Test

Realme X3 SuperZoom: Mit Periskopkamera & 120 Hz für 369€ bei Amazon

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Wer eine Periskopkamera für unter 400€ haben möchte, muss zum Realme X3 SuperZoom greifen. Das SuperZoom-Smartphone mit 120 Hz Display & massig Speicher gibt es aktuell für 369,00€ bei Amazon inklusive Prime-Versand in der Farbe Glacier Blau. Alternativ gibt es das Realme Smartphone für 384,58€ bei Galaxus inklusive Versandkosten.

Gerade die X-Serie von Realme hat im letzten Jahr für Aufmerksamkeit gesorgt. Das Realme X2 Pro war das erste Flagship; mit dem normalen Realme X2 hat man für unter 300€ eines der aktuell besten China-Smartphones. Zwar hat man mittlerweile schon das Realme X50 Pro vorgestellt, mit dem Realme X3 SuperZoom erwartet uns aber ein Handy mit speziellem Fokus. Geht die Kombination aus älterem Prozessor und verbesserter Kamera auf?

Realme X3 SuperZoom Smartphone in Hand

Technische Daten

Display6,6 Zoll Full HD+ (2400 × 1080p) 120 Hz LCD mit Gorilla Glass 5
ProzessorSnapdragon 855+ Octa Core @ 2,96 GHz & 2,42 GHz & 1,80 GHz
GrafikchipAdreno 640 @ 672 MHz
Arbeitsspeicher12 GB LPDDR4X
Interner Speicher256 GB UFS 3.0
Hauptkamera64MP Samsung GW1 Sensor mit f/1.8 , 5x Zoom 8 MP Periskopkamera mit f/3.4, Ultraweitwinkel 8 MP mit f/2.2, 2 MP Makrokamera
Frontkamera32 MP Kamera + 8 MP Ultraweitwinkelkamera
Akku4.200 mAh mit 30W Dart Charge (im Lieferumfang)
KonnektivitätUSB-C, WLAN-AC, BT 5.0, LTE Band 20/28, GPS/Galileo/GLONASS/BDS, Dual SIM, NFC
FeaturesFace Unlock, Fingerabdrucksensor an der Seite
BetriebssystemRealme UI, Android 10
Abmessungen / Gewicht163,8 x 75,8 x 8,9 mm/ 202 g
FarbenArcitc White/ Glacier Blue
Vorstellung / ReleaseJuni
Preis499€

Punch-Hole-Optik mit 120 Hz Display

Das Realme X3 SuperZoom entscheidet sich für das pillenförmige Punch-Hole Design, womit es dem Realme X50 Pro zum Verwechseln ähnlich sieht. Generell scheint die Dual-Punch-Hole bei den teureren Realme Modellen ein Erkennungsmerkmal zu sein, schließlich setzt auch das Realme 6 Pro als Mittelklasse-Modell darauf. Die Bildschirmdiagonale fällt dafür etwas größer aus, mit 6,6″ in der Diagonalen ist man in etwa so groß wie die Konkurrenz von Xiaomi. Der Fingerabdrucksensor wandert an die rechte Seite, gegenüber liegen die Lautstärketasten. Je öfter ich das an Realme- und anderen Smartphones sehe, umso mehr Sinn macht die Aufteilung der drei Tasten auf beide Seiten. Das ist sicherlich auch für Linkshänder vorteilhaft.

Realme X3 SuperZoom Punch Hole

Der untere Bildschirmrand fällt mit 5 mm am dicksten aus, die anderen Ränder sind mit 3-4 mm etwas schmaler. Die Front, also der Kunststoffsockel für das Gorilla Glas 5, ist schwarz und geht bei unserem Testgerät in einen silbernen Metall-Gehäuserahmen über. Der ist leicht nach außen gewölbt und oben und unten abgekantet; das Handy kann nicht stehen, wie zum Beispiel das Mi Note 10 von Xiaomi.

