtastrate von 180 Hz, wodurch Eingaben schneller und flüssiger umgesetzt werden. Gorilla Glas 3 schützt das Bildschirm-Panel. Wie schon beim Redmi Note 10 Pro bringt Xiaomi ehemalige Flagship-Features in das untere Mittelklasse-Segment.

Redmi Note 11 Display

Und Xiaomi verbaut hier echt kein übrig gebliebenes Panel, sondern ein überraschend solides OLED-Display. Die Helligkeit könnte auf maximaler Einstellung höher sein, schließlich hat man bei Sonnenlicht mit Spiegelungen zu kämpfen. Auf mittlerer Einstellung ist es überraschenderweise dann aber sogar etwas heller als das Xiaomi 11, dessen Helligkeitsregulierung ich eh kritisiert habe. Die Blickwinkelstabilität passt selbst bei relativ spitzer Betrachtung, einen Color Shift des organischen Materials kann ich nicht erkennen.

Redmi Note 11 Smartphone Display in Hand

Die 90 Hz merkt man beim Scrollen durchaus, für die Geschwindigkeit eines Budget-Handys ist das ein Vorteil. Allerdings merkt man das auch nicht in jeder Pore, Xiaomi hat z.B. die Animationen für App-Öffnung im Redmi Note 11 entfernt. Die App ist dann einfach da, es gibt keinen Übergang, der entsprechend „flüssiger“ wirken könnte.

Displayeinstellungen in MIUI

Durch ein OLED-Display hat man in der Software einfach mehr Optionen als mit einem LCD. Theoretisch passt so der Fingerabdrucksensor unter das Display, was hier nicht der Fall ist. Dafür ist aber ein Always-On Display möglich, der im Standby-Zustand Uhrzeit, Datum und Benachrichtigungen anzeigen kann. Leider, und diesen Fehler hat sich Xiaomi schon mal erlaubt, ist das Always-On Display nicht „immer an“. Sondern nur zehn Sekunden, bisher gibt es noch keine andere Option. Eure selbst erstellte Animation oder eine der vielen anpassbaren Vorlagen sind also nur für 10 Sekunden sichtbar. Fairerweise ist das Handy noch Pre-Release, wir hoffen also, dass Xiaomi das noch fixt.

Redmi Note 11 Smartphone Always On Display Einstellungen

Auch der Dark Mode sieht dank des AMOLED-typischen Kontrastverhältnisses sehr schön aus, einen Lesemodus gibt es ebenfalls. Das Farbschema lässt sich nach drei Presets anpassen, die Temperatur darf man per Farbpalette seinen Bedürfnissen entsprechend festlegen. Bei der Bildwiederholrate habt ihr die Wahl zwischen 60 und 90 Hz, aber keine automatische Anpassung, schließlich wurde auch kein LTPO verbaut.

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Qualcomm statt MediaTek: Schnell genug

Auch im Inneren gibt es einen wichtigen Unterschied zur China-Version. Statt dem MediaTek Dimensity 810 Prozessor darf in der Global Version der Qualcomm Snapdragon 680 an die Arbeit. Der Octa-Core Prozessor bietet bis zu 2,4 GHz Taktfrequenz und wurde sogar im 6nm Herstellungsverfahren gefertigt. Das sorgt für eine bessere Effizienz und sieht man so sonst fast nur in Top-Prozessoren. Dazu kommen eine Adreno 610 GPU sowie 4 oder 6 GB LPDDR 4X Arbeitsspeicher. Der UFS 2.2 Massenspeicher bietet wahlweise eine Kapazität von 64 oder 128 GB.

Anscheinend können sich die Kunden eines chinesischen Redmi Note 11 über den spürbar stärkeren Prozessor freuen, die Benchmarks des Dimensity 810 fallen stärker aus. Ist das eine Samsung Exynos vs. Qualcomm-Situation? Nicht ganz, die Handys unterscheiden sich auch noch in anderen Punkten und der SD 680 hat die bessere Effizient und bessere Optimierung für Spiele auf seiner Seite.

