Test Roborock S6 Saugroboter im Test: Das neue Topmodell? | Vergleichsvideo

Den Roborock S6 bekommt man mit dem Gutschein „B2F408396B18D000“ gerade in Weiß und Schwarz aus einem deutschen Warenlager bei GearBest für 513€. Der Gutschein ist nur begrenzt verfügbar, schnell sein lohnt sich also.

Mehrere Millionen Modelle der ersten beiden Generationen an Xiaomi-Saugrobotern gingen allein in China über die Ladentheke. Längst ist der chinesische Tech-Riese auch im Haushaltsroboter-Bereich bei ECOVACS und ILIFE angekommen – und macht jetzt weiter Druck. Das günstigere Vorgängermodell S50 führt unser Ranking seit 2017 unnachgiebig an, ist das mit dem neuen Roborock S6 nun vorbei? Wer besetzt den Saugroboter-Thron? Wir haben das neue Flaggschiffmodell ausführlich getestet.

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Technische Daten: Vergleich zu den Vorgängern

Der neue Roborock wird auf dem chinesischen Markt als T6, auf dem europäischen Markt als S6 geführt. Das erklärt auch die Angaben vonseiten des Herstellers, der T6 erscheine nur in China. Beide Modelle sind baugleich und unterscheiden sich nur in den Mainland-Servern. Erwartet neue Firmware-Updates für die Roboter also zunächst auf den chinesischen Servern, bevor diese auch international ausgespielt werden.

Roborock S6/T6

Roborock s6 Saugroboter Modell

Roborock S50

Roborock S5 Saugroboter Modell

Saugkraft 2000 pa 2000 pa
Navigation Laser-Raumvermessung Laser-Raumvermessung
App Xiaomi Home (Android, iOS) Xiaomi Home (Android, iOS)
Lautstärke 58 dB (auf höchster Saugstufe) 65-67 dB
Akku 5200 mAh 5200 mAh
Staubkammer/Wassertank 0,48 l/ 0,16 l 0,48 l/ 0,16 l
Ladezeit 3 h 5 h
Arbeitszeit 2,5 h 2,5 h
Gewicht 3,6 kg 3,5 kg
Maße 35,3 x 35,0 x 9,65 cm 35,3 x 35,0 x 9,9 cm
Steigungen 25°, über 2 cm mit größeren Reifen 20°, über 2 cm
Features
  • Laser-Raumvermessung
  • Raumeinteilung (Einzel- und Mehrraumreinigung)
  • Wischfunktion
  • Mapping mit Speicherung mehrerer Karten
  • Sprachsteuerung via Xiaomi AI Speaker
  • Teppicherkennung
  • Laser-Raumvermessung
  • Zoned Cleanup
  • Wischfunktion
  • Steuerung via Alexa und Google Home
  • Teppicherkennung

Wie sich anhand der technischen Daten feststellen lässt: Die Saugkraft des neuen S6 übersteigt die des Vorgängermodells nicht und bleibt bei 2000 pa. Das ist anders als erwartet, dennoch der aktuelle Topwert für einen Saugroboter. Ansonsten sind die Neuerungen und Verbesserungen eher in der Software zu finden. Dazu mehr im Vergleichsvideo Roborock S6 vs. S50:

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Die Wachstumspläne von Roborock

Die Firma Roborock zeichnete bereits für nahezu alle Saugroboter unter der Dachmarke Xiaomi verantwortlich (außer Viomi). Ein guter Überblick über die einzelnen Xiaomi-Saugroboter findet ihr in unserem Übersichtsartikel. Effektiv produziert Xiaomi nur an wenigen Produkten noch selbst mit, investiert aber kräftig in zahlreiche Firmen, darunter auch Roborock. Roborock hat sich daher auch dazu entschieden, in Europa bis Ende 2019 eine eigenständige Tochtergesellschaft zu gründen.

RoboRock Logo
Bis Ende 2019 möchte Roborock in Europa stark vertreten sein.

Hinter diesem Schritt steckt laut des CEO und Gründers von Roborock, Richard Chang, dass „europäische Verbraucher technisch sehr interessiert“ seien und „gleichzeitig über ein hohes Einkommen verfügen“. Auch ein europäischer Kundenservice ist in Aussicht. Für die Produktion des ersten Roboters zeichnete sich bereits Roborock verantwortlich, die Brand „Xiaomi“ wurde vom Mutterschiff nur beigefügt, um die Xiaomi-Fans zum Kaufen zu animieren.

