Was du über Drohnen wissen musst – und wie du selbst zum Piloten wirst

Du hast wahrscheinlich auch schon von ihnen gehört, ob nun als modernes Hobby oder falls mal wieder eine dort abgestürzt ist, wo sie eigentlich nicht hätte fliegen dürfen: Sogenannte Drohnen. Immer modernere und dennoch erschwingliche Modelle kommen auf den Markt, immer mehr Exemplare werden verkauft und immer ausgefallenere Geschäftsideen werden erdacht. Drohnen werden voraussichtlich in kurzer Zeit aus unserem Alltag gar nicht mehr wegzudenken sein.

Xiaomi Mi Drone 4K

  1. Was sind überhaupt Drohnen und was können sie?
  2. Für jeden Bedarf das richtige Modell
  3. Was muss ich gesetzlich beachten?
  4. Was taugen Drohnen aus China?

Wer sich eine Weile auf China-Gadgets.de umgesehen hat, wird merken, dass Drohnen bzw. Quadrocopter, wie die am weitesten verbreitete Bauweise auch genannt wird, eine unserer großen Leidenschaften sind. Damit sind wir nicht allein: Nach Prognosen der US-Luftfahrtbehörde FAA wurden 2016 rund 1,9 Millionen zivil genutzte Drohnen verkauft, und diese Zahl könnte bis 2020 auf 4,3 Millionen ansteigen.

Ihr wollt auch mit dem Hobby Drohnenfliegen beginnen? Ihr seid seid, was in Zukunft auf uns zukommt oder habt bisher noch gar nichts von dem Thema gehört? Wenn ihr Fragen habt, dann seid ihr hier genau richtig. Wir erklären euch, was Drohnen überhaupt sind, wo sie genutzt werden und wie ihr selber am besten loslegen könnt.

Was sind überhaupt Drohnen? Was können sie, und gibt es Unterschiede?

Drohnen sind erst einmal einfach Flugobjekte, die nicht bemannt sind. Sie können sowohl automatisiert oder autonom fliegen als auch von Menschenhand gesteuert werden. Genutzt werden können sie in vielen Einsatzgebieten: Insbesondere im professionellen Filmen und Fotografieren finden die Drohnen und Quadrocopter jedoch immer mehr Anwendung, aber auch im militärischen Bereich werden sie vermehrt eingesetzt. Für viele ist die Drohne aber einfach ein „Hobby Spielzeug“, welches einfach gerne fliegen gelassen wird.

Youtube Video Preview

Die Drohnen, um die es hier geht, können fast immer mit dem Begriff „Multicopter“ bezeichnet werden, und meistens noch genauer mit „Quadrocpter“ oder „Quadcopter“. Das sind Fluggeräte, die durch mehrere Rotoren in der Luft gehalten werden, wobei die Anzahl der Motoren bzw. Rotorblätter für den Namen verantwortlich sind. Quadrocopter sind also einfach Drohnen mit vier Rotoren, die in der Regel symmetrisch angeordnet sind. Daneben gibt es Tri-, Hexa- und Octocopter, die über drei, sechs oder acht Rotoren verfügen, und zumindest theoretisch ist nach oben keine Grenze gesetzt. Die überwiegende Mehrzahl sind aber viermotorige Quadrocopter, weswegen ihr oft diese Bezeichnung synonym zu Drohnen finden werdet.

Vorteile gegenüber einer Bauweise wie beim Flugzeug sind ein leichterer Start, die Möglichkeit, auf der Stelle zu schweben und erhöhte Wendigkeit. Multicopter können in der Regel vorwärts und rückwärts sowie auch seitlich fliegen und dabei nach Belieben die Höhe verändern. Viele Moderne Modelle verfügen über Systeme, welche dem Piloten viel Arbeit abnehmen, etwa eine automatische Höhenkontrolle sowie Kollisionserkennung. Damit können sie auch ohne viele Vorkenntnisse bereits nach kurzer Übung von jedem geflogen werden.

Nicht nur Spielerei: Wo Drohnen eingesetzt werden

Speziell der Film- und Fernsehbereich profitiert von der technischen Errungenschaft. Luftaufnahmen können in bester Qualität aufgenommen werden, und dabei deutlich unkomplizierter und günstiger gemacht werden als etwa mit Hubschraubern, die besonders in unwegsamem Gelände früher die einzige Möglichkeit waren, solche Aufnahmen zu schießen. Auch im Bereich der Vermessungstechnik werden Drohnen für technische Kontrollen wie zum Beispiel für Hochspannungsmasten und Gebäude eingesetzt. Die Forstwirtschaft und Landwirtschaft, Jäger und Gutachter, die Schäden schätzen müssen, Forscher, die Gegenden erkunden möchten, der Tier- und Naturschutz, die Polizei und Feuerwehr sowie Hobby-Filmer profitieren ebenfalls von der Erfindung der Quadrocopter. Händler wie das Online-Versandhaus Amazon denken außerdem bereits darüber nach, Pakete von Drohnen ausliefern zu lassen.

