MinSu NV-01 Saugroboter mit Mapping für 154,59€ im Test

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Die 2000 pa Saugkraft des RoboRock S50 als Höchstwert sind unerreicht, dieses neue Modell wurde mit 2200 pa angekündigt, jetzt ist allerdings von 1500 pa die Rede. Der MinSu NV-01 Saugroboter ist seit kurzer Zeit bei GearBest verfügbar. Da lassen wir uns nicht lumpen und testen den neuen Roboter. Kann MinSu mit den etablierten Herstellern mithalten?

Minsu NV-01 Saugroboter

Technische Daten: Vergleich zum RoboRock S50

MinSu NV-01Xiaomi RoboRock Sweep One
Saugkraft1500 pa2000 pa
AppWeBack (Android, iOS)Mi Home (Android, iOS)
NavigationGyrosensorLaser-Raumvermessung
Lautstärke65 dB65-67 dB
Akku2600 mAh5200 mAh
Staubkammer/Wassertank0,5 l/0,1 l0,48 l/0,3 l
Arbeitszeit1,5 h2,5 h
Gewicht2,8 kg3,5 kg
Maße33,0 x 33,0 x 8,5 cm (durchschnittlich hoch)35,3 x 35,0 x 9,9 cm
Steigungen15°, bis zu 1,5 cm20°, über 2 cm
CE-Kennzeichenjanein
Features
  • App-Steuerung
  • Mapping
  • Alexa-/ und Google HomeSteuerung
  • Wischfunktion
  • App-Steuerung
  • Mapping mit Raumeinteilung und No-Go-Zonen
  • Alexa-/ und Google Home Steuerung
  • Wischfunktion
  • Teppicherkennung

Ja, der Vergleich zum besten Saugroboter ist ziemlich fies für ein Modell, das 200€ weniger kostet. Aber: In Sachen Funktionsumfang mus sich der NV-01 gar nicht sonderlich verstecken. Auch die anderen technischen Daten lesen sich gut. Nun denn: Finden wir heraus, wie gut der MinSu wirklich ist.

Lieferumfang

Im Lieferumfang findet sich außer dem Saugroboter:

  • Ladestation mit CN-Ladekabel (EU-Adapter benötigt)
  • 0,1 l Wassertank mit zwei Mikrofasertüchern (eins bereits am Tank angebracht)
  • zusätzlicher HEPA-Filter (einer bereits in Staubkammer)
  • Fernbedienung (ohne zwei AAA-Batterien)
  • zusätzliche Abdeckung für die Saugöffnung
  • zwei zusätzliche Bürstenköpfe (zwei auf Unterseite des Roboters)
  • kleines Reinigungswerkzeug
  • Bedienungsanleitung auf Englisch
Minsu NV-01 Saugroboter Lieferumfang
Joa, ein standardmäßiger Lieferumfang halt.

Im Lieferumfang findet sich nichts Besonderes. Beim Öffnen der Verpackung war ein doch nicht zu unterschätzender Plastikgeruch zu vernehmen, welcher nach drei Tagen erst verfliegen sollte. Liegt wohl daran, dass wir eins der ersten neuen Fabrikate erhalten haben. So alt ist der MinSu schließlich noch nicht.

Minsu NV-01 Saugroboter Aufsatz Ladekabel EU-Adapter
Da sich im Lieferumfang ein CN-Ladekabel findet, braucht man einen EU-Adapter.

Design und Verarbeitung

Erster Gedanke: Der NV-01 weist eine krasse optische Ähnlichkeit zum Haier XShuai HXS-C3 auf. Nur hatte der eine Kamera, weniger Saugkraft und ein paar mehr Bedienelemente auf der Oberseite. Also kann man den Gedanken, dass es sich hier um einen Klon handelt, schnell verwerfen. Aber diese runde, leicht massige Erscheinung ist auch hier gegeben.