Wenn ihr nochmal einen Überblick über die Unterschiede zwischen den beiden ersten Modellen haben wollt, schaut gerne in unser Vergleichsvideo:

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Nun aber genug der Vorgeschichte. Lasset die Spiele beginnen!

Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung ist nichts Besonderes, der übliche Pappkarton. Wer gedenkt, den Saugroboter zu verschenken, muss sich darum aber keine Gedanken machen. Come on, es ist ein 500€-Saugroboter von Xiaomi, DAS aktuelle Flaggschiffmodell. Wen interessiert die Verpackung. Eine kleine Entdeckung macht man aber doch:

Xiaomi RoboRock S6 Saugroboter Verpackung
Joa, äh nein. Zumindest der Karton ist nichts Besonderes.
Xiaomi RoboRock S6 Saugroboter Verpackung Einzelteile
Deutlich besser: Innen ist der Karton mit den Lieferinhalten sehr fein aufgeräumt.

Im Lieferumfang findet sich – außer dem Saugroboter als solchen – einiges Praktisches, was wir schon beim S50 mochten:

  • rutschfeste Kunststoffmatte (damit der Boden vor/unter der Ladestation durch das Wischen nicht nass wird)
  • Ladestation samt EU-Ladekabel
  • 0,16 l großer Wassertank mit Wischtuch (auswaschbar)
  • zusätzlicher Wassertank mit 10 Wischtüchern (wegwerfbar)
  • zusätzlicher HEPA-Filter (auswaschbar)
  • Bedienungsanleitung in verschiedenen Sprachen (auch Deutsch und Englisch)
Xiaomi RoboRock S6 Saugroboter Lieferumfang
Gewohnt minimalistisch, aber mit allem ausgestattet, was man braucht.

Also zunächst nichts Ungewöhnliches. Obwohl, was hat es mit den mysteriösen Wegwerftüchern auf sich? Ist das nicht Umweltschädigung (Spoiler: Ja)? Gehen wir der Sache auf den Grund, zunächst aber auf das Design und die Verarbeitung ein.

Design und Verarbeitung des Roborock S6

In Sachen Design hat sich zur zweiten Generation, dem S50, nicht allzu viel geändert. Auch der Roborock S6 ist Weiß, rund, mit den Maßen 35,3 x 35,0 x 9,6 cm allerdings um 0,3 cm im Vergleich zum Vorgänger abgeflacht und jetzt auf einer Höhe mit dem Mi Robot. Dennoch muss man vor dem Kauf nachmessen, ob der Saugroboter unter die gewünschten Möbelstücke kommt. Die 3,6 kg Gewicht sind Pi mal Daumen gleichgeblieben.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Design Höhe
Mit der Höhe von 9,65 cm passt der Roborock gerade so unter die meisten Möbelstücke. Unbedingt vorher abmessen!

Die Buttons im vorderen Bereich der Oberseite sind an der gewohnten Stelle und bleiben funktionell gleich. Nur der Power-Button (An/Aus/Start/Stop) wurde optisch etwas „in die Länge gezogen“. Dieser befindet sich in der Mitte, links daneben lässt sich per Tastendruck der Mini Room Work Modus auslösen, wodurch der Roboter den Bereich abfährt, in dem er sich gerade befindet. Das macht einige Quadratmeter aus. Rechts befindet sich ein Button mit einem Ladekabel-Symbol. Darüber löst man den Befehl aus, zurück zur Ladestation zu kehren und den Akku aufzuladen.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Buttons Vorderseite Vergleich
Die Buttons des S6 (links) im Vergleich zum S50 (rechts).

Ihr merkt: Was sich ändert im Vergleich zum S50, ist vor allem software-seitig. Xiaomi bleibt der Design-Philosophie treu und die Verarbeitung (kein Wackeln, teilweise wurde sogar Metall verarbeitet) ist wieder das Maß aller Dinge.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Unterseite Design
Die Unterseite ist mit denen der anderen Xiaomi-Modelle identisch.

Interessante Fakten: Die Reifen auf der Unterseite wurden vom Leverkusener Werkstoffhersteller Covestro (ehemals Bayer) entwickelt. Dieser zeichnete auch für den verarbeiteten Kunststoff beim Xiaomi 90 Fun Reisekoffer verantwortlich. Einige der Sensoren wurden von Bosch entwickelt. Somit sind wir Deutschen – wenn auch minimal – mit von der Partie.