Snapdragon 680

Die Redmi Note-Smartphones perfektionieren schon seit Generationen das „Schnell genug“-Gefühl. Dadurch, dass man sich hier einige Automationen spart, erzielt man einen minimalen Geschwindigkeitsvorteil, dadurch sieht es aber auch nicht so „schön“ aus. Trotzdem hat man hier im Gegensatz zu Top-Modellen diese minimale Verzögerung beim Öffnen von Apps, der Verarbeitung von Fotos und im Multitasking. Unser Testmodell bietet 4 GB RAM, etwas länger geöffnete Apps müssen neugestartet werden. Die 90 Hz refresh rate kann das nur bedingt kaschieren. Trotzdem: Asphalt 9 lässt sich auf hohen Einstellungen ohne bemerkenswerte Framerate-Einbrüche spielen.

Für Standard-Anwendungen im Alltag wie Navigation, Telefonieren, Social-Media und Fotos reicht die Performance aus. Wer mehr bezahlt, kriegt auch mehr. Einen Leistungsschub bemerkt man ab Geräten wie einem Xiaomi Mi 11 Lite 5G NE oder realme GT Master. Auch in einem ähnlich teuren POCO X3 Pro bekommt man deutlich mehr Leistung. Die Performance ist aber insgesamt zufriedenstellend, die 90 Hz helfen dabei. Wenn es das Budget zulässt, würden wir aber die 6 GB RAM Version empfehlen.

Benchmarkergebnisse

Das Redmi Note 10 und Redmi Note 11 verbauen einen sehr ähnlichen Prozessor. Statt dem Snapdragon 678 gibt es nun den 680. In den Benchmarkergebnissen schneidet dieser sogar schlechter ab als der Vorgänger, merkwürdig. In Vergleichsbenchmarks sind diese ingesamt gleich auf, tatsächlich hat der Vorgänger auch da leicht die Nase vorn. Im Alltag ist der Performanceunterscheid nicht in der Form bemerkbar und fällt definitiv nicht so groß aus wie die Benchmarks sagen.

Redmi Note 11 Benchmarks

Im AnTuTu Benchmark hat das Redmi Note 11 knapp 250.000 Punkte, der Vorgänger fällt mir fast 300.000 signifikant höher aus. Das zeigt aber wieder nur sehr gut, dass Benchmarks immer nur eine Tendenz angeben und nicht unbedingt tatsächliche Performance implizieren.

Redmi Note 11 mit zwei Tagen Akkulaufzeit

Der Akku fällt für Redmi Note-Geräte typisch groß aus. Stolze 5.000 mAh dürften gerade in Kombination mit dem effizienten Chip und dem AMOLED-Display für eine besonders gute Akkulaufzeit sorgen. Schon seit dem Redmi Note 4 sind die Handys der Serie eigentlich 2-Tages-Smartphones, auch das Redmi Note 11 ist da zum Glück keine Ausnahme. Im Alltag musste ich mir nie wirklich sorgen um die Prozentanzeige machen. Zwei Tage sind selbst bei mehr als moderater Nutzung möglich. Wenn man das Handy in einem Tag leer bekommt, sollte man seine Bildschirmzeit überdenken.

Das beweist uns auch der PCMark Benchmark, der wie immer bei 50% Helligkeit mit allen aktiven Verbindungen gemessen wird. Der Wert kann dabei problemlos mit der ebenfalls starken Laufzeit des Vorgängers mithalten, der effizientere Chip gleicht hier die höhere Bildwiederholrate aus.

Redmi Note 11 Akkubenchmark

Wenn es dann leer ist, kann man es mit 33W über den USB-C Port an der Unterseite laden. Kabelloses Laden ist nicht möglich, in der Preisklasse wäre das aber auch ein Wunder. Das ist zwar kein Fortschritt gegenüber dem Vorgänger, eine komplette Ladung nimmt aber nur etwa eine Stunde und 15 Minuten in Anspruch. Wer nicht ganz so viel Zeit hat, bekommt in einer halben Stunde schon mehr als die Hälfte der ganzen 100% Kapazität. Das 33W Ladegerät liegt dabei im Lieferumfang.