Minsu NV-01 Saugroboter Maße
Eine Mischung aus rund und eckig. Sieht auf jeden Fall ulkig aus.

Mit den Maßen 33,0 x 33,0 x 8,5 cm ist der Roboter trotz seiner leicht klobig wirkenden Erscheinung aber gar nicht mal viel breiter oder höher als andere Modelle. Auch das Gewicht von 2,8 kg ist nicht die Welt, anheben sollte ihn also jeder können. Die hochklappbare Oberfläche ist aus Leichtmetall und fühlt sich entsprechend wertiger an als die sonst so gewohnten Kunststoffoberflächen.

Allgemein machte der Roboter auf mich einen sehr wertigen Eindruck, bis ich dachte, ich hätte noch etwas überflüssige Verpackung entdeckt.

Minsu NV-01 Saugroboter Verarbeitungsfehler
Fuck, ich wollte das nicht! Sorry Bro.

Also wie auf dem Bild zu sehen, ist das Plastik vorne wohl nicht dafür gedacht, entfernt zu werden. Ich frage mich im Nachhinein, ob das jetzt meine Schuld oder ein Verarbeitungsfehler ist. Da sich in vielen Verpackungen aber auch solche Kunststoffverkleidungen finden lassen, bin ich es gewohnt, diese immer abzumachen. Naja, shit happens.

Dennoch ein Minuspunkt in diesem Bereich: Der NV-01 hat keinen Bumper vorne, entsprechend keinen flexiblen Schutz, der nachgibt, wenn er gegen Möbelstücke fährt. Das ist ein Must-Have für Saugroboter und – da es hier fehlt – ein No-Go. Das wollte MinSu wohl mit dem Plastik vorne regeln…

Minsu NV-01 Saugroboter Design
Vorne hat der Saugroboter zwar Sensoren, aber keinen Bumper.

Ansonsten finde ich, hat MinSu hier einiges richtig gemacht, ich mag das Design trotz der etwas außergewöhnlichen Form. Bis auf die eine Ausnahme ist die Verarbeitung auch gut, alle Einzelteile sitzen fest beisammen und nichts wackelt.

Das Display

Ich bin nicht wirklich ein Freund von Displays, optisch gefallen mir schlichte, durchgehende Oberflächen mehr. Außerdem ergeben die Displays nicht wirklich immer Sinn (eine durch die Wohnung rollende Uhrzeit?). Auch beim MinSu hätte man sich aus meiner Sicht das Display ruhig schenken können. Wie dem auch sei, folgende Anzeigen lassen sich auf dem Display ablesen:

MinSu NV-01 Saugroboter Display Anzeige
Was hiervon braucht man, wenn man die App nutzt? Exakt, nichts.

Drei Bedienelemente finden sich unter dem Display:

  • Zurück zur Ladestation
  • Automatische Reinigung („normale“ Reinigung)
  • Wischfunktion anschalten
Minsu NV-01 Saugroboter Design Display
Das Display samt Bedienelementen.

Funktionieren alle, man kann aber auch einfach die App oder die Fernbedienung verwenden.

Ladestation

Die Ladestation ist das übliche Plastikkonstrukt, das mich langsam zu nerven beginnt. Warum nicht mal ein bisschen Liebe in eine Station stecken wie etwa beim RoboRock S50? Zumindest für mich als Tester wäre das nach zig getesteten Modellen mal spannender. Vor dem Aufladen muss man den Roboter anschalten. Fun-Fact: Er grüßt mit den Worten „How can I serve you, Master?“.

Minsu NV-01 Saugroboter Ladestation Design
Das Design ist typisch China-Ladestation.
Minsu NV-01 Saugroboter Ladestation Unterseite
Auf der Unterseite finden sich kleine Kunststoffflächen, die das Verrutschen der Station verhindern.

Der Saugroboter lässt sich auch direkt über das Ladekabel laden (EU-Adapter benötigt), falls einen das grüne Leuchten auf der Ladestation während des Ladevorgangs nachts stören sollte.