Zudem ist der sich vorne auf der Unterseite befindlich Bürstenkopf nun aus Kunststoff. Hier hat Roborock tatsächlich in der Zahnpflege-Industrie geforscht.

Die Ladestation

In Sachen Design ist die Ladestation etwas in die Breite gegangen, ansonsten aber baugleich zu der des Vorgängerroboters. Von hier aus beginnt der Roborock seinen Dienst und kehrt bei niedriger werdendem Akku zur Station zurück.

Xiaomi RoboRock S6 Saugroboter Ladestation Maße
Optisch hat sich nicht viel getan bei der Ladestation.

Auch Firmware-Updates werden an der Ladestation durchgeführt, da je nach Umfang des Updates der Akku während des Downloads schlappmachen könnte. Und die Update-Politik von Xiaomi ist vorbildlich, nicht umsonst erfreuten sich viele Mi-Robot-Besitzer an der nachträglich aufgespielten Raumeinteilung (Zoned Cleanup) und Besitzer des S50 über die ergänzte Alexa-Steuerung.

Xiaomi RoboRock S6 Saugroboter Ladestation Gummierungen Unterseite
Durch die Gummiflächen auf der Unterseite verrutscht die Ladestation nicht.

Lade- und Akkulaufzeit des Roborock S6

Nach einer Ladezeit von vergleichsweise geringen 3 h ist der Roboter für eine Arbeitszeit von 2,5 h einsatzbereit. Somit ist der Saugroboter nicht nur für kleinere Wohnungen, sondern auch für Wohnungen oberhalb der 200 m² geeignet. Das ist er auch dadurch, da er seine Reinigung nach einer „Akku-Auflade-Pause“ fortsetzt, wenn die Reinigung aller Räume noch nicht erledigt ist.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Ladestation Vergleich Narwal Robotics
Die Ladestation des neuen Narwal Saugroboters macht natürlich etwas mehr her (rechts zu sehen).

Das Kabel lässt sich auf der Rückseite auch wieder aufrollen, wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Roboter darin verheddert oder sein Besitzer selbst darüberstolpert, verringert wird. Als Zubehör für die Ladestation findet sich im Lieferumfang noch eine durchsichtige Schutzmatte, mit der eventuell auslaufendes Wasser (bei Verwendung der Wischfunktion) aufgefangen wird und zudem den Stand noch weiter stabilisiert.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Ladestation
Nach einer Ladezeit von 3 h ist der Saugroboter für eine Arbeitszeit von 2,5 h einsatzbereit.

Neuerungen zum Vorgängermodell S50: Was ist neu beim Roborock S6?

Auf der Oberseite findet sich wie gewohnt der Laserdistanz-Sensor (LDS), den man auch von den ersten beiden Modellen kennt. Somit ist die Laser-Raumvermessung samt Mapping und Raumeinteilung via Mi Home App auch wieder mit von der Partie. Die Neuerungen im Überblick:

  • gezielte Einzel- und Mehrraumreinigung durch überarbeitete Kartenspeicherung
    • zudem: Speicherung mehrerer Karten
  • niedrigere Betriebslautstärke durch Veränderung des Gebläses (Luftstrom)
  • Optimierung der Radantriebe (Reifen)
    • dadurch: bessere Hindernisüberwindung (höhere Hindernisse, steilere Steigungen)
  • Einwegwischtücher zum Staub- und Nasswischen

Diese Neuerungen schauen wir uns im Folgenden genauer an. Zunächst die Offline-Performance.

Performance ohne App und Betriebslautstärke

Eine der Neuerungen fällt sehr schnell auf, wenn man den S6 seine ersten Testrunden drehen lässt: Die Betriebslautstärke ist deutlich niedriger geworden. Auf der höchsten Saugstufe kommt man laut Schallpegelmessung auf einen Wert von 58 dB, was selbst für Saugroboter mit weniger Power nicht allzu hoch ist. Im „Silent Mode“ (per App einstellbar) sind es sogar nur 47 dB. Also wirklich „Silent“.

Zum Vergleich: Wir Menschen unterhalten uns in einer Lautstärke von 60 dB, entsprechend kann man neben des Betriebs des Roboters auch telefonieren oder fernsehen, ohne wegen der Lautstärke einen Koller zu bekommen.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Design Optik
Die Betriebslautstärke ist mit maximal 58 dB sehr gering im Vergleich zu anderen Modellen.