Wie gut ist die Kamera des Redmi Note 11?

Im Gegensatz zu dem POCO M4 Pro integriert man auch die versprochenen vier Kameras. Als Hauptkamera fungiert auch hier die neue 50 Megapixel Kamera mit ƒ/1.8 Blende, die wir seit dem Redmi 10 in fast jedem Budget-Smartphone sehen. Das sogar herstellerübergreifend, das realme 9i arbeitet ebenfalls mit diesem Sensor. Dazu kommt eine 8 Megapixel Ultraweitwinkelkamera mit ƒ/2.2 Blende und 118° Aufnahmewinkel, eine 2 MP Makrokamera mit ƒ/2.4 Blende sowie ein 2 MP Tiefensensor. Auf der Front versorgt euch eine 13 Megapixel Kamera mit ƒ/2.4 Blende mit Selfies.

Redmi Note 11 Fotografieren

Hauptkamera

Der 50 Megapixel Sensor hat uns im Redmi 10 richtig gut gefallen, im POCO M4 Pro eher weniger. Das Redmi Note 11 liegt irgendwo dazwischen. Da merkt man wieder, dass Hardware nur die halbe Miete ist, der Rest ist computational photography, also Software.

Die Farbwiedergabe ist realtiv akkurat, gerade natürliche Töne wie Grün werden treffend zur Schau gestellt. Rot wird dagegen oft etwas übersättigt dargestellt, das liegt aber noch im Rahmen. Mit natürlichem Licht kann man sehr solide Schnappschüsse machen, die Aufgrund der Auflösung, trotz Pixel-Binning, für Ausdrucke reichen. Wenn der Fokus trifft, stimmt dann auch die Schärfe und man bekommt ausreichend viel Details.

Redmi Note 11 Testfotos Innen Wohnung

Redmi Note 11 Hauptkamera Testfoto Farben Redmi Note 11 Hauptkamera Testfoto Detail

Problematisch ist, dass die Kamera des Redmi Note 11 unterbelichtet. Das hat zur Folge, dass die Fotos dunkel sind, Schatten sind so schwarz, dass dort quasi nichts mehr zu erkennen ist. Das passiert auch schnell bei dunkler Kleidung, so geht Struktur verloren. Dazu kommt ein nicht 100% funktionierender Autofokus. Schon bei einer kleinen Bewegung reicht die Verschlusszeit bei wenig Licht nicht mehr für eine scharfe Aufnahme. „Bewegungsvolle“ Momente festzuhalten dürfte so schwer sein.

Redmi Note 11 Smartphone Testfoto Autofokus

Der Vergleich zum Redmi Note 10, dem Vorgänger, geht nicht unbedingt zugunsten des neuen Modells aus. Die Fotos sind anders. Das lebhaftere Farbprofil des Redmi Note 11 sagt mir mehr zu, dafür sind die Fotos aber eben dunkler und somit oft auch schnell detailärmer. Auch der Autofokus und die damit verbundene Schärfe im Fokusbereich lässt zu wünschen übrig, das hat das Redmi Note 10 teilweise besser hinbekommen. Unter dem Strich sind die Fotos für den Preisbereich immer noch in Ordnung, aber Xiaomi muss hier noch per Software optimieren.

Ultraweit-, Makro- & Frontkamera

Kaum Fortschritt sieht man auch bei den anderen Kameras, hier handelt es sich nämlich um das gleiche Setup. Dementsprechend bekommt man auch nur das Mindestmaß an Ultraweitfotos. Der Aufnahmewinkel ist groß genug um in Landschaftssituation mehr darauf zu bekommen, allerdings braucht man auch zeit zum Stillhalten. Für Gruppenfotos ist sie also aufgrund weniger Details weniger geeignet. Interessant ist aber, dass sie komplett anders als die Hauptkamera belichtet. In Innenräumen mit weniger Licht, sind die Fotos dunkler. Draußen mit viel Licht sind die Fotos deutlich heller.