Minsu NV-01 Saugroboter Ladestation
Nach einer Ladezeit von 5 h ist der Saugroboter für 1,5 h einsatzbereit.

Ich empfinde die Ladezeit von 5 h immer noch als zu lang für so kleine Geräte, allerdings bekommt man das ja meistens gar nicht mit. Schließlich laden die runden Freunde während man schläft oder unterwegs ist. Durch den verbauten Infrarotsensor dauert es (je nach Wohnungsgröße) unter einer Minute, bis der NV-01 die Ladestation wiederfindet.

Minsu NV-01 Saugroboter Infrarotsensor
Über den Infrarotsensor erkennt der Saugroboter das Signal der Ladestation und findet diese recht schnell.

Die Staubkammer

Einmal die solide Klappe auf der Oberseite nach oben klappen, schon kommt man an die 0,5 l große Staubkammer heran. Diese Füllmenge ist völlig in Ordnung für einen Saugroboter. Falls es nicht zu dreckig in den vier Wänden ist und man den Roboter regelmäßig an die Arbeit setzt, reicht das aus.

Minsu NV-01 Saugroboter Klappe
Unter der Klappe findet sich die Staubkammer.
Minsu NV-01 Saugroboter Staubkammer
Diese ist mit einer potenziellen Füllmenge von 0,5 l ausreichend groß.

Allergikerhinweis: Die Kammer lässt sich ohne direkten Kontakt mit dem Inhalt leeren.

Saugkraft und Navigation

An dem direkten tabellarischen Vergleich mit dem aktuellen Top-Modell S50 wird deutlich, dass sich beide Modelle doch etwas mehr unterscheiden, als nur in der Saugkraft. Aus meiner Sicht ist die Saugkraft ein sehr wichtiger Faktor, als deutlich wichtiger empfinde ich allerdings die Navigation eines Saugroboters.

So bringt der MinSu NV-01 mit 1500 pa Saugkraft zwar einen der höheren Werte der von uns bereits getesteten Roboter mit, im Vergleich zur Laser-Raumvermessung des RoboRock S50 oder 360 S6 kommt der NV-01 aber „nur“ mit einem Gyrosensor daher.

Minsu NV-01 Saugroboter Sensoren
Vorne findet sich der Gyrosensor, worüber der Roboter navigiert und weitere Hindernis- und Absturzsensoren.

Während bei der Laser-Raumvermessung der ganze Raum mit allen Möbeln komplett gescannt und vermessen wird, funktioniert der Gyrosensor anders. Ein Gyrosensor merkt sich die Drehungen des Roboters (meist von der Ladestation an) und registriert vor sich befindliche Hindernisse. So weiß der MinSu NV-01 nicht genau, wo er sich im Raum befindet, aber welchen Weg er zurückgelegt hat. Dennoch verspricht der Hersteller eine Abdeckungsrate von 99% in den Räumlichkeiten (Fläche, die er abfährt). Machbar?

Minsu NV-01 Saugroboter Logo
Der Hersteller verspricht eine Abdeckungsrate von 99%.

Hinderniserkennung und Arbeitsweise

Machbar ja, allerdings nicht für die Art der Hinderniserkennung des NV-01. Das Positive hierbei ist gleichzeitig sein Problem: Er erkennt Hindernisse frühzeitig, bremst dann ab und fährt nur selten gegen ein Möbelstück oder anderweitiges Hindernis. Allerdings hat er vor diesem Hindernis dann soviel Respekt, dass er es nicht richtig anfährt und somit Staub davor und daran nicht entfernt. Zudem erkennt der Minsu nur Hindernisse, die sich auf Höhe seiner vorne verbauten Sensoren befinden. Ergo ist die Abdeckungsrate deutlich niedriger.

Minsu NV-01 Saugroboter Reifen
Mit den Reifen auf der Unterseite überwindet der NV-01 Hindernisse bis zu 1,5 cm Höhe.