Der neue Roborock bewegt sich sehr zielstrebig durch die Räume, die Laser-Raumvermessung via LDS (Laserdistanzsensor) macht sich hier absolut bemerkbar. Wie auch sein Vorgänger geht der Roboter nach dem Start der automatischen Reinigung wie folgt vor:

  1. 360°-Drehung zur Orientierung mit dem LDS, währenddessen wird die Saugkraft hochgefahren.
  2. Die äußeren Wände/Hindernisse mit der Wall-Funktion abfahren.
  3. Die vermessenen Bereiche mit dem Z-Shaped-Modus (in geraden Bahnen) „ausfüllen“.
Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Hindernisse Küche
„Das hier scheint die Küche zu sein“. Ganz so gut ist die Raumvermessung nicht, geht aber in die richtige Richtung.

Hinderniserkennung nahezu optimal

Die einzigen Hindernisse, die der S6 nicht erkennt, sind sehr kleine Hindernisse wie Socken oder Kabel. Ein Beispiel, bei dem das besonders auffiel, war eine herumliegende Sporttasche, von der eine Trageschlaufe herunterhing. Der Roboter verhakte sich hier und war kurz irritiert, befreite sich aber sehr schnell und setzte seine geplante Reinigung fort. Derart kleine Hindernisse zu erkennen, kann bisher kein Modell. Am akribischsten arbeitet daran zurzeit Ecovacs mit der KI AIVI Technologie.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Hinderniserkennung
Stuhlbeine? Kein Problem. Die Hinderniserkennung grenzt an Perfektion.

Ganze zwanzig verschiedene Sensoren arbeiten im S6, wovon sechs den Fallsensoren zuzuordnen sind. Diese schützen den Roboter vor eventuellen Treppenabstürzen und ähnlichen Tiefen.

Ich möchte es mal in aller Deutlichkeit schreiben, weil immer wieder Schreckensbilder durch die sozialen Medien gehen: Sind bei einem hochwertigen Saugroboter die Sensoren nicht komplett verdreckt oder bedeckt, stürzt er auch nicht ab! Das passiert von 1000 Modellen vielleicht einem.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Vergleich Design S50
Die beiden Roborock-Saugroboter kann man auch auf Tischen fahren lassen, ohne dass diese abstürzen.

Wer einen Überblick über die einzelnen Navigationsmethoden haben möchte, kann sich unseren Ratgeber durchlesen.

Verbindung des Roboters mit der App „Xiaomi Home“

Da von euch sicherlich viele ein smartes Xiaomi-Gadget ihr Eigen nennen, werdet ihr schon mitbekommen haben, dass Xiaomi die „Mi Home App“ nun unter dem Namen „Xiaomi Home App“ führt. Diese gibt es selbstredend immer noch für Android und iOS. Nach Download der App und erfolgreicher Registrierung via Wegwerf-Mailadresse und dem Auswählen des Mainlands China (wird später umgestellt), schaltet man Bluetooth und WLAN am Smartphone ein.

Natürlich muss man auch das richtige WLAN-Passwort eingeben und sich der Roboter im selben Netwzwerk befinden wie das Smartphone. Über „Gerät hinzufügen“ findet die App den Roborock S6 innerhalb von Millisekunden automatisch (s. Screenshots unten).

Xiaomi RoboRock S6 Saugroboter Mi Home App Verbindung
Die Verbindung funktioniert sehr flott und simpel.

Sollte die Verbindung nicht direkt automatisch funktionieren, obwohl man die Schritte oben durchgeführt hat:

  1. Klappe auf Oberseite öffnen, WLAN-Leuchte checken.
  2. Die beiden äußeren Buttons auf der Oberseite gedrückt halten.
  3. WLAN wird zurückgesetzt.
  4. Verbindung erneut versuchen.

Die Verbindung will trotzdem nicht funktionieren? Schilder deine Schwierigkeiten in den Kommentaren, wir helfen dann sobald wie möglich!

Besteht die Verbindung, kann man das Mainland auch auf „Germany“ umstellen. Direkt „Germany“ als Mainland auszuwählen, funktionierte in unserer Testphase noch nicht, wird in nächster Zeit aber von Roborock nachgebessert. Sehr erfreulich ist auch die deutsche Sprache innerhalb der App, auch wenn natürlich nicht immer alles hundertprozentig korrekt übersetzt wurde.