Realme X3 SuperZoom Bildschirmrand

Das Zoom-Smartphone ist in zwei Farben verfügbar: Arctic White und Glacier Blue. Unser Testgerät kommt in Arctic White und hat uns schon im Unboxing begeistert. Allerdings würde ich argumentieren, dass es kein „Arctic White“ ist, da durch die matte Glas-Rückseite eher eine Perlmutt-Optik entsteht. Realme hat sich im Bereich des Rückseitendesigns zum absoluten Favoriten gemausert und unterstreicht das auch mit dem Realme X3 SuperZoom. Die Quad-Kamera auf der Rückseite ist vertikal angeordnet und sitzt in der oberen linken Ecke. Das Hauptfeature, die Telekamera, wird mit dem gelben Quadrat um die Periskopkamera angedeutet. Schön, dass man dieses Erkennungsmerkmal an die Gegebenheiten des Smartphones (Periskopkamera) anpasst!

Realme X3 SuperZoom Rueckseite

Verarbeitung & Handling

In Bezug auf die Verarbeitung lässt Realme auch bei dem X3 SuperZoom nichts anbrennen. Man merkt, dass man mit Oppo im Rücken schon jahrelange Expertise in der Smartphonemanufaktur hat. So schmiegt sich das Handy gut in die Handinnenfläche, was vor allem an den leicht abgerundeten Seiten liegt. Die matte Gorilla Glas 5 Rückseite und der Metallgehäuserahmen verleihen dem Ganzen die nötige Stabilität. Die Aussparungen an der Unterseite sind sauber gefräst, der Dual-SIM Slot ist besonders leichtgängig und die Lautstärketasten bieten einen guten Druckpunkt.

Realme X3 SuperZoom Verarbeitung

Zwei kleinere Kritikpunkte sind wie so oft das Kameramodul und der Fingerabdrucksensor. Der Fingerabdrucksensor fungiert simultan als Power-Button, kann also gedrückt werden und ist leider etwas scharfkantig. Natürlich nicht so „scharf“, dass man sich daran verletzten könnte, aber man merkt es wenn man mal abrutscht. Das Kameramodul steht etwas weiter heraus als einem das lieb ist, andererseits ist das mittlerweile (leider) zum Standard geworden. Für eine integrierte Periskopkamera schaut das Modul mit 1,5 mm sogar noch verhältnismäßig wenig aus der Rückseite.

Realme X3 SuperZoom Kameramodul

120 Hz Bildwiederholrate, aber „nur“ LCD

Neben der Periskopkamera vermarktet Realme vor allem auch das Display als Produkthighlight. Dabei setzt man aber nicht auf ein AMOLED, welches in der Preisklasse eigentlich Standard ist, sondern auf ein IPS LC-Display. Das arbeitet mit einer Full HD+ Auflösung von 2400 x 1080 Pixeln, misst 6,6 Zoll in der Diagonale und wird von Gorilla Glas 5 geschützt. Interessant ist aber die Bildwiederholrate. Realme stattet das X3 SuperZoom mit einer 120 Hz Bildwiederholrate aus! Das hat man schon bei dem Realme X50 gemacht, welches nicht global erschienen ist. Durch die höhere Bildwiederholrate wirken Animationen und das Betriebssystem des Handys insgesamt etwas schneller und flüssiger. Die hohe Bildwiederholrate setzt sich als Flagship-Feature durch, das hauseigene Realme X2 Pro und X50 Pro setzen auf eine 90 Hz Rate, aber eben auf ein AMOLED.

Realme X3 SuperZoom 120 Hz Einstellung

Durch das fehlende AMOLED Panel muss man bei dem Realme X3 SuperZoom auf einen Always On Modus und den stromsparenden Effekt, besonders beim Dark Mode, verzichten. Abgesehen davon bietet das Top-Modell aus Realmes Reihen ein scharfes, aber nur durchschnittlich helles Display. Solange man bei maximaler Helligkeit frontal auf das Handy schaut, unterscheidet es sich diesbezüglich nicht einmal großartig von dem Poco F2 Pro von Xiaomi. Schaut man aus einem spitzeren Winkel, zum Beispiel wenn das Handy auf dem Tisch liegt, nimmt die Helligkeit deutlich ab! Dafür leidet das IPS Panel nicht unter einem Color Shift wie das Poco.