Im Inneren des MinSu arbeitet ein ARM380S Chip, hinzu kommt ein integrierter SLAM-Algorithmus (SLAM steht für Simultaneous Localization and Mapping), der in Kombination mit dem Gyrosensor das autonome Arbeiten verbessert. Das funktioniert bei den beiden Xiaowa Saugrobotern aber deutlich besser, wenn es hier auch nicht allzu schlecht funktioniert. Der MinSu fährt theoretisch im Z-Shaped-Modus (gerade Linien von Hindernis zu Hindernis), praktisch macht er aber auch einige unerklärliche Schlenker.

Minsu NV-01 Saugroboter Unterseite
Von den beiden Bürstenköpfen auf der Unterseite gelangt der Dreck in die Einzugshaube.

Auch wenn Saugroboter darauf ausgelegt sind, zu arbeiten, während wir nicht zuhause sind, lassen wir sie häufig ein paar Runden drehen, wenn wir uns im selben Raum befinden. Wir sind ja nicht wild darauf, selber staubzusagen. 😉 Daher ist es sehr wichtig, dass wir von dem Betriebsgeräusch nicht gestört werden. Zumutbar ist hier ein Lautstärkepegel von 65 dB (Menschen unterhalten sich in einer durchschnittlichen Lautstärke von 60 dB). Mit einer Betriebslautstärke von 65 dB gehört der Saugroboter zu den lauteren Modellen.

App-Steuerung mit „WeBack“

Für mich ist es das Wiedersehen mit einem alten Bekannten – oder sollte ich besser sagen – Rivalen? Die App „WeBack“ (Android, iOS) hieß früher „Huiba“, „Homer“ und „Yomey“. Scheinbar konnte man sich endlich auf einen Namen eignen. Damals hatte sie mich im Test des Haier XShuai T370 den letzten Nerv gekostet und ich hoffte, diese App nie wieder herunterladen zu müssen. Nun denn, jeder hat eine zweite Chance verdient.

MinSu NV-01 Saugroboter WeBack App Registrierung
Registrierung per Mailadresse, erst dann kann es losgehen.

Leider spielt die App das heutzutage übliche Lied: Registrierung mit Mail-Adresse ist notwendig (Spam-/Wegwerfadresse verwenden), wer noch mehr über sich preisgeben möchte, gibt seine Handynummer an. Darauf erhält man einen Verifizierungscode. Nach der Registrierung kann man dann den Roboter mit dem WLAN verbinden. Immerhin geht es recht schnell und unkompliziert.

Verbindung mit dem WLAN

Wie immer der Hinweis: Der Saugroboter lässt sich nur mit einem 2,4 GHz-Netzwerk verbinden. Da 5 GHz bei neueren Routern Standard sind (meistens geht beides gleichzeitig), muss man das entsprechend umstellen. Eine Suchmaschinenanfrage danach gibt Aufschluss, ist nicht allzu kompliziert.

MinSu NV-01 Saugroboter WeBack App Roboter hinzufügen
QR-Code scannen, Roboter in den Konfigurationsmodus (Hauptbutton gedrückt halten).

Innerhalb der App findet sich ein kurzes Anleitungsvideo zur Verbindung mit dem WLAN. An sich ist es aber simpel: WLAN-Passwort eingeben, „ROBOT###“ als WLAN auf dem Smartphone wählen, zurück zur App. Wer vorher alles richtig gemacht hat, muss dann nur noch wenige Sekunden warten.

MinSu NV-01 Saugroboter WeBack App Roboter WLAN-Verbindung

Et voilà. Der Roboter ist verbunden und wir haben die Hauptbedienfläche auf dem Smartphone.

MinSu NV-01 Saugroboter WeBack App
Der Roboter ist verbunden, jetzt kann es losgehen.