Xiaomi RoboRock S6 Saugroboter Mi Home App Server-Wechsel
Server-Wechsel sind bei der neuen Version nicht so kompliziert wie beim Vorgänger.

Natürlich muss man beim Server-Wechsel beachten, dass man nicht noch weitere Xiaomi-Geräte (Yeelight-Lampen, Pflanzensensor etc.) auf einem anderen Server liegen hat. Die Verbindung dieser mit der App geht sonst verloren.

Funktionen und Einstellungen in der Xiaomi Home App

Ansonsten findet sich wieder eine Vielzahl an Funktionen innerhalb der App, die starken Features der Vorgänger samt neuen Funktionen.

Xiaomi RoboRock S6 Saugroboter Mi Home App Einstellungen
Links die Einstellungen, mittig die Fernbedienung und rechts die Zustandsanzeige der Einzelteile.

Die wichtigsten Funktionen und Einstellungen innerhalb der App aufgelistet:

  • Mapping: Karte der Räumlichkeiten wird dargestellt.
  • Kartenspeicherung: Ein- und ausschaltbar.
  • Teppichmodus: Erkennt Teppiche und erhöht darauf die Saugkraft.
  • Sprache innerhalb der App und des Saugroboters sowie Stimme ändern (Deutsch, Englisch uvm.).
  • Lautstärke der Stimme des Roboters ändern (10-100 %).
  • Saugstufe bestimmen: Leise, Balance, Turbo, Max.
  • DND-Modus (Do-Not-Disturb-Modus): Zeit einstellen, in der der Roboter nicht fahren darf.
  • Zustand der Einzelteile des Roboters nachvollziehen: Filter, Bürstenköpfe, Hauptbürste, Wassertank, Sensoren.
  • Fernbedienung als Tasten oder Joystick.
  • Lokalisieren des Roboters: Meldet seinen Aufenthaltsort mit seiner Stimme.
  • No-Go-Zonen und virtuelle Wände auf Karte einzeichnen.
  • Firmware-Updates aufrufen und durchführen.
Xiaomi RoboRock S6 Saugroboter Mi Home App deutsches Sprachpaket
Links das Interface der App, mittig wichtige Hinweise und rechts die einzelnen wählbaren Roboterstimmen.

Mapping des Roborock S6

Das Mapping sieht mal wieder anders aus als beim S50, macht allerdings genauso viel her und ist sogar noch präziser in der Darstellung. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie genau der Roborock S6 die Abmessungen der Räumlichkeiten innerhalb von wenigen Minuten erkennt.

Ich kann an dieser Stelle nur den Ratschlag geben, den S6 von der Ladestation zu starten, da er sonst überraschenderweise Schwierigkeiten hat, diese wiederzufinden. Klingt unglaublich, schließlich schafft es sein Vorgänger innerhalb von Sekunden (nahezu egal von wo).

Xiaomi RoboRock S6 Saugroboter Mi Home App Mapping Reinigung Beginn
Das Mapping ist wieder sehr gut gelungen, der Roboter erkennt alle Bereiche sehr schnell und präzise.

Lässt man den Roboter aber von der Station aus starten, ist das Wiederfinden der Station überhaupt kein Problem. Wie ihr an den Screenshots erkennt, fährt der S6 nicht erst einen gigantischen Weg außen herum an allen Wänden entlang, sondern teilt sich die Gegebenheiten häppchenweise ein.

Xiaomi RoboRock S6 Saugroboter Mi Home App Mapping
Das Mapping: Bereiche in Quadranten einteilen, dann in geraden Bahnen abfahren.

Unten im Interface finden sich Bedienelemente, mit denen sich die Reinigung starten und stoppen, sowie der Roboter zurück zur Ladestation schicken lässt. Wer eine vollständige Karte möchte, sollte den S6 bei seiner Jungfernfahrt nicht unterbrechen, sondern einfach machen lassen. Praktisch auch: Die Karte wird bei Veränderungen des Umfeldes (Stuhl wird umgestellt etc.) vom Roboter aktualisiert und nicht komplett neu aufgezeichnet.

Im Vergleich zu anderen Saugrobotern braucht der S6 durch die intelligente Navigation natürlich deutlich kürzer. Das hängt natürlich auch damit zusammen, wie der Raum aufgeteilt ist (lange Geraden, sehr verwinkelt etc.).