Realme X3 SuperZoom Display

Wer noch nie ein Smartphone mit höherer Bildwiederholrate benutzt hat, kann den Hype darum eventuell nicht ganz nachvollziehen. Aber spätestens wenn man auf dem Realme X3 SuperZoom mal zwischen 120 Hz und 60 Hz wechselt (Realme UI kann das auch automatisch), möchte man wohl nie wieder zurück zu 60 Hz. Wahrscheinlich hätte es auch eine 90 Hz Frequenz getan, hier möchte man sich aber wohl bewusst vom Realme 6 und Realme 6 Pro abgrenzen. In der Praxis hat man hier den wohl größten spürbaren Performanceunterschied gegenüber anderen Smartphones dieses Preisgebiets. Alles wirkt schneller und direkter. So kann man tatsächlich auch leichter mit dem Poco F2 Pro mithalten, dazu gleich aber mehr.

Realme X3 SuperZoom Displayeinstellungen
Die Einstellungsmöglichkeiten des Displays.

Top-Prozessor aus der letzten Generation

Richtig interessant ist die Prozessorwahl. Anstatt des Qualcomm Snapdragon 865, dem aktuellen Top-Prozessor aus dem Mi 10 oder Poco F2 Pro, verwendet man den Qualcomm Snapdragon 855+, den Top-Prozessor aus der letzten Generation. Die Octa-Core CPU steckt auch in dem Realme X2 Pro und wird auch jetzt noch mehr als genug Power für alle Aufgaben haben. Im Gegensatz zum SD 865 ist der gravierendste Unterschied wohl das fehlende 5G, was aber wiederum den Preis senkt. Dazu reicht Realme für die Global Version 12 GB Arbeitsspeicher sowie 256 GB Massenspeicher, dabei handelt es sich um LPDDR4X RAM und UFS 3.0 Speicher. Das ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Move von Realme, den wir aus Gründen des Preises und der Nachhaltigkeit befürworten.

Realme X3 SuperZoom Prozessor

In Kombination mit dem 120 Hz Display gelingt es Realme hier voll und ganz zu dem Performance-Monster Poco F2 Pro aufzuschließen. Im direkten Speedtest-Vergleich öffnen beide ihre Apps in den meisten Fällen auf die Millisekunde genau gleich schnell, hier und da gibt es mal minimale Unterschiede. Allerdings sollte man dafür schon die 120 Hz Bildwiederholrate aktivieren, mit 60 Hz hat das Poco öfter die Nase vorn. Somit lässt sich sagen, dass man auch 2020 mit dem Snapdragon 855+ noch absolut den state of the art bedient. Bei dem Realme X3 SuperZoom zieht sich die Geschwindigkeit auch zum Glück durch fast alle Anwendungen, egal ob bei der Verarbeitung der Fotos in der Kamera-App oder beim Entsperren durch den Fingerabdrucksensor. Lediglich beim Boot-Vorgang ist das Poco F2 Pro mit ein paar Sekunden Vorsprung deutlich schneller.

Benchmarkergebnisse

Dass es sich hier trotz des „älteren“ Prozessors um ein sehr starkes Smartphone handelt, beweisen auch die Benchmarkergebnisse, die stellenweise sogar überraschend hoch ausfallen. Insgesamt zeigt das nur, dass Realme hier den richtigen Weg gegangen ist und man es auch mit dem Snapdragon 855+ und stolzen 12 GB Arbeitsspeicher mit jedem SD865 Smartphone aufnehmen kann.