Einige Einstellungen lassen sich vornehmen, nicht alle davon machen Sinn. Für Firmware-Updates muss sich der Saugroboter an der Ladestation befinden. Die Arbeitszeiten lassen sich sehr simpel hinzufügen, „Zeitplan erstellen“ heißt das bei WeBack. Auch lässt sich ein Namen für den Roboter vergeben, was natürlich eine Spielerei ist.

MinSu NV-01 Saugroboter WeBack App Einstellungen
Die Einstellungsmöglichkeiten innerhalb der App.

Folgende Funktionen hat man in der App:

  • Fernbedienung
  • Mapping
  • Arbeitszeiten einplanen
  • Wall-Funktion (Roboter fährt gezielt Wände ab)
  • zurück zur Ladestation schicken
  • Wischfunktion starten

Die auf dem Papier spannendste Funktion ist das Mapping. Schauen wir sie uns also genauer an.

Mapping

Durch den Gyrosensor fällt eine spannende, in der Saugroboter-Welt nicht mehr wegzudenkende Möglichkeit nicht weg: Das Mapping, sprich das Erstellen einer virtuellen Karte, ist auch mit Gyrosensor möglich, da die Hindernisse ja auch erkannt werden. Das kennen wir etwa vom IMASS A3S oder dem neuen Xiaowa E35. Die Karte lässt sich dann live in der App nachvollziehen. So wissen wir etwa, wenn der Roboter ohne unser Dasein seine Runden dreht, wie er gerade fährt.

MinSu NV-01 Saugroboter Mapping
Das Mapping wirft die Frage auf, was man mit der erstellten Karte anstellt. Rechts: Die Fernbedienung in der App.

Wie oben an den Screenshots zu erkennen, weiß man durch das Mapping allerdings überhaupt nicht, wo in der Wohnung sich der Roboter gerade befindet – weil sich keine Wohnung erkennen lässt. Der Xiaowa E35 nutzt das gleiche Mapping-System, zeichnet aber auch Linien dort ein, wo sich Wände oder Hindernisse befinden. Der NV-01 fährt Schlangenlinien, die sich nachvollziehen lassen, zeichnet aber keine Wände ein. Was das Ganze dann bringt? Exakt, gar nichts.

Raumeinteilung ist ebenso nicht möglich, ergo hat man hier eine nette Karte, kann aber nichts damit anfangen. Hinzu kommt, dass der NV-01 die Karte während einer Reinigung auch gerne mal verliert, wenn die WLAN-Abdeckung in gewissen Bereichen der vier Wände nicht optimal ist. Dann startet er das Mapping einfach neu, fährt aber nicht alle Bereiche nochmal ab. Fazit zum Mapping: Mangelhaft und unnötig.

Steuerung per Fernbedienung

Eine Fernbedienung, die wir schon vom Viomi VXRS-01 kennen und den gleichen Charme einer TV-Fernbedienung aus den 90ern verströmt. Naja, zumindest funktioniert sie, sobald man die zwei AAA-Batterien eingesetzt hat. Diese finden sich nicht im Lieferumfang, hat man meistens aber noch in irgendeiner Schublade rumliegen.

Da ich bei der Tastenbelegung nicht unbedingt eindeutig finde, was sich dahinter immer verbirgt, habe ich euch die einzelnen Tasten beschriftet. Dann müssen die Besitzer des Roboters nicht lange herumprobieren.

MinSu NV-01 Saugroboter Fernbedienung Tastenbelegung
Die Tastenbelegung der mitgelieferten Fernbedienung.

Wischfunktion

Der Wassertank sollte nur mit maximal 50 ml Wasser aufgefüllt werden. Füllt man mehr ein, wird das Mikrofasertuch sehr nass, da das Wasser recht schnell durchläuft und der Mopp dieses schnell auffängt. Entsprechend wird der Boden nasser als erwünscht und es bilden sich Pfützen. Wenn man das beachtet, kann man mit der Wischfunktion arbeiten, selber wischen ist aber immer noch deutlich sinnvoller.