Redmi Note 11 Testfoto Hauptkamera Ultraweitwinkelkamera

Die 2 Megapixel Makrokamera möchte ich an der Stelle kaum thematisieren, eigentlich ist es ein Unding, dass diese noch verbaut wird. Die Ergebnisse sind so unscharf, dass man diesen Sensor wahrscheinlich einmal ausprobiert und dann nie wieder. Xiaomi würd sich ein Gefallen tun einfach darauf verzichtet. Warum ist die Devise hier lieber überhaupt etwas zu verbauen, auch wenn es schlecht ist? Die Selfies gefallen mir dagegen insgesamt sehr gut. Hauttöne sind für meinen Geschmack gut getroffen, könnten aber noch etwas lebhafter sein. Erfreulicherweise arbeitet Xiaomi hier mit einem Autofokus und keinem Fixfokus.

Redmi Note 11 Makrokamera Testfoto

Redmi Note 11 Testfoto Portraitkamera

Dazu kommt noch ein Portraitmodus, der meiner Einschätzung nach nicht ganz so überzeugt wie in vergangenen Geräten. Die Randerkennung ist ausreichend, aber teils etwas grob. Hinzu kommt, dass das Bokeh etwas zu künstlich ist. Dafür ist cool, dass man diesen Blur-Effekt noch im Nachhinein einmal anpassen kann!

Redmi Note 11 Frontkamera Testfoto Portrait Redmi Note 11 Frontkamera Testfoto Frontkamera

Sogar mit Stereo-Lautsprechern

Bei dem Redmi Note 11 handelt es sich nicht um ein 5G-Smartphone, dazu dient das neue Redmi Note 11 Pro 5G. Dafür gibt es aber LTE Band 20 und 28, welches auf zwei SIM-Slots genutzt werden kann. Der SIM-Slot bietet zudem noch Platz für eine microSD-Karte zur Erweiterung des Speichers. Mit der LTE Nutzung hatten wir im Ballungsgebiet kein Problem, die Verbindung sowie Telefonate im Vodafone-Netz verliefen problemlos. Das hier fehlende 5G findet man zwar in Handys dieser Preisklasse, auch bei Xiaomi, würde ich privat aber nicht als Kritikpunkt sehen. Oder ist das für euch inzwischen ein Must-have?

Redmi Note 11 USB Anschluss

Auch ac-WiFi, Bluetooth 5, GPS und sogar NFC sind mit an Bord, wobei die NFC-Verfügbarkeit wieder vom Markt abhängt. Beim etwaigen Import muss man darauf also achten. In Deutschland scheint NFC wohl auch mit von der Partie zu sein, das können wir aber erst nach dem offiziellen Launch-Event bestätigen. Somit ist auch Google Pay möglich oder man kann es im Smart Home im Zusammenhang mit NFC Tags benutzen.

Redmi Note 11 Kopfhoereranschluss

Auf der Unterseite gibt es neben dem USB-C Port noch einen 3,5 mm Klinkenanschluss, auch der IR-Blaster oben fehlt nicht. Den kann man nutzen, um mit der vorinstallierten „Fernbedienung“-App z.B. euren Fernseher zu steuern. Zudem spendiert Xiaomi dem Redmi Note 11 sogar Stereo-Lautsprecher, seit der letzten Generation ebenfalls ein neuer Standard bei Xiaomi. Die klingen bei Musik sogar räumlich und bieten überdurchschnittlich viel Volumen. Baselines in elektronischer Musik kommen gut rüber, dafür sind für mich die Höhen etwas zu sehr im Mittenbereich. Das sorgt dafür, dass Stimmen in z.B. YouTube-Videos sich nicht ganz so gut vom Rest abheben.