Luft-Aufnahme der Xiami Mi Drone
Wie im obigen Video gut zu erkennen ist, liefern selbst Hobby-Drohnen wie die Xiaomi Mi Drone erstaunliche Bilder

Um Quadrocopter hat sich außerdem mittlerweile ein eigener Rennsport gebildet. FPV-Racing (First Person View) sind Rennen mit besonders schnellen Drohnen, die Geschwindigkeiten von weit über 100km/h erreichen können, und die mit Kameras ausgestattet sind. Das Bild wird dabei dem jeweiligen Piloten auf ein Display oder sogar eine VR-Brille gesendet. So sieht der Pilot die Ego-Perspektive der Drohne und kann sie auch ohne Sichtkontakt zum Flugobjekt selbst steuern. Wegen der hohen Geschwindigkeiten und oft eng abgesteckten Rennstrecken braucht es viel Übung, um eine Drohne hier sicher genug kontrollieren zu können.

Longing FPV Racing Drohne
Racing-Drohnen haben fast immer ein flaches Design, sehen aber längst nicht alle so sportlich aus wie dieses Modell von Longing.

Ein anderes Thema, das hier dennoch nicht unerwähnt bleiben soll, sind militärisch genutzte Drohnen. Hier nutzt man sie für die Aufklärung, Spionage, Bekämpfung und Zerstörung, aber auch für die Rettung und Hilfsaktionen. Drohnen wie Global Hawk, Euro Hawk und der Predator sind sicherlich die namhaftesten Modelle von Drohnen im militärischen Bereich, die aber in der Verwendung als auch im Aussehen nur noch wenig mit den Sport- und Hobby-Drohnen gemein haben, mit denen wir unsere Freizeit verbringen. Die Global und Euro Hawk Modelle sind reine Aufklärungs- und Spionagedrohnen, Predator können auch als Kampfdrohnen eingesetzt werden. Sie ähneln eher Flugzeugen als Multicoptern und erreichen Größen von bis zu 50m Flügelspannweite.

Von Nano-Copter bis 4K-Video-Drohne – für jeden Bedarf das perfekt Modell

Nano-Quadcopter

Hobby-Drohnen wie professionelle Modelle unterscheiden sich nicht zuletzt auch durch ihre Größe. Sogenannte Nano-Quadcopter beginnen bereits bei etwa 5cm Durchmesser und passen wortwörtlich in die Hosentasche. Diese besonders kleinen Modelle sind besonders bei Anfängern beliebt. Sie sind für wenig Geld erhältlich und gemessen an ihrer Größe und des damit einhergehenden geringen Gewichts können sie sehr schnell und hoch fliegen. Sie sind außerdem, im Gegensatz zu den meisten Größeren Modellen ausdrücklich auch dazu gedacht, in geschlossenen Räumen geflogen zu werden, da sie logischerweise weniger Platz benötigen. Möglich gemacht hat das die Entwicklung immer kleinerer und leistungsstärkerer Elektromotoren und Akkus.

Cheerson CX-10 Drohne Modelle
Der Cheerson CX-10 – hier die verschiedenen Modelle – ist ein Beispiel für einen beliebten Nano-Quadcopter.

Mini-Quadcopter

Ebenfalls noch für die Wohnung geeignet sind Mini-Quadcopter. Die Übergänge zwischen den Bezeichnungen Nano und Mini sind zwar fließend. Letztere sind in der Regel merklich größer, dafür aber „schlanker“, da ihre Bauweise weniger kompakt ist. Sie sind ebenfalls sehr leicht und oft sogar stabiler als die Nano-Modelle, und vermutlich die beste Möglichkeit, das Fliegen einer Drohne zu lernen. Selbst Stürze aus großer Höhe überstehen die leichten Flieger oft unbeschadet. Auch hier beginnen die Preise (zumindest bei Bestellungen in China) bereits bei etwa 10€ für die absoluten Basis-Modelle.