So bereitet man die Wischfunktion vor (die meisten werden es schon aus anderen Tests kennen):

MinSu NV-01 Saugroboter Wischfunktion Wassertank
1. Wassertank mit Wasser befüllen.
MinSu NV-01 Saugroboter Wischfunktion Anbringung
2. Wassertank mit Mikrofasertuch auf der Unterseite anbringen.
MinSu NV-01 Saugroboter Wischfunktion
3. Die Wischfunktion ist einsatzbereit.
MinSu NV-01 Saugroboter Wischfunktion Button
4. Wischfunktion über Button oder App starten.

Wie so oft bei den vielen Modellen mit Wischfunktion, die einen Wischmopp hinter sich herziehen, wird man nicht hundertprozentig glücklich. Zwar wird der Boden etwas sauberer, ersetzt das manuelle Wischen aber keineswegs.

Steuerung über Amazon Alexa und Google Home

Wer Amazons Alexa sein Eigen nennt, kann sich über die mitgebrachte Steuerung mit ebendieser freuen. So lässt sich der Saugroboter per Sprachsteuerung starten (Alexa, starte Saugroboter) oder stoppen. Das ist für Benutzer sicherlich praktisch, allerdings auch kein besonders neues oder spannendes Feature mehr heutzutage. Zudem sind das auch extrem wenige wählbare Befehle, wenn man mal ehrlich ist. Mehr Funktionen gibt es bei Google Home auch nicht.

Fazit

Tatsächlich hielt sich meine Begeisterung vor dem Test des MinSu NV-01 in Grenzen. So dachte ich mir im Vorfeld: Ja, viele Funktionen, aber die App kannte ich ja noch von früher – und hat mich in der Vergangenheit den letzten Nerv gekostet. So sah ich in diesem Modell eher einen verbesserten Haier XShuai als eine wirkliche Konkurrenz zu den Top-Modellen. Am Ende des Tages sollte sich der MinSu NV-01 auch als ebendies herausstellen: Ein gutes Einsteigermodell, allerdings zucken Xiaomi oder Ecovacs da nur mit den Schultern.

Für den Preis von ~150€ bekommt man hier schon sehr viele Features fürs Geld, die bis auf das Mapping auch alle verhältnismäßig gut funktionieren. Die App ist nicht mehr kompletter Murks wie noch zu Zeiten des T370, wenn auch nicht so geil wie die des Ozmo 930 oder RoboRock S50. Der MinSu NV-01 reiht sich in eine Vielzahl mittelpreisiger Modelle ein, die vermutlich irgendwann in Vergessenheit geraten werden. Schade.

 

  • viele Funktionen für kleines Geld
  • Saugkraft
  • Registrierung in der App nur mit Mailadresse oder Handynummer
  • Mapping mangelhaft
  • kein Bumper
  • erkennt nur Hindernisse auf Höhe der vorderen Sensoren
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Profilbild von Tim

Tim

Mich interessiert Technik, die uns die Arbeit im Haushalt abnimmt - ob beim Staubsaugen oder Fensterputzen. So konnte ich bereits über 100 Saugroboter testen, bei mir dreht privat (unter anderem) der Deebot T9+ seine Runden.

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Kommentare (15)

  • Profilbild von Snuffi
    # 02.12.18 um 17:58

    Snuffi

    Als ich "Roboter mit starker Saugkraft" las, musste ich sofort an die Fellatio Forelle denken…. ?

  • Profilbild von peet
    # 02.12.18 um 18:33

    peet

    Die Fellatio Forelle für 300 ist mir
    dann doch lieber 🙂

  • Profilbild von 12345@#€_&
    # 02.12.18 um 19:48

    12345@#€_&

    Ich glaube Ihr meint den Ilife X800 und nicht X500 ?