Erstes globales Xiaomi Handy mit MIUI 13

Neben den neuen Redmi Note Smartphones hat man auch MIUI 13 für den globalen Markt vorgestellt, welches in China mit dem Xiaomi 12 eingeläutet wurde. Trotz unserem Test des Flagships ist das Redmi Note 11 also das erste MIUI 13 Smartphone, das wir getestet haben. Allerdings basiert es noch auf Android 11 und nicht auf Android 12. Alle Google-Dienste sind natürlich vorinstalliert, das OS ist auf Deutsch. Der Play Store ist zertifiziert, Widevine Level 1 gibt es ebenfalls.

Redmi Note 11 Widevine Level 1

Apropos OS: MIUI ist das hauseigene Betriebssystem des Herstellers. Trotz Android-Basis dürfte es Stock Android Fans wie ungewohntes Terrain vorkommen, die Optik ist ziemlich stark angepasst. Einen App-Drawer ist zwar jetzt seit einigen Generation mit am Start, Xiaomi bietet aber so viel eigene und Drittanbieter-Apps wie möglich. Mi Cloud, ShareMe, Mi Store, Mi Community oder Mi-Video sind genauso vorinstalliert wie ein eigener Taschenrechner. Aber auch Drittanbieter-Apps dürfen nicht fehlen. Vorinstalliert sind Amazon, Facebook, TikTok, eBay, Amazon Music, AliExpress, Agoda etc. genauso wie acht verschiedene Spiele. Wenn ihr mich fragt: Zu viel Bloatware! Immerhin lässt sich alles davon auch deinstallieren.

Redmi Note 11 AppsWichtig sind dabei neue Features wie Liquid Storage, welches zum Beispiel für eine bessere Langlebigkeit sorgen soll oder auch Smart Balance, welches die Akkulaufzeit verbessern soll. Das alles scheint nun eher im Hintergrund zu agieren, Einstellungen dafür kann man nicht vornehmen. Auch die Sidebar, die in der China-Version des Xiaomi 12 integriert wurde, ist hier nicht zu finden. Generell ist das ein grundlegendes MIUI ohne großartige zusätzliche Features.

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Zur Updatepolitik hat sich Xiaomi bisher nicht geäußert. Da das Gerät noch nicht in Deutschland vorgestellt wurde, haben wir dazu noch keine Information. Während des Testzeitraums gab es noch kein Update und auch der Sicherheitspatch ist noch von 2021.

Preis & Veröffentlichung des Redmi Note 11

Bisher wurde das Redmi Note 11 erst in China vorgestellt, dieses Gerät unterscheidet sich aber in einigen grundlegenden Aspekten von der Global Version. Diese wurde am 27. Januar vorgestellt. Allerdings folgt am 17. Februar noch ein separater, lokaler Deutschland Launch. In diesem werden die Preise für den deutschen Markt bekannt gegeben, momentan haben wir nur „globale“ Preise für andere Märkte.

Wie üblich gibt es das Gerät natürlich in mehreren Konfigurationen. Die kleinste davon kommt mit 4 GB Arbeitsspeicher und 64 GB Gerätespeicher und soll rund 158 Euro kosten. Mit 4 GB RAM und 128 GB Speicher kommt die mittlere Version daher, die ca. 176 Euro kosten. Dann gibt es noch eine Version mit 6 GB und 128 GB, für die dann 203 Euro fällig werden.

Redmi Note 11 Preise

Fazit: Redmi Note 11 kaufen?

Bis jetzt konnten wir eigentlich fast jedes Redmi Note Smartphone für sein Geld blind empfehlen. Das trifft eigentlich auch für das Redmi Note 11 zu: 90 Hz AMOLED, neuer Snapdragon 680 Prozessor, großer Akku mit schnellerem Laden als bei manchen Top-Modellen und nette Extras wie Stereo-Speaker oder NFC. Die Schlagzeile ist dabei das 90 Hz AMOLED, in der Preisklasse ist das noch fast ein Alleinstellungsmerkmal. Ein paar dieser Extras waren vor zwei Jahren noch Flagship-Features.