Floureon H101 Mini Quadcopter
Der Floureon H101, der mittlerweile nicht mehr produziert wird, war ein günstiger und robuster Mini-Quadcopter.

Video-Drohnen

Befinden sich an den Drohnen oder Quadrocoptern dann noch Videokameras oder Fotokameras, spricht man von einer „Foto- oder Video-Drohne“. Dieser Überbegriff ist nicht an eine bestimmte Größe der Drohne gebunden, und es gibt auch Nano-Quadcopter mit eingebauter Kamera. Wirklich brauchbare Aufnahmen in hoher Auflösung, die womöglich sogar kommerziell genutzt werden sollen, sind aber in der Regel erst mit größeren Drohnen mit besseren und teureren Kameras möglich. Hier bewegt man sich mindestens im dreistelligen Bereich bewegt. Hier gibt es dann allerdings viele gute Modelle mit Kameras, die mittlerweile Videos in 4K (Ultra HD) aufnehmen können und die ebenfalls auch von Neulingen mit etwas Übung bedient werden können. Zum Hobby-Filmer kann mit der richtigen Drohne fast jeder werden.

DJI Mavic Pro
Die Mavic Pro von DJI ist mit rund 1000€ kein Schnäppchen mehr, enthält aber dafür modernste Technik inklusive einer guten Kamera für Filmaufnahmen.

Die Brauchbarkeit für Videoaufnahmen hängt also vor allem von der Kamera und nicht von der Drohne selbst ab. Auch die teuerste Drohne mit den neuesten Flughilfen macht mit einer schlechten Kamera keine guten Fotos. Gerade im Preissegment bis zu 100€ hat sich bei chinesischen Drohnen aber ein Trend entwickelt, viele Modelle mit zumindest mittelmäßigen Kameras (oft 720p) auszustatten. Die Aufnahmen werden auch hier entweder auf einer Speicherkarte in der Drohne selbst abgelegt, oder wird live auf ein Display an der Fernsteuerung oder sogar das Smartphone übertragen.

Auch in der Skytech TK110HW sitzt eine 720p-Kamera, besonders machen die mittelgroße Drohne allerdings ihr Design und ihre Flugeigenschaften.

Selfie-Drohnen

Noch mal eine besondere Position nehmen sogenannte „Selfie-Drohnen“ ein. Diese Kamera-Drohnen sind – wie der Name schon sagt – besonders auf Selfies, also Aufnahmen von Personen, spezialisiert. Hier ist eine gute Kamera besonders wichtig, zusätzlich sind eine Steuerung per Smartphone und unterstützende Funktionen für den Piloten hier oft mit dabei. Gute Modelle sind hier meistens bereits etwas teurer, bieten dafür aber viel Komfort, wie z.B. die DJI Spark.

Zerotech Dobby 4K Selfie Drohne
In der Selfie-Drohne „DOBBY“ von Zerotech streckt eine 4K-Kamera

Wer darf alles Drohnen kaufen und fliegen? Was muss ich gesetzlich beachten?

„Wo kein Kläger, da kein Richter“. Fliegt ihr vorsichtig und achtet darauf, Dritte nicht zu gefährden, wird euch bei einem unfallfreien Flug kaum jemand wegen fehlender Kennzeichnung oder Versicherung belangen. Trotzdem gibt es gesetzliche Vorgaben, und ihr entscheidet auf eigene Verantwortung, ob ihr euch daran haltet. Ohne Versicherungsschutz kann es im Schadensfall teuer werden, zum Glück sind Haftpflicht-Versicherungen für Drohnen aber für ein paar Euro im Monat erhältlich.

Jeder darf eine Drohne oder einen Multicopter kaufen und fliegen, dies sei vorab erst einmal gesagt. Wollt ihr privat Multicopter fliegen lassen, so gibt es laut Bundes-Verkehrs-Ministerium für diese Flugobjekte wenige gesetzliche Vorgaben. Wiegt eine Drohne unter fünf Kilo, müsst ihr keine Aufstiegserlaubnis einholen – und 5kg sind weitaus schwerer, als jede Drohne, über die wir bisher berichtet haben. Selbst teure Video-Drohnen, für die ihr 1000€ und mehr ausgebt, wiegen oft weniger als zwei Kilogramm. Hiervon betroffen seid ihr also höchstwahrscheinlich ohnehin nicht. Für Drohnen über fünf Kilo Gewicht allerdings muss diese Erlaubnis definitiv eingeholt werden, und sobald das Flugobjekt kommerziell eingesetzt wird, sieht es noch mal anders aus.