Realme X3 SuperZoom Benchmarks

Gute Akkulaufzeit trotz 120 Hz

Realme zeigt sich in puncto Akkukapazität immer noch nicht ganz so spendabel wie Xiaomi mittlerweile. Das X3 SuperZoom kommt mit einer 4.200 mAh Akkukapazität, die aktuell schon eher als „durchschnittlich“ zu bezeichnen ist. Schon vor dem Test waren wir skeptisch was die Laufzeit angeht. Realme UI nutzt kein so aggressives Energiemanagement wie zum Beispiel MIUI, dazu kommt ein nicht so energieeffizientes und 6,6″ großes LC-Display und die 120 Hz Bildwiederholrate. Allerdings überrascht uns das Realme X3 SuperZoom mit einer gerade für Realme überdurchschnittlichen Akkulaufzeit von 15h im Benchmark. Der Wert deckt sich nicht ganz mit unserer Praxiserfahrung, trotzdem kann man trotz 120 Hz schon auf 1,5 Tage Akkulaufzeit kommen, wenn man auf mittlerer Helligkeit unterwegs ist und keine Spiele zockt.

Realme X3 SuperZoom Akkubenchmark

Dafür kann dieser wie bei dem Poco F2 Pro mit 30W schnell geladen werden. Das entsprechende Ladegerät liegt mit im Lieferumfang und schafft es, das Telefon in einer Stunde und 10 Minuten wieder komplett aufzuladen. Die ersten 80% davon bekommt man sogar schon in gut einer Dreiviertelstunde. Kabellos laden kann man das Realme X3 SuperZoom leider nicht. Tatsächlich ist das aktuell noch mit keinem Realme Smartphone möglich.

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Ein Kamera-Smartphone?

Das scheint auf den ersten Blick ungewöhnlich, da man eine „Weiterentwicklung“ gegenüber dem X2 Pro erwartet. Anscheinend ist das Realme X3 SuperZoom aber nicht als direkter Nachfolger, sondern als Alternative zu sehen. Mit dem Realme X50 Pro steht schließlich aktuell das eigentliche Flagship gerade erst bereit, in dem auch der neuere Snapdragon 865 Prozessor arbeitet. Das Realme X3 SuperZoom legt den Fokus etwas mehr auf die Kameras.

Realme X3 SuperZoom Kamera

Der Hauptsensor ist wie bei eigentlich fast allen Realme-Geräten aktuell der 64 Megapixel Samsung GW-1 Sensor mit ƒ/1.8 Blende sowie eine 8 Megapixel Ultraweitwinkel-Kamera und eine 2 MP Makrokamera. Das Highlight ist hierbei aber die 8 Megapixel Periskopkamera, die einen 5-fachen optischen Zoom ermöglicht. Zudem ist sie optisch stabilisiert. In dem Preissegment ist so eine Periskopkamera noch eher eine Rarität.

Realme X3 SuperZoom Testfoto Hauptkamera Farben Objekt Realme X3 SuperZoom Testfoto Hauptkamera Farben Person Realme X3 SuperZoom Testfoto Hauptkamera Farben

An dieser Stelle kann ich eigentlich alle meine Ausführungen bezüglich der Kamera zum Realme X50 Pro oder Realme 6 Pro wiederholen, da der gleiche Sensor verbaut wird. Dementsprechend sind die Fotos insgesamt in Ordnung bis Schulnote „gut“, wobei es auch einige Kritikpunkte gibt. So richtig scharf sind die Fotos nicht, hier schneidet der 64 MP Sony Sensor aus dem Mi Note 10 Lite einfach besser ab. Der Dynamikumfang ist meist relativ gut, Farben werden in manchen Situationen, gerade bei Pflanzen, etwas unnatürlich geboostet und Hauttöne sind nicht ganz akkurat. Hier glättet die Software gerne mal etwas nach. Im Gegensatz zum 108 MP Sensor aus dem Xiaomi Mi 10 hat man dafür einen größeren Schärfebereich. Trotzdem braucht der Sensor Licht, um schöne Fotos zu machen.

Realme X3 SuperZoom Portraitmodus

Es wird langsam Zeit, dass Realme sich für die teureren Modelle einen neuen Sensor sucht, die Fotoqualität ist für die Mittelklasse zwar wirklich sehr gut, im Flagship-Bereich ist die Konkurrenz einfach einen Schritt voraus. Darüber hinwegtrösten kann zumindest der Portraitmodus, der wohl unter den Top 3 Portraitmodi rangiert und auch locker mit aktuellen iPhones mithalten kann.