Die größte Konkurrenz hat Xiaomi, mal wieder, in sich selbst. Das POCO X3 Pro aus dem vergangenen Jahr hat mit dem Snapdragon 860 den noch stärkeren Prozessor und ist zu einem ähnlichen Preis erhältlich. Das Redmi Note 10 Pro bietet sogar ein 120 Hz AMOLED und scheint nicht viel teurer zu sein. Und auch der Unterschied zum Redmi Note 10, dem Vorgänger, ist nicht so signifikant, dass sich ein Upgrade in eurer Hosentasche lohnen würde. Allerdings ist das Handy schon länger nicht mehr verfügbar und die anderen Geräte sind auch nur im starken Angebotspreis in der Nähe des Redmi Note 11. Zudem kommen noch ein paar Software-Fehler und in manchen Bereich kaum ein Fortschritt zum Vorgänger.

Für rund 150€ ist auch das Redmi Note 11 mal wieder ein No-Brainer, also eine klare Empfehlung. Viel mehr kann man für sein Geld nicht erwarten, der Unterschied zum Redmi Note 10 ist dabei aber nur marginal. Sollte sich der Preis im Bereich von unter 200€ ansiedeln, ist das Redmi Note 11 ein Kandidat für die Top 3 der besten Smartphones unter 200€, je nach eigenem Verwendungszweck.

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Warum beeinflusst das in keinster Weise unser Testurteil?
Profilbild von Thorben

Thorben

Mir haben es die China-Smartphones von Xiaomi, Huawei & Co angetan. Wenn ich kein Handy teste, pflege ich unseren Instagram-Kanal.

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Kommentare (80)

  • Profilbild von Helm
    # 16.02.22 um 21:23

    Helm

    Hat es Dual Sim + SD-Karte? Habe irgendwo gelesen es hätte nur Dual Sim oder 1 Sim + SD-Karte, das wäre echt schade.

  • Profilbild von Max Schmitt
    # 15.02.22 um 17:58

    Max Schmitt

    Auf der Homepage von Xiaomi ist aber nur vom Note11 und Note11S die Rede, im Kontext der Vorstellung am 17.02. Ist denn sicher, dass es das Note11Pro ab 17. auch in Deutschland geben wird?

  • Profilbild von jonatan91
    # 14.02.22 um 07:49

    jonatan91

    ohne 5g in 2022? nein danke.

  • Profilbild von Mike
    # 13.02.22 um 23:20

    Mike

    Das mit dem Sometimes-On-Display wird nicht "gefixt", weil es "worked as designed". War schon beim 10er so. Wer die Xiaomi.eu-ROM flasht, hat das Problem nicht.

    • Profilbild von Gast
      # 14.02.22 um 12:14

      Anonymous

      Wenn ich mir erst ne Rom flaschen muss damit eine Funktion funktioniert, dann läuft doch was falsch. Würde ich den Hersteller lieber abstrafen indem ich gleich woanders kaufe ☝️

  • Profilbild von Jan_Dem
    # 13.02.22 um 22:04

    Jan_Dem

    ist Qi-Laden inzwischen bei Redmi angekommen?

    • Profilbild von WAIDER
      # 17.02.22 um 11:21

      WAIDER

      Nein und bei dem Preissegment kannst du lange suchen.

      • Profilbild von Gast
        # 17.02.22 um 12:51

        Anonymous

        Nope. Gigaset kann das auch bei billigen Geräten und da kann man sogar den Akku wechseln 😉
        Und sonst, das S20 Fe??? Gibt es auch unter 400€ und wird noch länger mit Updates versorgt als das hier.

  • Profilbild von Konsoleneunuche
    # 13.02.22 um 21:28

    Konsoleneunuche

    Also für mein Note 10 Pro gibt's auch schon MIUI 13 mit Android 12… 😉
    Optisch ganz schick; paar neue Features entdeckt, nett. MIUI läuft flott und rund. Bisher keine Bugs. ✊👍

    • Profilbild von Thorben
      # 08.03.22 um 10:55

      Thorben CG-Team

      @Konsoleneunuche: Danke für den Hinweis! Welche neuen Features denn?