No-Go-Zonen und virtuelle Wände

Sicherlich fällt jedem ein Grund ein, seinen Saugroboter nicht in einem bestimmten Bereich saugen zu lassen: Das Netzteil, das im Weg liegt, oder der Mitbewohner in der WG, der seine Tür immer offen stehen lässt, soll nicht genervt werden. Vielleicht auch der Eingangsbereich mit den Schuhen, die oft wild verstreut auf dem Boden liegen. Damit Saugroboter diese Bereiche meiden, gibt es fünf verschiedene Möglichkeiten (nach Wert dieser Methoden):

  1. Möbelstücke und andere Hindernisse in den Weg stellen: Extrem umständlich für jede Reinigung.
  2. Virtuelle Wände an Türschwellen etc. stellen: Funktionieren nicht immer, stehen aber auf jeden Fall im Weg.
  3. Magnetband in der Wohnung verlegen: Funktioniert gut, ist aber umständlich.
  4. Virtuelle Wände auf einer erstellten Karte in einer App einzeichnen: Funktioniert sehr gut, besonders praktisch bei Türen.
  5. No-Go-Zonen auf einer erstellten Karten in einer App einzeichnen: Die beste Methode, um ganze Bereiche zu verbieten, etwa den zu hohen Teppich.
Xiaomi RoboRock S6 Saugroboter Mi Home App Mapping virtuelle Wände Sperrzonen
Virtuelle Wände und Sperrzonen lassen sich nach Belieben auf der Karte einzeichnen. Rechts: Push-Benachrichtigung.

Speicherung mehrerer Karten

Das Mapping wurde dahingehend verbessert, dass der Roborock nun verschiedene Räume erkennt und sich für diese unterschiedliche Arbeitszeiten einplanen lassen. So kann man etwa vorgeben, dass die Küche morgens um 9 Uhr, das Wohnzimmer hingegen erst um 13 Uhr gereinigt wird. Der S6 kann eine virtuelle Karte manuell und bis zu zwei Karten automatisch abspeichern.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Mapping Kartenspeicherung
Man erstelle eine zweite Karte, in unserem Fall ein Konferenzraum (siehe die Stühle in der Mitte der Karte).

Die manuell gespeicherte Karte wird mit jeder Bearbeitung (z.B. durch eingezeichnete No-Go-Zonen) aktualisiert. Um eine vorher erstellte Karte wiederzuverwenden, geht man auf „Karte wiederherstellen“ und wählt eine der gespeicherten Karten aus. Um eine Karte zu löschen, drückt man auf „Karte zurücksetzen“.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Mapping Kartenspeicherung Maps
Innerhalb der App lassen sich mehrere Karten auswählen.

Diese erstellten Maps lassen sich nach Belieben mit virtuellen Wänden und Sperrzonen versorgen. Im Screenshot unten haben wir uns den kleinen Scherz erlaubt, den Roboter mit virtuellen Wänden einzukesseln. Und tatsächlich: Er fährt über keine gezogene Linie in der gesamten Testphase. Praktischerweise hat man sogar neben den virtuellen Wänden beim Einzeichnen eine Meterangabe.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Mapping Raumeinteilung
Links die Raumeinteilung, mittig das Reinigungsprotokoll, wurde der Roboter mit virtuellen Wänden eingesperrt.

Die Karte wird – wenn Kartenspeicherung ausgewählt ist – nicht jedes Mal neu erstellt, sondern gespeichert. Entsprechend muss man alte Karten selbstständig löschen.

Sprachsteuerung des Roborock S6

Der Roborock S6 wird sich via Sprachsteuerung befehligen lassen, aktuell ist aber nur die Steuerung mit dem Xiaomi Mi AI Speaker bekannt. Die Steuerung via Alexa und Google Home wird folgen, entsprechend dann an dieser Stelle ergänzt.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Steuerung Alexa Google Home
Die Steuerung via Amazons Alexa und Google Home ist auf dem Weg.

Die Wischfunktion: Ein vollwertiger Wischmopp-Ersatz?

Nein. Aber: Die Wischfunktion hat sich zum Vorgänger noch weiter verbessert. Teppiche und andere Untergründe, die nicht nass werden sollen, sollte man allerdings vor der Verwendung wegräumen. Die Teppicherkennung des S6 ist nur dafür da, auf Teppichen die Saugkraft zu erhöhen, nicht aber dafür, die Teppiche im Vorfeld zu erkennen.