Nachtmodus

Bei der Vorstellung hat man zudem viel Wert auf den „Sternen Modus“ gelegt, ein Nachtmodus, mit dem man Himmelsaufnahmen bei Nacht machen kann. Damit soll man durch intelligente Algorithmen auch zum Beispiel die Milchstraße fotografieren könne. Das geht sowohl mit dem 64 MP Hauptsensor als auch mit der Telekamera. Ob man damit dem sehr guten Nachtmodus des Huawei P40 Konkurrenz machen kann?

Schwer zu sagen. Der Nachtmodus macht seine Sache schon recht gut und man hat neben dem Starry Mode auch noch einen Stativmodus, bei dem man auch die Ultraweitwinkelkamera nutzen kann. Wenn wir eine passende Nacht erwischen, werden wir Testfotos des Sternenmodus nachliefern.

Periskopkamera

Nun bekommt das Realme X3 SuperZoom ja aber seinen Namen durch die 8 Megapixel Periskopkamera, die ganz oben im Kameramodul ist und durch ein gelbes Quadrat gekennzeichnet wird. Dank dem 5-fach optischen Zoom bekommt man einen 10-fachen Hybrid-Zoom und einen 60-fachen Digitalzoom! Da der Sensor optisch stabilisiert wird, ist das Fotografieren mit der Telekamera tatsächlich sehr angenehm, man muss nicht extra still halten um ein scharfes Foto zu machen. Die sehen nicht nur für eine Zoom-Kamera gut aus, sondern auch im Vergleich zur Hauptkamera meistens mindestens gleichwertig. Akkurate Farben, eine ausreichende Schärfe und eine relativ große Detailreiche, so dass selbst Schriften noch gut lesbar sind.

Realme X3 SuperZoom Zoomkamera Brennweite Realme X3 SuperZoom Periskopkamera Farben

Ein 60-facher Digitalzoom hört sich zwar beeindruckend an, ich persönlich würde aber nur in absoluten Ausnahmefällen auf mehr als den 10-fachen Hybridzoom schalten. Da wird mir sonst das Bildrauschen zu stark und man bekommt somit deutlich weniger Details. Cool ist aber, dass man auch mit der Periskopkamera filmen kann und selbst beim Filmen zwischen den Sensoren hin- und her wechseln kann.

Realme X3 SuperZoom Periskop vs 64 MP Modus

Ultraweitwinkelkamera

Da man den Fokus beim X3 SuperZoom so auf die Kamera legt, hätte ich mir einen etwas besseren Sensor als den 8 MP Sensor für die Ultraweitwinkelkamera gewünscht. Den bekommt man schließlich auch im halb so teuren Realme 6. Deshalb liefert die Ultraweitwinkelkamera auch hier nur ausreichende Resultate, die zwar den gewünschten Fish-Eye Effekt liefern, in puncto Schärfe und Detailreiche hinter den anderen beiden Sensoren hinterher hinken. Zudem ist mir die Verzerrung an den Bildschirmrändern etwas zu stark.

Realme X3 SuperZoom Ultraweitwinkelkamera

Frontkamera

Auf der Vorderseite arbeitet man mit einer 32 Megapixel Frontkamera (Sony IMX616) sowie einer zusätzlichen Ultraweitwinkelkamera mit 8 Megapixel Auflösung – sehr cool! Das hat uns schon bei dem Realme X50 Pro gut gefallen. Der Nachtmodus wird auch bei der Frontkamera unterstützt. Generell gefallen die Hauttöne und Farben auch bei der Frontkamera, dank der hohen Auflösung gibt es auch mehr als ausreichend Details. Scharf sind die Fotos allemal, gerade für Selfies. Zudem ist hier auch wirklich der Portraitmodus von Realme zu loben, der es auch ohne Portraitsensor schafft, eine feine Randerkennung zu liefern. Lediglich bei Kopfhörern wie meinen Soundcore Life P2 scheitert die Kamera verständlicherweise.