  • Profilbild von Angelus
    # 13.02.22 um 21:26

    Angelus

    "No-Brainer"… bitte verzichtet auf diese wahrhaft "hirnlose" Ausdrucksweise. Eure durchaus lesenswerten Testberichte werden dadurch weder informativer noch cooler.

    • Profilbild von m404
      # 13.02.22 um 23:44

      m404

      was ist an dem ausdruck "hirnlos" ? (ausser das wortspiel natürlich).
      ist ein ganz regulärer/legitimer englischer ausdruck, mit einer ganz regulärer/legitimen bedeutung. den begriff gibt es schon immer, und du kannst die bedeutung davon auch schon seit ewigkeiten im oxford nachlesen.

  • Profilbild von Benchman1603
    # 27.01.22 um 14:03

    Benchman1603

    Also 64 GB Speicher wäre mir bei Android echt zu wenig, weil einfach locker 20 GB mit "System" belegt werden

    • Profilbild von Gast
      # 27.01.22 um 23:36

      Anonymous

      Man kann ja eine micro SD Karte nutzen.
      Dann reichen 64 GB easy aus

      • Profilbild von 3u51r0
        # 17.02.22 um 13:44

        3u51r0

        SD-Karte ist old school. Kauft euch lieber ein iPhone.

        • Profilbild von Gast
          # 17.02.22 um 14:43

          Anonymous

          klar – und DREIFACHE ABZOCK-ÜPREISE für iphone-speicher-upgrades zahlen???! statt einfach ne 128er-microsd für 13€ zu nehmen?
          *LOL*

          oder fürn fucking 89cent-Ladekabel 29€ abdrücken?!

  • Profilbild von Ulli31
    # 26.01.22 um 23:53

    Ulli31

    Preis ab € 183,21 … wie komme ich an € 150.- ????

    • Profilbild von Buhmann
      # 27.01.22 um 09:01

      Buhmann

      Einfach mal 4 bis 8 Wochen warten, bis die Verfügbarkeit hoch ist.

  • Profilbild von pittrich67
    # 26.01.22 um 18:49

    pittrich67

    4GB Arbeitsspeicher reichen völlig aus. Auch 64GB Speicherplatz gehen völlig in Ordnung. Als fehlendes Alleinstellungsmerkmal ist nur Qi zu nennen. Und endlich in allen Redmi/Xiaomi Geräten!

    • Profilbild von TheMrN1ko1
      # 13.02.22 um 23:30

      TheMrN1ko1

      wozu qi? dauert mir eh zu lange. steck ich lieber schnell ans Kabel und gut ist die Geschichte.

    • Profilbild von sakadragon
      # 13.02.22 um 19:14

      sakadragon

      NFC und 5g wäre gut.

      • Profilbild von pittrich67
        # 13.02.22 um 19:28

        pittrich67

        NFC wird sicherlich dabei sein. 5G ist in Deutschland überbewertet.

        • Profilbild von Möwe111
          # 13.02.22 um 20:01

          Möwe111

          QI ist total überbewertet…

  • Profilbild von Gast
    # 26.01.22 um 15:16

    Anonymous

    Schnelles laden ja warum auch nicht, die meisten Käufer dieser Preisklasse kaufen ja eh paar Monate später das nächste 🙈😂

  • Profilbild von Gast
    # 26.01.22 um 14:20

    Anonymous

    Mir gefällt das Design und ich hole mir das note 11 oder das pro auf jeden Fall

  • Profilbild von Buhmann
    # 26.01.22 um 14:15

    Buhmann

    Sieht gut aus. Sd 690 wäre jetzt halt cool gewesen. Aber so als Mutti Smartphone, ganz brauchbar. Amoled mit 90 Hz ist schon cool. Denke im Angebot für 150 € bis 170 € ganz klar vorn dabei. Bisschen 5G hätte echt nicht geschadet.

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