Aber auch unter diesem Limit gibt es kleinere Vorschriften: So müsst ihr bei einer Drohne ab 0,25kg eine Kennzeichnung mit eurem Namen und eurer Adresse anbringen. Diese Plaketten müssen feuerfest sein; online könnt ihr diese für ein paar Euro bei verschiedenen Anbietern bestellen. Bei Drohnen ab 2kg müsst ihr zusätzlich zu dieser Kennzeichnung auch einen Kenntnisnachweis besitzen. Diesen könnt ihr durch eine Prüfung bei einer vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle erhalten.

Drohnen Ratgeber Vorschriften
Eine Ausnahme von allen Vorschriften außer der Kennzeichnungspflicht, bietet das Fliegen auf Modellflugplätzen – und natürlich in euren eigenen vier Wänden.

Für das Fliegen in der Öffentlichkeit gibt es darüber hinaus aber einige Regelungen. Grundsätzlich sollte in jedem Falle auf das Fliegen über Menschenansammlungen verzichtet werden, es sei denn, es wurde euch ausdrücklich gestattet. Auch in Wald- und Naturschutzgebieten, wo das Filmen besonders Spaß macht und es tolle Motive gibt, ist immer Vorsicht geboten. Ausschilderungen zum Beispiel können zu Gefahrenquellen werden, und oft ist das Fliegen dort ganz verboten. Fremde Privatgrundstücke und besonders Flugplätze sind absolutes Tabu. Weitere Verbotszonen liegen über

Drohnen Ratgeber Flugverbotszonen

Abgesehen vom Fliegen gibt es auch bestimmte Bedingungen, was die Aufnahme von Fotos und Videos angeht. Seid Ihr zum Beispiel ein Freiberufler, könnt Ihr bei der jeweiligen Bezirksregierung eine Aufstiegsgenehmigung beantragen. Diese ist 2 Jahre lang gültig und das Beantragen kostet 250 Euro. Dann wird aber auch das Abschließen einer speziellen Haftpflichtversicherung zur Pflicht. Teile von Gebäuden, die öffentlich, also zur Straße sichtbar sind, dürfen auch auf Fotos und Videos veröffentlicht werden. Parks und Seen, die nicht ausdrücklich einem Filmverbot unterliegen, betrifft dies ebenfalls. Rückseiten und Innenhöfe dürfen dahingegen nicht gefilmt oder fotografiert werden. Auch Menschen, die eindeutig identifizierbar sind, dürfen nicht gefilmt oder fotografiert und schon gar nicht veröffentlicht werden, außer, es wurde eine Genehmigung der Person eingeholt. Hier gelten die gleichen Bestimmungen wie für Filmaufnahmen ganz allgemein, ob per Drohne geschossen oder nicht.

 Videoaufnahmen Erlaubt Verboten
Gebäude Zur Straße hin öffentlich sichtbar Rückseiten, Innenhöfe
Personen Wenn sie nicht klar erkennbar sind, bzw nach vorheriger Genehmigung Wenn sie eindeutig identifizierbar sind
Parks, Seen Grundsätzlich erlaubt Sobald ein ausdrückliches Verbot vorliegt

In jedem Falle ist es ratsam, die eigene Drohne zusätzlich zur bestehenden Haftpflichtversicherung speziell versichern zu lassen. Seit 2005 gibt es sogar eine Versicherungspflicht. Diese betrifft alle unbemannten Flugobjekte. Aber: werden die Drohnen und Multicopter lediglich zum „Spielen“ verwendet, also als Hobby, ist diese Versicherung nicht verpflichtend, denn hier greift meist auch die übliche Haftpflichtversicherung. Fliegt ihr mit den oben erwähnten Nano- und Mini-Quadcopter etwa in eurer Wohnung, braucht ihr dafür natürlich keine Versicherung. Seid ihr euch unsicher, ist es am besten, wenn Ihr einfach Rücksprache mit Eurem bestehenden Versicherer oder Versicherungsexperten haltet, der Euch darüber aufklärt, was genau in Eurer Versicherung enthalten ist. Wer sicher gehen will, kann eine spezielle Drohnenversicherung abschließen, die bereits von vielen Vereinen angeboten werden.

Eine gute Haftpflichtversicherung, die auch Drohnen mit abdeckt, ist zum Beispiel die der Haftpflicht Helden, über die ihr euch hier informieren könnt.

Taugen China-Drohnen genau so viel wie Markengeräte? Können die „Billig-Versionen“ mithalten?