Realme X3 SuperZoom Frontkamera Testfoto Selfie Realme X3 SuperZoom Frontkamera Testfoto Portraitmodus

Die Ultraweitwinkelkamera vorne ist ebenfalls ein cooles Feature, welches sich für unseren Geschmack weiter durchsetzen könnte. So machen Gruppenselfies etwas mehr Spaß, aber auch bei Landschaftsaufnahmen kann man etwas mehr aufs Bild bekommen.

Realme X3 SuperZoom Frontkamera Testfoto Ultraweitwinkelkamera

Videomodus

Wer auch ab und an Videos mit dem Realme X3 SuperZoom aufnehmen möchte, hat immerhin auch einige Optionen. Der Prozessor unterstützt Videoaufnahmen in 4K Auflösung mit maximal 60 fps, somit kann man auch eine 2-fache Zeitlupe in 4K Aufnehmen. Dazu gibt es einen Stabilisationsmodus, der natürlich etwas in das Bild hereincroppt. Beim Filmen kann man zwischen allen Zoomstufen und Kameras hin- und herschalten, der Digitalzoom geht allerdings „nur“ bis 30-fach und nicht bis 60-fach wie bei den Fotos.

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Realme UI – es wird immer besser

Das Realme X3 SuperZoom kommt mit dem vorinstalliertem Realme UI Betriebssystem, welches selbstverständlich auf Android 10 basiert. Mit dem Jahreswechsel in 2020 hat Realme dem „eigenen“ Realme UI Betriebssystem den Startschuss gegeben und verteilt es seitdem auf alle neuen Geräte und nachträglich auf die Geräte aus 2019. Realme UI basiert auf Color OS 7, also Oppos Betriebssystem, und unterscheidet sich tatsächlich nur in Kleinigkeiten. Weitere Informationen zu dem Betriebssystem findet ihr in unserem Realme UI Betriebssystem-Ratgeber.

Realme X3 SuperZoom UEber das Telefon

Realme UI ist auf dem X3 SuperZoom komplett auf Deutsch verfügbar, hat alle Google-Dienste vorinstalliert, der Google Play Store ist zertifiziert und der Sicherheitspatch ist von Mai, sobald man das Update installiert hat, welches direkt zum Release bereit steht. Neben den Google-Diensten sind kaum Drittanbieter-Apps, sogenannte Bloatware, vorinstalliert. Lediglich Facebook, Opera und eine Office-Suite trüben den Gesamteindruck, lassen sich aber auch sehr leicht über die App-Info deinstallieren. Ansonsten setzt Realme UI aber auf eigene Apps, bis auf Telefon, Nachrichten und Kalender, aber nicht auf eigene Services wie eine Cloud. Das überlässt man voll und ganz Google.

Realme X3 SuperZoom Realme UI

Kein 5G – nicht schlimm, oder?

Natürlich ist das X3 SuperZoom von Realme mit einem USB Typ-C Port ausgestattet und auch ein Dual-SIM Slot ist – im Gegensatz zum Realme X50 Pro – mit an Bord. Eine Speichererweiterung ist somit nicht möglich, bei festem 256 GB Massenspeicher ist das in meinen Augen aber auch kein großer Kritikpunkt. Einen 3,5 mm Klinkenanschluss gibt es dagegen leider nicht, Realme legt auch keinen passenden Adapter mit in den Lieferumfang. Auch auf einen IR-Blaster wie im Poco F2 Pro muss man verzichten.

REalme X3 SuperZoom USB C Port

Dazu kommen Bluetooth 5.0, Dual GPS, Dual Band ac-WiFi und LTE Band 20 sowie Band 28. Im Gegensatz zum Realme X50 Pro oder dem Poco F2 Pro hat das Realme X3 SuperZoom keine Unterstützung für das 5G-Netzwerk. Momentan ist 5G gerade in Deutschland noch kaum gefragt, leider ist es nicht so leicht zu sagen wie das in zwei bis drei Jahren aussieht. Im Ballungsgebiet in NRW haben wir im D2 Netz gar keine Probleme mit der LTE-Verbindung gehabt: Musik- und Videostreaming geht schnell, die Abdeckung ist mehr als ausreichend und auch die Telefonqualität war stets zufriedenstellend. Tatsächlich könnt ihr den Einstellungen auch leicht WiFi Calling (VoWiFi) und VoLTE einstellen, wobei letzteres von eurem Anbieter abhängig ist.