Zunächst einmal die Anbringung der Wischfunktion in einer Bildergalerie:

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Wischfunktion Mikrofasertücher
1. Welchen Aufsatz wähle ich? Bitte bei der normalen Reinigung nicht die Einwegtücher wählen (rechts).
Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Wischfunktion Anbringung
2. Wassertank auf der Unterseite anbringen, dieser rastet einfach ein.
Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Wischfunktion abnehmen Wassertank
Der Wassertank lässt sich extrem simpel wieder abnehmen, indem man die Fläche auf der Seite eindrückt.
Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Wischfunktion Performance
4. Let’s go!

Der Mopp muss natürlich nur dann am Sauger angebracht werden, wenn auch wirklich gewischt werden soll, sonst nicht. Wie beim Vorgänger verteilt sich das Wasser sehr gleichmäßig auf dem Wischmopp, dementsprechend auch auf dem Boden. Glatter Boden wird tatsächlich deutlich sauberer, der S6 schafft es, noch mehr Druck auf den Untergrund auszuüben als sein Vorgänger.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Wischfunktion Arbeitsweise
Die Wischfunktion wurde verbessert, ist aber noch nicht das Nonplusultra.

Für einen Saugroboter mit Wischfunktion ist dieses Feature sehr überzeugend, zu 100% kann der Roboter das manuelle Wischen aber nicht ersetzen. Besitzer des S6 müssen seltener wischen, wenn sie den Saugroboter wischen lassen, kommen aber im Monat auch nicht komplett drumherum. Hin und wieder muss man dann doch den Bizeps schwingen, mit dem man schlicht mehr Druck und Kraft auf den Boden bringen kann.

Xiaomi Roborock S6 Saugroboter Wischfunktion
Der Boden wird sauberer, das Hinterherziehen eines Lappens wie bei anderen Modellen ist aber auch hier gegeben.

Die Mikrofasertücher kann man nach der Benutzung einfach in die Waschmaschine schmeißen. Die zehn beiliegenden Einmal-Tücher sollte man wirklich nur verwenden, wenn man an einer speziell dreckigen Stelle reinigen möchte – um damit zu umgehen, dass der Roboter einen dreckigen Mopp hinter sich herzieht. Im oben verlinkten Video seht ihr etwas mehr von der Wischfunktion.

Die Idee dahinter finde ich wirklich bescheiden, weil diese Tücher nicht nur sinnlos, sondern somit auch umweltschädigend sind. Jetzt liegen sie schon bei, also kann man sie auch mal benutzen, aber bitte keine neuen (teuer?) nachbestellen.

Fazit zum Roborock S6 Saugroboter: Das neue Topmodell kaufen?

Der Roborock S6 wird – wie sein Vorgänger – auch in Schwarz und Rosé-Gold erhältlich sein. Bereits jetzt bekannt ist auch, dass sich der S6 zukünftig auch via Alexa und Google Home steuern lassen wird. Faktisch sind die Unterschiede nicht für jeden interessant. Im Vergleich zum Vorgänger Roborock S50, der mittlerweile bei ~360€ festgefahren ist, sind es knapp 190€ Preisunterschied, funktionell sind es aber keine 190€ Unterschied zwischen den beiden.

RoboRock T6: Spannend?

So ist zwar ein stetiger Fortschritt von Modell zu Modell zu erkennen. Aber: Wie auch beim Erscheinen des Roborock S50 nach dem großen Erfolg des Mi Robot stellt sich die Frage: Braucht man die neuere Generation wirklich oder reicht es auch, zur vorherigen zu greifen? 500€ sind kein Pappenstiel, wenn auch noch günstiger als die Topmodelle von Vorwerk, Dyson oder iRobot.

Narwal Robotics Saugroboter Design Vergleich Dunkelheit
Wer ist die neue Nummer 1? Den Saugroboter von Narwal Robotics (oben) darf man nicht aus den Augen lassen.

Faktisch kann man hier aber unproblematisch eine Kaufempfehlung geben. Wer ein wirkliches Universaltalent in seinen vier Wänden haben möchte, macht mit dem Roborock S6 alles richtig. Das macht man mit dem Vorgänger aber auch, es ist eine Kostenfrage. Der Roboter kostet (noch) happige 550€, wer die aber investiert, bekommt den aktuell besten Saugroboter fürs Zuhause.