Jeder, der sich eine Drohne kaufen möchte, stellt sich natürlich auch die Frage: „Muss ich viel Geld ausgeben? Sind Billig Modelle gleichwertig wie Profi Drohnen?“ Eine Sache vorweg: Dass eine Drohne aus China kommt bzw. von einem chinesischen Hersteller, sagt über ihre Qualität erst einmal nichts, abgesehen davon, dass sie meistens günstiger sind als westliche Modelle. Chinesische Hersteller wie DJI gehören sogar zu den Vorreitern der Branche und werden von Piloten auch hierzulande geschätzt. Insgesamt bleibt aber festzustellen: Chinesische Hersteller können billiger produzieren, und oft bekommt man aus China die gleiche Qualität für weniger Geld.

Cheerson CX-20 vs DJI Mavic Pro
Ein gutes Beispiel dafür, dass man bei chinesischen Drohnen sowohl für viel, als auch für weniger Geld eine „gute“ Drohne bekommen kann, ist der Vergleich der Cheerson CX-20 für 200€ mit der DJI Mavic Pro für rund 1.000€

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass auch Mini-Drohnen, die für geschlossene Räume geeignet sind, auch in einer günstigen Variante schon ab 10€ viel Spaß bringen können. Abstürze oder Defekte sind Einzelfälle, denn die zu Grunde liegende Technik ist heute keine Zauberei mehr und wird von fast allen Herstellern beherrscht. Ein „schlechtes“ Produkt zeichnet sich eher durch eine höhere Anfälligkeit der Motoren und geringere Lebensdauer des Akkus aus. Um die Grundlagen der Steuerung zu lernen taugen auch die kleinen Modelle aber allemal. Es gibt durchaus günstige Modelle, mit denen ihr lange Spaß haben könnt.

Auch das Vorhandensein von Ersatzteilen (sowohl beiliegend als auch bestellbar) ist ein Indikator für Qualität, teilweise aber auch schon bei Modellen unter 30€ gegeben. Mit steigenden Preisen wird dann vor allem die verbaute Technik besser: Ab 30€ werdet ihr öfters Features wie eine automatische Höhenkontrolle vorfinden, auch GPS-Funktionen beginnen im hohen zweistelligen Bereich.

Skytech TK110HW vs. Cheerson CX-10D
Automatische Höhenkontrolle bekommt man bereits im mittleren bis niedrigen Preissegment: Sowohl die Skytech TK110HW für rund 50€, als auch die Cheerson CX-10D für rund 17€ können ihre Höhe ziemlich gut selbst regulieren

Drohnen für mehrere hundert Euro sind dann in der Regel besser verarbeitet. Sie haben bessere Flugeigenschaften sowie Reichweiten von mehreren hundert Metern bis einigen Kilometern, was sich wiederum nur durch eine eingebaute Kamera realisieren lässt. Außerdem haben diese Drohnen größere (und schwerere) Akkus: Viele Mini-Drohnen erreichen Flugzeiten von fünf bis acht Minuten. Große Video-Drohnen bleiben auch schon mal eine halbe Stunde in der Luft. Und zuletzt werdet ihr bei teureren Modellen oft einen besseren Support sowie eine engagiertere und hilfsbereitere Community vorfinden.

OK, Drohnen find‘ ich geil! Und Jetzt?

Welche nun die richtige Drohne für euch ist, müsst ihr nach Bedarf und Budget entscheiden. Zum Einstieg ist eine 20€-Drohne zum Üben eigentlich nie verkehrt. Wenn ihr auch im Freien spektakuläre Flugmanöver fliegen wollt, gibt es auch dafür genügend Modelle unter einhundert Euro. Möchtet ihr professionelle Bilder und Videos machen, die Drohne beruflich nutzen oder habt einfach etwas Geld über, dann könnt ihr mit Drohnen ab 300 Euro beispielsweise von der Top Marke DJI absolut auf eure Kosten kommen. Aber egal, ob Hobby Pilot oder Profi Drohnen-Flieger: mit etwas Recherche, Erfahrungswerten anderer Nutzer und dem Einhalten der vorgegeben Regeln und Gesetze, wird das Drohnen-Fliegen zu einem unglaublich tollen Erlebnis.

Jens

Ich bin im Herbst 2015 zu China-Gadgets gestoßen, und habe mich seit dem vor allem in den Drohnen-Sport verliebt, und verfolge alles rund um Quadrocopter mit Leidenschaft. Und mein Handy ist sowieso schon lange ein „China-Phone“.

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