Realme X3 SuperZoom VoLTE VoWiFi

Dass das Realme X3 SuperZoom mit Dual GPS arbeitet, wundert mich bei der Verwendung der Standortbestimmung schon etwas. Der Fix ging mit bis zu 5 Sekunden etwas langsamer als bei der Konkurrenz, ist dann mit 3m aber sehr genau. In Gebäuden dauert es ebenfalls etwas länger und es ist dann auch nicht ganz so genau. In der Praxis merkt man davon aber recht wenig, Google Maps bekommt die Positionsbestimmung unverzüglich auf die Reihe.

Realme X3 SuperZoom GPS FIx

Fazit: Das kleine Oppo Find X2 Pro

Die Oppo-Tochter möchte das Realme X3 Super Zoom als Poco-Killer etablieren, daher der gleiche Preis von 499€. Und der Plan geht auf! Für das Geld bekommt man den zwar den „schwächeren“ Prozessor, das macht in der Praxis aber gar keinen Unterschied. Selbst der SD 855+ ist für ca. 80% der Anwender immer noch Overkill. Dazu gibt es auch deutlich mehr Speicher, eine gute Zoom-Kamera und eine 120 Hz Bildwiederholrate, die man sonst so günstig in keinem anderen Smartphone bekommt. So ist das Realme X3 SuperZoom irgendwie eine günstigere Version des Oppo Find X2 Pro, welches zum stolzen Preis von 1.199€ eines unser aktuellen Lieblingssmartphones ist. Zumindest bekommt man hier ebenfalls eine Periskopkamera, viel Speicher und eine 120 Hz Bildwiederholrate, wenn auch in abgespeckter Form.

Auf der anderen Seite hat das Poco F2 Pro abgesehen von der Bildwiederholrate das bessere AMOLED-Display, die bessere Hauptkamera, die bessere Akkulaufzeit, 5G und auch einen Kopfhöreranschluss.. Welches man nun designtechnisch bevorzugt, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Wie würdet ihr euch entscheiden?

Ich persönlich finde es super, dass man hier bewusst die ältere CPU einsetzt, gerade weil der SD865 den Preis hochtreibt. Das Realme X3 SuperZoom kann man gerade auch wegen dem großen Speicher bedingungslos empfehlen. Wer aber auf den Zoom verzichten kann und lieber ein AMOLED Display hätte, kann auch immer noch gut zu dem Realme X2 Pro greifen, welches ähnliche Features für noch einmal 100€ weniger bietet.

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Thorben

Mir haben es die China-Smartphones von Xiaomi, Huawei & Co angetan. Wenn ich kein Handy teste, pflege ich unseren Instagram-Kanal.

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Kommentare (65)

  • Profilbild von DerDuke62
    # 13.04.20 um 15:41

    DerDuke62

    Stimmt. Ganz meine Meinung. Wenn die Möglichkeit besteht, näher an das Objekt heran zu gehen, ist dies wohl immer die bessere Alternative.

    • Profilbild von grericht
      # 13.04.20 um 15:45

      grericht

      Wenn man näher heran geht verändert man die Perspektive! Wenn man das Objekt in einer gewissen Größe bzw komplett haben will aber trotzdem nicht den Hintergrund zu stark im Bild haben will kann man digital bluren / verwischen / weichzeichnen oder halt eine größere Brennweite und evtl andere Blende wählen.
      Ganz zu schweigen, dass man nicht immer näher ran KANN (Zäune,…)

  • Profilbild von Florian Kärber
    # 13.04.20 um 15:12

    Florian Kärber

    Bin gespannt 😁

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