    • Profilbild von Tim
      # 04.12.18 um 09:28

      Tim CG-Team

      Manchmal kommt man mit den ganzen Modellbezeichnungen und Zahlen durcheinander. Danke für den Hinweis!

  • Profilbild von JW
    # 03.12.18 um 15:38

    JW

    @Tim: Aktuell gibt es ihn bei GB für $166.15 im Flashsale per Priority Line. Das sind dann ca 143, – EUR.

  • Profilbild von Steffen
    # 02.01.19 um 12:09

    Steffen

    Im Gearbest Angebot hat der Sauger nur 1500pa nicht wie ihr werbt mit 2200pa. Und 1500 sind jetzt nicht mehr ganz so attraktiv.

    • Profilbild von Tim
      # 02.01.19 um 12:30

      Tim CG-Team

      Hi Steffen, das wurde bei GearBest wohl umgestellt und im Vorfeld von deren Seite falsch beworben. Aber danke für den Hinweis, ist editiert. Liebe Grüße Tim

  • Profilbild von 12345@#€_&
    # 02.01.19 um 13:15

    12345@#€_&

    Ein ausführlicherer Test kann da denke ich nicht schaden ? Würde mich freuen!

  • Profilbild von daniel12345
    # 02.01.19 um 21:26

    daniel12345

    Mich würden tatsächliche daten die ihr getestet habt intrressieren.

  • Profilbild von Doris
    # 03.01.19 um 10:36

    Doris

    Gearbest ist einfach ein Dreck. Die Schummeln mit den Preisen. Da die Seite berühmtheit erlang hat sind die Preise plötzlich viel höher. Ich bleib bei Aliexpress/DHgate und Alibaba.

  • Profilbild von JW
    # 03.01.19 um 12:15

    JW

    Ich glaube, den will man nicht. In dem Video https://www.youtube.com/watch?v=uyx_i4U86aw verschiebt der sogar die Einzäunung. Lieber 50,- mehr für den 1. Mi Robot.

  • Profilbild von mehamis
    # 31.01.19 um 01:04

    mehamis

    Ich habe den Sauger seit 2 Wochen und bin für den Preis sehr zufrieden. Ich hatte vorher einen Ilife im Einsatz und habe ihn ersetzt. Für den größeren Bereich habe ich außerdem noch dem Xiaomi 1. Generation im Einsatz. Mit diesem ist er natürlich nicht zu vergleichen.
    Positiv: Große Staubkammer, optisch hochwertig (Deckel aus Metall, z.B.), Saugkraft gut, Mapping und Steuerung per App und Alexa funktioniert gut
    Negativ: Er hat keine „Stoßstange“, die nachgibt, wenn er auf Hindernisse stößt, die er vorher nicht gesehen hat. So kann es sein, dass er 2 Sekunden, gegen ein Hindernis drückt, bevor er dieses realisiert..
    Witzig: Wenn man ihn einschaltet, sagt eine weibliche Stimme: „How can I serve you, Master?“ ?

  • Profilbild von Gast
    # 11.03.19 um 10:59

    Anonymous

    😀 Da hast du beim Auspacken den Bumper abgerissen 😀
    Naja, teilweise hast du ja recht, wenn du sagst, dass solches Material meist zum Schutz verpackt wird, aber ein Blick auf das Bild, das du vom Roboter gemacht hast, sagt mir zumindest, dass das da hin gehört, weil der eben KEINEN Bumper hat. Selbst die Teilweise den Bumper haben, haben noch so Mossgummi zum Schutz.

    Naj, mein Fall ist der Sauger nicht. Finde das der scheisse aussieht. Und wenn ich mir die Negativliste anschaue, kann ich darauf gut verzichten.

    • Profilbild von Tim
      # 11.03.19 um 11:39

      Tim CG-Team

      Haha 😀 Ja ich bin nicht stolz drauf, war etwas irritierend. Kann deinen Eindruck voll nachvollziehen.

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