Wir haben eine Roadmap erstellt, die euch bei der Suche nach dem richtigen Xiaomi-Modell helfen wird:

CG-Roadmap Xiaomi Saugroboter Wahl

Eine Übersicht über alle Xiaomi Saugroboter erhaltet ihr in unserem Magazinartikel.

FAQ: die häufigsten Fragen zum Roborock S6 kurz beantwortet

Was ist neu am Roborock S6 im Vergleich zum Vorgänger S50? Geringere Betriebslautstärke, optimierte Kartenspeicherung, Einzel- und Mehrraumreinigung, optimierte Reifen (Radantriebe), Einwegwischtücher zum Staub- und Nasswischen.

Wie laut ist der S6? Auf der niedrigsten Saugstufe 47 dB, auf der höchsten Saugstufe 58 dB.

Wo ist der Unterschied zwischen T6 und S6? Der T6 ist für den chinesischen Markt, der S6 für den internationalen Markt konzipiert. Die Funktionen sind deckungsgleich, allerdings hat man mit der richtigen Version für sein Land auch keine Server-Schwierigkeiten.

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Tim

Mich interessiert Technik, die uns die Arbeit im Haushalt abnimmt - ob beim Staubsaugen oder Fensterputzen. So konnte ich bereits über 50 Saugroboter testen, bei mir dreht aktuell (unter anderem) der 360 S6 seine Runden.

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Kommentare (137)

  • 31.05.19 um 12:29

    Mo43

    Hi zusammen, überlege welches Modell ich mir kaufen soll. Haben nur eine Etage, von daher benötige ich das Feature mit den unterschiedlichen Raumplänen nicht.

    Also ist der wesentliche Unterschied die leisere Saugstufe und die verbesserte Wischleistung.

    Jetzt frage ich mich, ob man den Unterschied tatsächlich merkt und der höhere Preis im Vergleich zum Vorgängermodell sich lohnt.

    Kommen vielleicht bald noch zusätzliche Features für das neue Modell, von dem das alte Modell nicht partizipieren wird?

  • 04.06.19 um 11:08

    Thomas

    Hey,
    bei CECT-shop.com gibt es den T6 für 399 €..
    2 Fragen kamen mir direkt dazu:
    – Kann man den T6 – obwohl "“China-Version"“ bedenkenlos bestellen?
    – Der Preis liegt über 100 € unter dem von euch gezeigten Preis – ist der CECT-Shop vertrauenswürdig?
    Könnt ihr dazu was sagen? Danke 🙂

    • 04.06.19 um 12:12

      Tim CG-Team

      Hi Thomas, hast du die Versandkosten mit einberechnet? Ist schon vertrauenswürdig, aber nicht unbedingt der beste Preis. Liebe Grüße Tim

      • 04.06.19 um 20:43

        Thomas

        Mit Versandkosten und Transportversicherung stehen wir bei 470 Euro, also 35-60 Euro günstiger. okay, das ist nicht mehr so viel, aber immerhin 🙂 Lohnen sich für die ersparnis die nachteile der Chinaversion „t“ in Kauf zu nehmen?

        • 12.06.19 um 13:35

          Tim CG-Team

          Hi Thomas, entschuldige die späte Rückmeldung. Nein, das lohnt sich nicht wirklich, nachher könntest du Schwierigkeiten mit der Software bekommen und dann bist du froh, nicht gespart zu haben. Kann natürlich auch anders laufen, so aber meine Einschätzung. Liebe Grüße Tim

        • 15.06.19 um 13:25

          Thomas

          Danke! 🙂 S6 über Gearbest ist bestellt 🙂

  • 11.06.19 um 10:06

    Ozan Alkas

    Hallo zusammen,
    gibt es mal klarere Erkenntnisse bzgl. der Speicherung mehrerer Karten. Ich wollte eigentlich den S6, weil ich dachte, dass ich den zwischen zwei Etagen hin und her tragen kann, ohne dass die Karten neu erstellt werden.
    Dazu schrieb Tim, "“Hi Wooby, gerne. Klar, das funktioniert auch einwandfrei…"“.
    Dann schreibt ein User, dass es in der Kinderschuhen steckt und nicht funktioniert, dazu mit dem Text vom Support, der ebenfalls sagt, dass es nicht geht.
    Wurde es wirklich richtig getestet? Da es für mich eine wichtige Funktion ist, will ich vorher nicht kaufen.
    Vielleicht könnt ihr mir ein paar Infos dazu geben.

    Vielen Dank!

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